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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 442 -
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Seite - 442 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18

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Mohr 442 Mshrenheim dieser Bluthunde bestellt gewesen, davon gibt drr Revers, den Mohr ausstellen mußte, nachdem er entlassen wurde, eine Ahnung, denn diesem Reverse zu Folge mußte er er» klären, die durch seine Gefangenhaltung ihm angethane Unbild an Niemand rächen zu wollen. Mohr's Proceßacten, die lange nicht aufzufinden waren, wurden endlich im Jahre !887 zu Mergenthrim aufgefunden und für oaS Centralarchiv des deutschen Ordens in Wien erworben. Dr. Beda Dudik in der in den Quellen genannten Schrift hat den Pro» ceß einer genauen Untersuchung unterzogen und deren Ergebnisse veröffentlicht. So wurde die Ehre Mohr's, dessen Familie noch im Jahre i?38 zu Vehdorf im Kreise Altenkir. chen und zu Petcrswalo im Kreise Zell an> sälsig war, dann aber erloschen ist, von der Makel des Hochrcn'athes gereinigt. ^Des kai» serlichcn Obristcn Mohr von Waldt Hoch« verraths'Proceß. Ein Bcitrag zur Waldsteins. Katastrophe. Nach Originalien von Di-. Beda Dudik (Wien 1860, k. k. Hof« und Staats, druckerei). Abdruck aus dem XXV. Bande des von der kais. Akademie der Wissenschaften Herausargebenen Archivs für Kunde österm» chischer Geschichtsauellen.) — 3. Michael Eduard Mohr (geboren in Krakau). Zeit« genoß. Er besuchte die Schulen in seiner Vaterstadt, an den er auch die medicinischen Studien beendete und im Jahre 4829 daraus den Doctorgrad erlangte. Er lebt als Doctor der Medicin und Arzt in Krakau; er war Stadtphysicus und Primariuö im heil. Geist« Spital dieser Stadt. Auch besaß er oder seine Familie, oder besitzt dieselbe noch die ZIpotheke auf dem Kazimierz (in der Iuomstadt Krakau's). Von ihm sind im Drucke erschienen: „Os Mb6.ic2.iusuti5 nLotsi-iciü, illoruiu virtuti- biis, ULU et Nüäo VräSV^ratiaui»" (l^ralcau 1829, 5°.), diese Schrift erschien als Disser« tationsschrift anläßlich seiner Doctor.Promo. iion; — „I?i'2einl'^ pr^^r^aä^Änil», i ui^cio, nislu novv52^<:Ii ^k2.lLt^v", d. i. Vorschriften zur Bereitung und zum Gebrauche vieler neuer Arzneien (ebd. 18ö«, 8°.); — „^oä? uiiue- d. i. Die Mineralwässer von Szczawnica, che. misch untersucht (ebd. !540), diese letztere Schrift ist eine Uebersrtzung des deutschen Originals des Lemberger Apothekers Torosiewicz. Viele kleinere medicinische und pharmaceu« tische Abhandlungen sind in der in polnischer Sprache von Sawiczewski herausgegcbe» nen Pharmaceutischen Zeitschrift enthalten. ^ ^ pc>vv22Sokn2, d. i. Allgemeine (polnische) Encyklopädie (War« schau 1864, Oraelvrand, gr. 8".) Bd. XVIII , S. 750.) Mohrenheim, Joseph von (Chirurg und Augenarzt, lebte im 48. Jahr» hundert). Weder Geburts- und Todes- jahr, noch über seine früheren Lebensver- haltnisse ist etwas Näheres bekannt. In Wien scheint er die medicimschen Stu. dien beendet und seine Praxis begonnen zu haben. Daselbst war er auch als Wund» und Augenarzt in der k. k. medi- cinisch' und chirurgisch'praktischen Lehr- schule angestellt. Im Jahre 1783 folgte er einem Rufe nach St. Petersburg, wo er als Doctor der Medicin, wirklicher kais. ruff. Hofrath und Professor der prakti- schen Chirurgie und Hebammenschule thä- tig war. Im Drucke sind von ihm er- schienen: „Nrabachtnilgen unöchieürner chirurgi- Zcher VllrMle". 2 Bände (1. Band Wien !780, Blumauer, 2. Band Dessau 1783 ^Barth in Leipzigs gr. 8o.); rislh?. Beyträge zur Arznrykunde, Kunst unk GebnrtZtM", 2 Bände (1. Band Wien 1781. 2. Band Dessau 1783 ^Barth in Leipzigs mit K. K.< 8«.); — „ÄklMdlnng llllN der OntbindungöknnZt, ner- ill55t nut hüchtten Nekrhl Ihrer Majestät der Uai3erin aller Nenssen jnm Nutzen ihres Nei- chrs", mit 46 Kupfertafeln nebst deren besonderen Erklärung (St. Petersburg 1792, Royal.Folio); nach Kayser's Bücherkatalog hätte das Werk nur 26 Kupfertafeln. M. scheint m den Neun- ziger>Iahren des 18. Jahrhunderts ge- storben zu sein. Mensel (Johann Georg), Lexikon der vom Jahre !7äO bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig 1808, G. Fleischer. 8".) Bd. IX, S. 233. — Meyer (I.). Das große Cunucrsations-Lmkon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8«.) Bd. XXI, S. l09t.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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