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Mohs 448 Moira
H' 10" Länge. 2' 3" Breite. 2' 8" Höhe;
einer Pyramide (Monolith) von 3' 8" Läng!»,
1^ 10" Breite und 10' 3" Höhe; die Stein-
metzarbeit ist von dem k. k. Hof«Steinmetz<
meister Ant. Wasserburg er um den Preis
von 1650 fl. ö. W. beigestellt. In die Pyra>
mide ist im zweiten Dritttheil der Höhe ein
Medaillon von Bronze eingelassen. Es stellt
das Prosil'Porträt von Mohs nach der sehr
ähnlichen Büste von Dietrich, umgeben von
einem Lorbeerkranze, vor; die Modellirung ist
von Franz Pönninaer. Guß und Ciseli«
rung aus dem Atelier von Ritter von Fern-
körn um 330 fl. ö. W. Unter dem Bronze«
Medaillon ist in Granit gehauen und vergol-
det die Inschrift:
rul-oä6 29. ^änusr 1773.
(I68toi>d6Q 2U ^301-äo 29. ssVtsmdsr 1839.
Im Sockel sind die Worte zu lesen:
veru nuvsi'FHiizlioKeu .^ucloulcon
au äsu
tiskäinniFtzQ LsLi'rwäsi' äsr N2wrki5tori-
sodsu, Nstlioäs äsr Ninsr^io^is.
V von seineQ Vsrskrsrn
1866.
iener Zeitung 1866. Nr. 240, S. 890.)
Mohs-Denkmal, im JoannenmZ-Varten zu
Vratz. Um das Andenken des verdienstvollen
Gelehrten dee Nachwelt zu erhalten, beantragte
August Longin Fürst Lobkowitz die Errich«
tung eines Denkmals, dessen Kosten die k. k
Bergbeamten der Monarchie zu bestreiten
übernahmen. Erzherzog Johann, unterdes'
sen Aegide Mohs sein mineralogisch-wissen-
schaftliches Wirken in Oesterreich begann,
räumte den Garten des Ioanneums, als
jener Stätte, wo Mohs den Grund zu
seinen wissenschaftlichen Leistungen legte, zur
Aufstellung des Monumentes ein. Die Auf.
stellung fand im Jahre 1843 Statt. Das
Denkmal stellt auf einem hohen steinernen
Postamente die eherne Büste des Mineralo«
gen dar, mit folgender Inschrift:
29.
29.
im 1773.
2U
016.
am
1839.
tOt
1843. Moira 3ord Ralvdon, Graf (Ehren-
bürg er der Stadt Wien). Die Ursache,
warum Graf Mo i ra von Wien zum
Ehrenbürger ernannt worden, verdient
der Erinnerung erhalten zu werden.
Der Graf wurde von Wien aus zur Be-
richtigung eineS Geldbetrages aufgefor«
dert, den er als ganz ungegründet ansah
und deffen Bezahlung er vorderhand ver«
weigerte, sich aber der Entscheidung eines
Richterspruches unterwarf. Die Entschei-
düng fiel zu seinen Gunsten auS und
sprach ihn von jeder Verbindlichkeit frei.
Nun wollte der Graf beweisen, daß es
ihm nickt um die Summe, sondern ledig,
lich um das Recht zu thun war. Er
schenkte sonach einen nicht unbeträchtlichen
Theil der an ihn gestellten Forderung
seinem Gegner, den Rest aber erlegte er
zu Handen I 0 hann Phi l ipp's Grafen
Stad ion, damaligen k. k. Gesandten
zu London, mit dem Ersuchen, an dem
Orte. wo die unstatthafte Forderung an
ihn gestellt worden war. ein gutes Werk
zu thun und das Geld als Aussteuer für
arme tugendhafte Bürgersmädchen zu
verwenden. Der Graf Stadion, im Ver»
eine mit dem Grafen Marsch al l von
Bieberstein und dem k. k. Leibärzte
Gerhard Freiherr van Swieten, schritten
zur Ausführung. Die ganze Summe wurde
unter 24 arme Mädchen als Aussteuer
derart vertheilt, daß jedeS derselben eine
vollständige Kleidung für sich und den
Bräutigam, überdies baare 300 Gulden
erhalte. Die Vertheilung fand am
14. Februar 1797 zu St. Stephan in
Wien in feierlicher Weise Statt. Graf
Stadion. Freiherr van Swieten
und die Grafen Ferdinand Kuefstein,
Joseph Karl D ie t r i ch st ein und
Joseph IohannHer b erst ein« M o lt ke
fungirten als Beistände; die Gräfinen
Thun geb. Gräfin Uhlefeld, Sta-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Band 18
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Metastasio-Molitor
- Band
- 18
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 522
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon