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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 452 -
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Seite - 452 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18

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Moklinski 482 Molendll bildung und sein Fortkommen, da er selbst mittellos war, dem Stifter des Klosters Kristatik, Hadschi Thodor, auf dessen Besitzungen er auch viele Jahre als Wirihschafter und Pächter lebte, und diese Stelle versah, bis nach deS Stifters Ableben das Kloster sammt den Grund stücken in weltliche Verwaltung überging. Durch Sparsamkeit hatte M. ein kleines Vermögen erworben, und bat noch vor Einziehung des Klosters bei dem Con ststorium und der damaligen Militär-Lan desadministration um die Bewilligung: auf den Kristatiker Gründen ein Dorf für fünfzig Familien anlegen zu dürfen. Nach erhaltener Bewilligung ging M. im Jahre 1784 an's Werk, und schon in wenigen Jahren erhob sich auf den öden, bisher unbebauten Gründen ein freund- liches Dorf von mehr als 60 Familien, das er auf eigene Kosten angesiedelt hatte. Als schon im ersten Jahre nach der bewerkstelligten Ansiedelung ob schlechter Ernte und anderen mißlichen Umständen große Theuerung entstand, stellte M. aus eigenen Mitteln Getreide und andere Lebensbedürfnisse, theils un- entgeltlich, theils um die früheren gang» baren Preise her. Ferner erbaute er auf eigene Kosten ein stattliches Schulhaus, in welchem mindestens fünfzig arme Kinder auf seine Kosten gekleidet, unterhalten, und durch zwei geprüfte, von ihm besol- dete Lehrer in drei Sprachen, der deut» schen, ruthenischen und polnischen, und den Elementar«Gegenstanden unterrichtet wurden. Diese Schule besaß bald einen ausgezeichneten Ruf, und der Bischof von Czernowitz, Daniel Wlachovics, unternahm im Jahre 1791, um sich von der Wahrheit der ihm von allen Seiten gemachten Mittheilungen persönlich zu überzeugen, eigens eine Reise nach Kri» statik, und stattete über daS Ergebniß derselben unterm 8. Juni- 1791 einen ausführlichen Bericht an das Bukowinaer Kreisamt ab, in welchem er den Zustand der Schule, die Fortschritte der Kinder, ihre Verpflegung, die Lehrer und den uneigennützigen Wohlthäter in der vor» theilhaftestenWeise schildert. Mo kränski aber wurde in Anerkennung seiner Ver« dienste im Jahre 1796 in den erblandi« schen Adelstand erhoben. Adelstands» Dip lom vom 19. December 5796. — Wappen. In Blau auf grünen RHen ein um den Hals gekrönter flüchtiger zehnendrger Hirsch von natürlicher Gestalt und Farbe. Auf dem Schilde ruht ein rechtsge« kehrter gekrönter Turnierhelm. auS dessen Krone zwischen zwei Büsselhörnern mit getheilten Tincturen, das vordere blau über Gold, das hintere Gold über Blau, der Hirsch des Wap< penfeloes hervorwächst. Die Helmdecken sind beiderseits blau. mit Gold belegt. Molendll. Wenzel (Ton setz er, geb. zu Pisek in Böhmen, lebte in der zweiten Hälfte des 48. Jahrhunderts). Aus einer bereits im 15. Iahrhun» derte zu Koniggrätz in Böhmen an» sässigen Familie. Anfänglich sang er als Disccmtist, dann als Altist an der Mino« ritenkirche zu Böhmisch.Krurnau. Er blieb sechs Jahre daselbst, ging dann nach Linz, wo er die philosophischen Studien hörte, und von dort im Jahre 4774 nach Wien. Daselbst war seines Bleibens nur kurze Zeit; in Ungarn lebte damals im Adel großer Sinn für die Musik, die reicheren Edelleute hielten auf ihren Schlöffern und Höfen eigene Kapellen, bei denen böhmische Musikanten leicht Aufnahme fanden. Molenda, der die Violine vortrefflich spielte, erhielt bald als Violinist eine Anstellung bei der Capelle eines ungarischen Magnaten. Aber nicht lange Zeit schien er in dieser Bedienstunggelebt zuhaben, er begab sich nach Paris, wo es ihm gelang, durch
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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