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DoUtor . 468 Llolitor
beschäftigte. sFremden«Blatt (Wien, 4°.)
1867, Nr. 27.) — 3 Christian Mol i tor .
2I»8iLt6r I>kiIc>LorMao und Astronom zu
Wien, wo er im l5. Jahrhunderte lebte und
im Jahre 1493 an der Pest starb. Als sein
Geburtsort wird Klagenfurt angegeben. Der
berühmte Astronom und Leibarzt des Kai«
sers Maximi l ian I.. Tanstetter von
Thannau, schreibtüber Mol i tor : „serix-
Lit iu ÄLtrolosia. oerta opusoul». a.UKv »xuä
äoetoä mll^uo w xrstio liadoutu,?". l^ P o g»
gendorff ( I . C.) ^ Biographisch»literari»
sches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten
Wissenschaften (Leipzig 1859,1. Ambr. Barch,
gr. 8o.) Bd. I I , Sp. 178.) — 4. Franz
Ignaz Mol i tor , siehe S. 439, in den
Quellen zu Johann Peter Mol i tor ,
Nr. 1. — 3. Franz Joseph Mol i tor ,
ein Arzt und Zeitgenosse des Arztes Moli«
nari, dessen Lebensskizze schon S. 433 gege<
ben worden. Mol i tor war im Jahre 1739
Leibarzt des Fürsten Eßterhäzy in Wien,
und vielleicht durch diesen Umstand ist jene
Namensverwechslung in Hecter's Geschichte
der neueren Medicin, deren schon bei Moli«
nari gedacht worden, zu erklären. Franz
Joseph Moli tor schrieb mehrere Disser»
tationen. Weu scl (Ioh. Georg), Lexikon der
vom Jahre 1730 bis 180U verstorbenen teutschen
Schriftsteller (Leipzig 1803, Gerh. Fleischer.
^ 8«.) Bo IX, S. 24l/j — 6 Ingenuin
^ Mol i tor (geb. zu Hadach). ein Frcmzis>
kanermönch uno Organist am Convente seines
Ordens zu Votzen. Er blĂĽhte als Componist
in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Im Stiche sind von ihm nur folgende StĂĽcke
erschienen: „VI Canzonen für 2 Violinen.
1 Viola, 1 Viola da Gamda und V."; —
„XIX HIotstti ». cwo sopraul, 2 Viol.
6 V." (^U35burs 1668, 4<>.). ^Gerber
(Ernst Ludwig), Neues historisch.biographi»
sches Lexikon der TonkĂĽnstler (Leipzig 1813.
A. Kühnel, gr. 8°.) Bd. I I I , Sp. 442.) —
7. Johann Mol i tor (geb. zu Domazlice
im Jahre 1604, gest. zu OlmĂĽtz 14. Februar
1664). Trat jung zu BrĂĽnn in den Orden
der Gesellschaft Jesu. in welchem er unter
Ignaz de Colo, einem Spanier, die philo»
sophischen und theologischen Studien beendete.
Tann versah er aus beiden Wissenschafts'
fächern einige Jahre zu Prag das Lehramt
und als im Jahre 1634 in Prag der Unions»
act der Karolinischen Universität mit dem
Clemens'Collegium in's Werk gesetzt wurde,
wurde M. auf kaiserlichen Befehl zum Uni» versitäts'Rector ernannt. Von Prag kam er
an die Universität nach Olmütz, an welcher
er mehrere Male die Rector» und Kanzler«
würde bekleidete. Er war sehr thätig für die
Förderung der Studien unter den Ordens»
geistlichen, deren mehrere, insbesondere aus
dem Prämonstratenserorden. zu seiner Zeit
das Bacalaureat und die DoctorwĂĽrde aus
der Theologie erlangten. Mol i tor — hie
und da auch Mol i tor is genannt — besaß
ausgebreitete Kenntnisse in verschiedenen
Wissenschaftsfächern, vornehmlich in Sprachen,
von denen er die classischen, die hebräische
und spanische genau kannte, war ein ge»
wandter lateinischer Poet und ein ausge«
zeichnet« Kanzelredner. ^Tomek (Wenzel
Wlaoiwoj), Geschichte der Prager Universität
(Prag 1849. Gottl.Haase. 8°.) S. 276 u. f. —
älovnilc QHULQ^. lisäg.Ictoi' Dr. I'rg.ut.
Ii2ä. Nisssr , d. i. Conoersations'Lerikon.
Redigirt von vr. Franz Lad. Rieger (Prag
185!). Kober, Ler. 8o.) Bd. V, S. 416. Artikel
Mol i tor Nr. 1/j — 8. Johann Thomas
Mol i tor , lebte im 17. Jahrhunderte -und
war im Jahre 1670 oder 1671 Rector der
Wiener Hochschule. Am 11. März 1673 er-
richtete er eine Stiftung, zunächst für männ«
liche Anverwandte seiner Familie, vermöge
welcher jeder derselben durch 6 Jahre oder
nach Umständen auch noch langer 50 fl.
jährlich erhalten soll. Wenn nurmehr Ein
Anverwandter vorhanden, so bezieht dieser
die gesammte Summe. Wenn zur Beziehung
dieser Stiftung Niemand sich meldet, so ist
das Stipendium zum Theile oder im Ganzen
unter Dienstmägde zu vertheilen, die bei
Doctoren der Universität gedient haben.
^Geusau (Anton Reichsritter von). Ge-
schichte der Stiftungen, Erziehungs» und
Unterrichtsanstalten in Wien von den ältesten
Zeiten... (Wien 1803. 3°.) S. 137 u.
483.) — 9. Peter Franz Mo l i tor lsiehe
S. 459 in den Quellen zu Johann Peter
Mol i tor Nr. 2). — 10. Mrich Mol i tor
(geb. zu Ueberlingen am Bodensee um das
Jahr 1326, gest. im Stifte Heiligenkreuz
bei Wien 24. April 1585). Abt Conrad I I I .
in Heiligenkreuz suchte das bereits durch die
TĂĽrkenkriege und die damit in Verbindung
stehenden Nachwehen heruntergekommene
Stift wieder einigermaĂźen zu heben und die
Zahl der Klosterbrüder, die auf? herabge«
funken war, zu vermehren. In seinem Ge»
burtsorte Ueberlingen warb er junge Studi»
rende, und unter diesen Ulrich Mol i tor ,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Band 18
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Metastasio-Molitor
- Band
- 18
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 522
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon