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MolitOr 461 MoUtor
und Schafen, welche Mol i tor im Jahre
1810 zu Brunn am Gebirge gezeichnet
hatte. GroĂźe Naturtreue, eine leichte,
aber dabei geistreiche Behandlung der
immer ideal aufgefaĂźten Naturscene cha.
rakterisiren seine Bilder. Seine Oelge-
malde haben manchmal einen etwas
dunklen Ton, entbehren aber nie der
Harmonie. Molitor's Bilder wur3en
oft gestochen und Stiche nach denselben
sind bekannt von F. Brand 1, von A.
v. Bartfch 3, von Duttenhofer 12,
von Gäbet 39, von Gauermannt,
von S. Le Gros 2, von Halden«
wang 2, von Mößmer 4, von Pi»
ringer 18, von H.I.SchĂĽtz 2, von
Sey ffer 7. Mit eben solcher Gewandt-
heit, wie Pinsel, Crayon und Feder, ver-
stand es Mol i tor die Raoirnadel zu
führen, und seine Blätter, original in
den Ideen, tĂĽchtig gezeichnet und von
besonders geschickter Wahl der Stand«
puncte, bald geätzt, bald'in Aquatinta
behandelt, sind von Kupferstichsammlern
immer gesucht. Adam Bartsch hat einen
eigenen Katalog darĂĽber verfaĂźt, nach
welchem das unten folgende VerzeichmĂź
ausgefĂĽhrt ist. M. starb leider zu frĂĽh
fĂĽr die Kunst, zu deren Lieblingen er
zählte, denn bereits im Alter von 83 Iah«
ren ereilte ihn der Tod.
Verzeichnis) der Nadirungen von Martin van
Molitor, l) Die LandstraĂźe, links zwei
Weiber mit BĂĽndeln, im Mittelfelde ein Mann
zu Pferde mit einem Hunde. Links unten:
Mol i tor , rechts der Buchstabe L. Höhe
2 Zoll 8 Linim. Breite l Zoll 10 Linien.
Dieses Blatt war nach Varisch nur in der
Sammlung, welche F. Gäbet in Wien be.
saß, vorhanden. — 2) Die zwei Bäume
auf der linken Seite des Blattes, der
Boden umher ist mit Kräutern und Büschen
bewachsen, rechts im Vordergrunde ein Stock
und ein Baumstamm. H. 3 Z. 10 I.. Br. 3 Z.
— 2) Das alte Thor eines verfallenen
Gebäudes, ein Bauer ordnet Garben, ein
anderer liegt rechts vorn auf dem Boden. H.4Z. 6 L., Br.3Z. - 4) Der alte Wej.
denstamm mit wenig Aesten, rechts in der
Ferne ein Felsen, links ein Hügel mit Pflan«
zen. 3e Gros äel. Von Mol i tor nach der
Idee desselben. H. 5 Z. 6 L. Br. 4Z. 7«. -
^) Das Weib mit demKnaben zwischm
dem Baum und der HĂĽtte links des Blattrs.
H. 6Z, 9 L.. Br. 5 Z. — «) Der große
Baum, unter ihm sitzt ein junger Mensch
mit gekreuzten FĂĽĂźen; der obere Theil des
Baumes ist unvollendet. H. ? Z., Br. 3 Z.
9Z. — ?) Die drei Kapuziner an einem
kleinen Tische. Dieses Blatt, aus des Kunst,
lers erster Zeit, ist sehr selten. H. l Z. 2 L.,
Vr. 2 Z. 11 I. — s) Die unter Bäumen
versteckte HĂĽtte, ĂĽber den FluĂź geht eine
kleine Brücke. H. 2 Z.. Br. 3 Z. 1l L. —
9) Die zwei Hütten an einem Abhänge
rechts, an jeder derselben mehrere Bäume.
H. 2Z., Br. 3Z, lt L. — '") Der Eimer '
am Pfahle; an demselben aufgeschichtete
Garben, neben einem rechtsstehenden Baume
eine HundshĂĽtte. Unvollendet. H. 3 Z.,
Br. 3Z 11 L. — ") Der steile Felsen,
er steht in der Mitte des Blattes, links eine
Partie Bäume, rechts einige Fichten. H. 2 Z.
10 L.. Br. 4Z. — '2) Die Bäuerin mit
einem Betrunkenen, fie stehen unter dem
Eingänge eines verfallenen Hauses, am Ge<
mäuer mehrere Bäume. H. 2 Z. 8L., Br. 4Z<
1 L. — ") Der alte Bauer auf der
steinernen Stiege, diese fĂĽhrt zu einer
am Ufer des Flusses liegenden HĂĽtte. H. 2 Z. -
8L.. Br. 4Z. 2L. — ") Der einen klei,
nen Baum auszu reiĂźen bemĂĽhte
Mann; ein zweiter trägt dürre Aeste, das
unter den Bäumen am Hause hervorkommende
Bächlein bildet einen Wasserfall. H. 2 Z.
10 L., Vr. 4 Z. 3 L. — ") Das Weib mit
dem kleinen Mädchen, am Wege neben
der HĂĽtte sitzend. H. 2 Z. ill L.. Br. 4 Z. 3 3.
— i«) Der gewölbte Eingang zu einem
alten Gebäude; links nach vorn zwei
Bäume am Flusse, in der Mitte des Vorder,
grundes ein auf dem Boden liegender Mann,
und ein zweiter, der auf einem Baumstamme
sitzt. H. 3Z., Br.4Z. 6L. - " )De rHo f
einer Meierei, links mit Bohlen umzäumt,
vorn von Wasser begrenzt; im Grunde nähert
sich eine Bäuerin der offenen, in den Hof
führenden Thüre. H. 4 Z., Br. 4 Z. 6 L. —
«) Die drei steilen Felsen, dazwischen
schlangelt sich der Weg, an dessen Rande links
eine Strinsäule sich erhebt, neben welcher ein
Mann und eine Frau« gehen. Dem Wege en
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Band 18
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Metastasio-Molitor
- Band
- 18
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 522
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon