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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 160 -
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Pacäk 160 Pacassi Cornova u. A. geschöpft, aber in jener Zeit. in welcher sie erschienen, trugen sie nicht wenig zur Weckung des nationalen Geistes, freilich in einer wenigst verfänglichen Form. bei. ^äiovnik N2.uon>-. It.eä. Dr. ?i-ä.nt. I,aä. Ki Ossi-, d. i. Converscltions'Lerikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Nieger (Prag 1539. I. 3. Kober. Lex. 8«.) Bd. VI, S. 3, Nr. 1.) Plicäk, Franz ^Bildhauer und Maler, geb. in Böhmen, wo er im 48. Jahrhunderte lebte). Erscheint auch Paczak geschrieben. Dieser treffliche Künstler, der in den Jahren 1720 bis 1739 in Leitomischl lebte und arbeitete, meißelte Statuen, Basreliefs u. dgl. m. in Stein, schnitzte in Holz und war ein Schüler des berühmten Tirolers und Bildhauers Mathias Braun (auch Praun), der seit 1710 in Prag arbei« tete. Pacäk's Arbeiten finden sich hau- fig in Kirchen, Kapellen und Klöstern Böhmens. Dlabacz rühmt vor allen seine prächtige, auf dem Platze in Chru» dim aufgestellte Statue der Verklärung Christi; andere Arbeiten, vornehmlich Altäre, Statuen und Kreuzweg'Statio« nen — denn Pacäk war auch Maler — findet man in der Decanats- und in der Piaristenkirche zu Leitomischl, fer> ner in der Decanatkirche zu Politzka. welche aber leider durch Brände und andere Unglücksfälle zu Grunde gegan- gen sind. Auf dem Ringplatze der letzte» ren Stadt ist auch seine Marmorgruppe: „Himtneltuhrt Marin" durch die Schönheit ihrer Ausführung bemerkenswerth. — Ein Johann Pacäk sauch Pacal t ge« nannt) war gleichfalls ein geschickter Bildhauer und ein Schüler des obge- nannten Braun. Er arbeitete viel in Schlössern, Kirchen und Klöstern des Bunzlauer. Chrudimer, Klattauer Kreises, insbesondere viel auf den Gütern und Schlössern des Grafen A. F. Spork. Im Jahre 1740 starb Johann P. in großer Armuth bei den barmherzigen Brüdern in Kukus. Es ist wohl mög. lich, daß beide Bildhauer, Franz und Johann Pacak, zu einer Familie gehören, wenn sie nicht gar Sohn und Vater sind. IIovnik QHu6n)'. lisäaktoi' Dr. I'rant. I^H. liiss^sr, d. i. Conv<,'rsatio!is«3e,rikoii. Nedigirt von Dr. Franz Ladisl. Nieger (Prag 1839. I. I. Kober, Lex. 8".) Bd. VI, S. 4. Pacassi, Johann Freiherr (k. k. Hof« baurath, geo. zu Wien, nach Anderen zu G ö rz im December !738, gest. ebenda 8. Juni 1818). Sein Vater Nikolaus war Ober-Hofarchltekt und für seine Verdienste im Jahre 1764 in den Ritter-, im Jahre 1796 in den Freiherrnstand erhoben worden. Die Verdienste waren, wie es im Diplom heißt, „daß P. nicht allein, der Erste, den Gebrauch der Steinkohlen in Oesterreich eingeführt, somit aber dem gemeinen Wesen durch Ersparung des Brennholzes einen nicht geringen alljährlichen Vortheil zugewen» det, sondern auch der alleinige Urheber der Auösindigmachung und Erzeugung des Gyps in hiesig unserm Erzherzog« thum Oesterreich unter der Enns gewe> sen, wodurch ebenfalls alle Jahre viele Tausend Gulden mehr zum Nutzen und Vortheile unserer treu gehorsamsten Un» terthanen im Lande verblieben". — Der Sohn Johann erhielt seine erste wissen- schaftliche Ausbildung im Löwen bürg« schen Institute, dann kam er an die Savoyische Ritter>Akademie. und der berühmte Mathematiker und Jesuit Karl Scher ff er ertheilte ihm den Unterricht in dcr Mathematik. Diese Wissenschaft war eS auch, in welcher Pacassi daü Trefflichste leistete und stch von ihr so angezogen fühlte, daß er in noch jungen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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