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/« (idiä.
1722, 8o.); dieses Andachtsbuch, von
dem innerhalb kurzer Zeit mehrere Tau»
send Exemplare verkauft worden sind,
hat M. dem Magistrate der Stadt Wien
gewidmet; es wurde dasselbe noch oft in
lateinischer und deutscher Sprache aufge»
legt und erst in neuerer Zeit wieder in
besserem Style von Ioh. Nep. Stoeger
(Grah1841) herausgegeben. Dieser, fein
Biograph, rühmt seinem OrdenScollegen
neben einer ascetischen Frömmigkeit ins-
besondere eine vortreffliche Gabe des
Unterrichts nach.
su (Viennae 1855,
3«.) i». 233.
Molitor Edler von Moline, Johann
David (k. k. Oberstlieutenant, geb.
zu Esseg in Slavonien im Jahre 1804).
Trat, nachdem er in Tfseg die Gymna»
sialclafsen beendet, im Februar 1821 als
Expropriis'Gemeiner im Infanterie»Re-
gimente Nr. 33 ein, in welchem er am
3. August 1828 zum Fähnrich, am
1. April 1831 zum Lieutenant, am
16. Juli 4834 zum Oberlieutenant, am
1. Mai 1842 zum Capitan. am 8. Jän-
ner 1843 zum wirklichen Hauptmann
und am 8. Juli 1880 zum Major be«
fördert wurde. Am 18. November 1834
kam er unter gleichzeitiger Vorrückung
zum Oberstlieutenant zum Infanterie»
Regiments Nr. 38. In dieser 33jährigen
Dienstperiode hat M. die Expedition nach
Neapel im Jahre 1821 und den Feldzug
in Italien in den Jahren 1848 und
1849 mitgemacht, und in letzterem der
Schlackt bei ^Novara beigewohnt und
bei dem Sturme auf Bicoca derart
sich ausgezeichnet, daß seine Tapferkeit im Armeebefehle vom 21. Juli 1849
öffentlich gerühmt und er mit Allerh.
Tntschließung vom 7. Juli 1830 mit
dem Militär-Verdienstkreuze ausgezeich«
net wurde. Auch wurde ihm in Würdi«
gung seiner langjährigen ausgezeichneten
Dienstzeit im Jahre 1836 der erbländische
Adelstand mit dem Ehrenworte und
Prädicate Edler von Moline ver»
liehen.
Adelstands«Diplom ääo. Wien 3l. März
1856. — Wappen. Gevierteter Schild, l : in
Blau ein silbernes Kreuz von acht Spitzen;
2: in Roth ein ausgebreiteter goldener Adler
mit ausgeschlagener rother Zunge; 3: in Roth
ein goldener Löwe mit rother Zunge, einen
Säbel am yvldenen Gefäße über sich schwin«
gend und einwärts aufspringend; 4: in Blau
ein das Feld quer durchziehendes natürliches
Wasser, hinter welchem ein grüner Hügel sich
erhebt, aus welchem ein natürliches Mühlrad
(moliuo) zwischen grünen, den Hintergrund
bildenden Hügeln hervorragt. Auf dem Schilde
erhebt sich ein rechtsgewendeter gekrönter Tur«
nierhelm, aus dessen Krone ein braunes ge-
zäumtes Pferd emporwächst. Die Helm«
decken sind rechts blau mit Silber, links
roth mit Gold unterlegt.
Molitor, Johann Peter (Maler,
geb. in der Grafschaft Westerburg bei
Coblenz im Jahre 1702, gest. zuKra-
kau 3. April 1736). Er wurde auch
Müller genannt und erhielt den ersten
Unterricht in der Kunst von einem unbe»
deutenden Maler. Dann begab er sich
zur weiteren Ausbildung nach Bonn.
später nach Berlin und Dresden, und im
Jahre 1734 ließ er sich bleibend in Prag
nieder. Dort malte er anfänglich kleine
Bauernstücke und Landschaften, später
verlegte er sich aber unter W. Reiner's
Anleitung auf die Frescomalerei und auf
große Oelgemälde. Ueberhaupt entwickelte
er eine große Vielseitigkeit, und "malte
auch Bildnisse, Blumen und Fruchtstücke.
Von seinen Arbeiten in Böhmen sind
bekannt das Hochaltarbild in^der Tepler
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Band 18
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Metastasio-Molitor
- Band
- 18
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 522
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon