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MoMomcs 484 Mokränsln
schenkels in ihrer oberen Hälfte, welche
frĂĽher nie ohne VerkĂĽrzung und zurĂĽck,
bleibendes Hinken geheilt wurden, durch
die von ihm erfundene Aequilibrial»
Methode ohne VerkĂĽrzung zu heilen.
Ferner erfand er eine Methode, die Sy>
philis ohne den bis dahin angewendeten
und in seinen Folgen oft verheerender,
als das ursprĂĽngliche Uebel wirkenden
Mercur bloß durch systematischen Ge»
brauch von Jod-Präparaten sicher und
schnell zu heilen. Ueber beide Metho«
den hat M. der Wissenschaft durch
ihre Veröffentlichung in Werken Rechen«
schaft abgelegt, und es sind von ihm
erschienen: „Darstellung der Aeqnilibrial-
Methode znr sicherm Heilung der Oberschenkel-
brnche ohne VerkĂĽrzung" (Wien 1842, Brau-
mĂĽller und Seidel, gr. 8<>., mit 4 Stein-
dmcktafeln in Halb-Qu. Fol. u. 4".); —
„Darstellung einer sicheren und schnellen Heil-
methllde der ZV^lis durch JĂĽd-Praullrate"
(ebd. 1843, gr.8".). Ebenso hat M. dem
Studium der Bader seine Aufmerksamkeit
zugewendet. Die österreichischen medici-
nischen JahrbĂĽcher, die medicinische Wo>
chenschrift und andere Fachblätter enthal»
ten seine Abhandlungen über die Mine«
ralquellen und Bäder in Szliacs, Karls»
bad, Ischl, Gastein, Pösteny, Füred und
Mehadia, dann war er auch für die Ein«
führung der Mölke in den Cmorten, so
wie fĂĽr ihre den Heilzwecken entsprechende
Bereitungsart unablässig und mit Erfolg
thatig. Nach der GrĂĽndung der k. k.
Gesellschaft der Aerzte zählte M. zu den
thätigsten Mitgliedern derselben, nahm
an den meisten Verhandlungen regen
Antheil und hielt häufig selbstständige
Vorträge über seine Wissenschaft. Diese
Verdienste um seine Wissenschaft wurden
von Allerhöchster Seite im Jahre 1858
durch Erhebung in den erbländischen
Adelstand mit dem Ehrenworte und dem Prädicate Edler von Moisvär an«
erkannt.
Adelst and s-Diplom vom 8. März 4838. —
Wappen. Quergetheilter Schild. Oben im
silbernen Felde ruht auf der Theilung die
eherne Schale der Hygiea. um welche eine
grĂĽne Schlange zweimal gewunden ist, welche
mit dem einwärts gekrümmten Kopfe aus der
Schale schlĂĽrft. Unten im grĂĽnen Felde schwebt
ein silberner, von vier gleichfalls silbernen
Bienen im Kreise umschwärmtet Bienenkorb.
Auf dem Schilde ruht ein gekrönter Turnier«
Helm. aus dessen Krone sich drei wallende
Straußenfedern — eine silberne zwischen
grünen — erheben. Die Helmdecken sind
grün, mit Silber unterlegt. — Ein Johann
Mo j 218 owio, slovakischcr Abkunft, in Uw
gärn geboren, lebte im laufenden Iahrhun»
derte als Lehrer zu Iwanöio, später (!804)
als Prediger zu Piiboo. Von ihm sind im
Drucke erschienen : „k'i'g.ktioks VouäLni o äs-
tslins a ^z^vässui «letslinoneko 56insno
a t. 6.", d. i. Praktische Unterweisung ĂĽber
den Kleebau u. s. w. (PreĂźburg 1804).
eine Uebersetzung aus dem Deutschen; —
rauou, Vokraoov2.ti mä", d. j . Allge«
meine Abhandlung von der Hundswuth und
wie ein Mensch die von einem wĂĽthenden
Hunde empfangene Wunde zu behandeln hat
(1803); — „NIoo do2i uaä öinotem i 5mrti
lnoonäi'ü pri Zkloütus pkuiütos Lmrti 5. d?.
s^. b^rant. I. . . . Vreälo^snä") d. i. Die
Macht Gottes über Leben und Tod der Für»
sten, dargestellt bei dem Trauergedächtniß an
den Tod des Kaisers Franz I. (Pesth 1834,
Trattnern, 4«.). ^ungmann <«/ossA, Hi-
ätoria litsrawr^ össks, d. i. Geschichte der
böhmischen Literatur (Prag 1849, I'. Kwuäö,
4o.) Zweite, von W. W. Tomek besorgte
Ausgabe, S. 601. — 8lovii i lc Q2uön^.
Ii.o6.2,i!tor Dr. V'i'ant. I^aä. Kiosssr, d. i.
Conversations»Lexikon. Redigirt von Dr.
Franz Lad. Rieger (Prag 1859. Kober,
nr. 8«.) Bd. V, S. 410.)
Mokranski, Michael von (H u m a.
nist, geb. in der Bukowina in der
zweiten Hälfte des 18, Jahrhunderts.
Todesjahr unbekannt). Er hat in sei»
nem Vaterlande die Erziehung erhalten.
Vornehmlich verdankte er seine Aus-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Band 18
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Metastasio-Molitor
- Band
- 18
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 522
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon