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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 156 -
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136 chischeLandwirthe, IX. Jahrg. (i869). S, 316. — Ueber Land und Meer. Illustrirte Zeitung (Stuttgart, Hallberger. kl. Fol) XXI. Band (1863). S. 67. — N eue frei e Presse (Niencr politisches Blatt) 1868, Nr. 1287 ^in drr „landwirthfchaftlichen Zei< tung"^l u. Nr. 1390. unter den Tagsneuig« keilen. — Meyer ( I . ) . Das große Con- versations'Lerikon für die gebildeten Stände (Hildburghauscn. Bibliogr Institut, gr. 5».) Zweite Abtheilung. Bd. I I sdaselbst erscheint Pabstcin zwei Stellen, einmal unter Va dst mit weichein b. S. 7« (Nr. 2); da5 andere Mal unter Papst mit hartem p. S. 492 lNr. 2^. — Porträte. 1) Weiland äsi.. Meyer lith. (Fol): — 2) Oiiginal-Zeich- nung ron Fritz Kriehuber. Holzschnitt. Bauer loo. Auf S. 63 in „Ueber Land und Mecr" 1568. Pabst, Johann Heinrich (Arzt und philosophischer Schriftstel ler, geb. zu Lindau im Eichsfelde 23. Jänner 4783. gest. zu Döbl ing bei Wien 23. Juli 1838). Seine Eltern waren Landleute katholischer Confession, der Vater war seiner Rechtschaffenheit wegen fast bestandig Richter der Gemeinde, die Mutter eine tiefsinnige fromme Frau von großer religiöser Entschiedenheit und von nachhaltigem Einflüsse auf ihren Sohn. Mit Aufopferung bestritten die Eltern die wissenschaftliche Ausbildung desselben, welche er auf den Schulen zu Duderstadt und Heiligenstadt und zuletzt auf der Universität in Göttingen erhielt. P. hatte mit mancherlei Entbehrungen zu kämpfen, bis es ihm gelang, einen Freitisch zu erhalten. Er studicte die Medicin, erlangte im Jahre 1807 wah- rend ununterbrochener Kriegswehen die Doctorwürde, und da der Krieg den kleinen Wohlstand seiner Eltern ganz vernichtet und in dem unter französischem Zocke seufzenden Deutschland geringe Aussicktön zum Fortkommen sich dar» boten, wendete er sich, um ein Unterkom- men zu finden, wie es schon Andere vor ihm gethan, nach Oesterreich. Im Herbste 1808 kam er nach Wien. Daselbst hatten sich aber, seit Oesterreich die deutsche Kaiserkrone aufgegeben, die Verhältnisse bedeutend geändert. Man fing daselbst an, das benachbarte, bald mehr, bald minder feindseligen Negierungen unter« thänige Deutschland als Ausland zu betrachten. Anstellungen von Fremden wurden erschwert, das auf ausländischen Universitäten erworbene Doctorat war nicht., nur keine Empfehlung, sondern blieb unberücksichtigt, es wurde nur auf österreichischen Hochschulen graduirten Aerzten die Praxis gestattet und ein auswärtiger Doctor mußte neue Studien machen und an einem österreichischen Klinikum Jahre lang prakticiren. Unter solchen Verhältnissen traf Pabst in Oesterreich ein, alle seine Hoffnungen waren gescheitert und er konnte noch vom Glücke sagen, als ihm eine darge« botene Erzieherstelle im Hause des Frei« Herrn von Moser für den Augenblick seinen Unterhalt sicherte. Er schlug also eine neue Laufbahn ein, überdieß wurde er schwer krank und genas crst im Früh« jähre 1809, als eben die Vorbereitungen zum Kriege im besten Zuge waren. Militärärzte wurden nun sehr gc-sucht. P. meldete sich auch und wurde Batail» lonsarzt. Er sollte sofort zur Armee abgehen, kam aber nicht weiter als bis nach Linz, wo schon die Nachrichten der unglücklichen Kämpfe bei AbcnSberg, Landshut. Eckmühl und Negensburg ein- getroffen waren. Alles war auf dem Rückzüge begriffen; mit einem Schiffe Verwundeter kam P. nach Wien und, beim Vorrücken des Feindes, bis nach Pesth. wo ihm die Zeitung des Spitals in Erlau anvertraut wurde. Daselbst hatten die Strapazen des Dienstes urch dieAnstrengungen der letzten Wochen den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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