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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 163 -
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Seite - 163 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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P ach er 163 Pacher-Kärgling Jünglings anerkannte und bei steißigen musikalischen Studien ihm auch eine Zukunft voraussagte, ließ P. das juri- dische Studium fallen und widmete sich ausschließlich der Musik. Um sich, da er mittellos, fortzubringen, gab er Unter« richt in verschiedenen Gegenstanden und in der Musik, dabei nahm er selbst Unter« richt in der französischen Sprache und bei Gottfried Preyer in der Harmonie- lehre und im Contrapuncte. So hatte er mehrere Jahre ernstlich gearbeitet und auf Zureden seiner Freunde ließ er sick bei Karl Hasl inger sBd. VII I , S. 27 j^ in einer Soiree am 6. April 4843 zum ersten Male hören, zwei Wochen spater trat er in einem Concerte des Fagottisten Braun zum ersten Male öffentlich auf. Das Urtheil eines Kenners über feine Leistung in diesem Concerte bestimmte P., seine musikalischen Studien ernstlich fortzusetzen, und zu diesem Zwecke wurde er ein Scküler des berühmten Anton Halm ! M . VII, S. 237) und machte große Fortschritte. Schon in seinem ersten eigenen Concerte, das er am 43. De- cember 1844 im Musikvereinssaale gab, zeigte sich der Fortschritt, den P. gemacht. Der Erfolg war ein glänzender. Er machte nun Kunstreisen, zunächst in sei« nem Vaterlande. Einer Einladung nach Petersburg konnte er nicht folgen, da mittlerweile, 1846, die polnischen Un« ruhen ausgebrocken waren, er ging also nack Deutschland, wo er in verschiedenen Staaten und an drei fürstlichen Höfen mit Erfolg Concerte gab/Längere Zeit sehte P. feint) Kunstreisen fort, dann aber kehrte er nach Wien zurück, wo er sich dem Unterrichte in der Musik wid« met^ und zugleich als Compositeur flei« ßig war. Die 0pus-Zahl seiner Compo» sitionen erhebt sich bereits bis zu 70, welche Nummer sein Werk: „^s <?on- F'an?. A^T-ess" tragt. Es sind Etüden, Variationen. Tänze (Polka, Vg.1365 u. dgl. m.1, Concertstücke mit den üblichen Benennungen des heutigen Virtuosenthums,> als: „ 0p. 6; — „^a /)anss 0p. 14; — „ 0p. 20. Nr. 1; — , , 0p. 20, Nr. 2; — „^6 H^z- Ha?o?2") 0p. 34; — 0p. 49; — „^S5 s? Z^Hs") 0p. 62 u. f. w. Von seinen übrigen Compo- sitionen sind anzuführen: „^«ciss cis Ha5o?z", Nr. 1—3, 0p. 3, 7, 10; — „Srchs GrillN-Neliungetl". 0p. 11; — „Die Perlenschnur, grusZe (5tnde im eleganten Ftqle", 0p. 23; — „Die Debütanten. Varilltianen im leichten style", Nr. 1—3. 0p.32 u.48; — „Mellldien5chlliz. Auswahl der beliebtesten Melodien". 0p. 36. Nr. 1—9; — „GeZter- reichische Vlllk^hijmne, uuriirt". 0p. 37; — „Mlk5liet>er iiir tw5 Piano", 0p. 69, Nr. 1 : „Mein herziges M M " ; Nr. 2: „Graute Heimat"; Nr. 3: „Nenn ich in der Früh anrieh". Pacher ist ein tüchtiger Musik« lehrer und als solcher jehr gejuckt, als Virtuos gehört er der soliden Schule an. die. von Künsteleien absehend, den Geist eines Tonwerkes in sich aufnimmt und wiederzugeben sucht; als Componist nennen ihn Kenner gefällig und anmu« thig. Er hat fich mit der Tochter des Malers Johann Tobias Karglina,, Henri ette, verheirathet, die selbst die Malerkunst ausübt und, seit ihrer Ver« heirathung sich Kärgl ing > Pacher sBd. X, S. 331) nennt. Wiener allgemeine Musik-Zei tung, redigirt von Ferdinand Luib, VI I . Jahrg. (l847), Nr. 136. — Porträt. Kriehuber (t846) lith. (Wien, Spina. Halb.Fol.). PllcherMrgliug, Hmriette, siehe: Kärgling-Pllcher, Henriette l^ Bd. X, S.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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