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Hlaintner 173 Pajcr
und rintt Gheiles drs Nlllrchteldrs", vom Bi-
samberge aufgenommen; und im Jahre
1844: „Ansicht drr nurduirstlichrn NÜ5te nnn
Eriest mit den Gbenen uan Zlqnilrsa und Man-
kalrune" und „Ansicht unn Crirst nrbZt einem
Ghrile t>e°l westlichen NiiötenlnntieL". Seit
diesem Jahre hat er nicht wieder aus»
gestellt. Näheres über Lebens- und Bit-
dungSgang dieses Künstlers, dessen die
Künstler'Lerika weder unter dem Namen
Pahl nock Plattensteine r gedenken,
ist nicht bekannt.
Kataloge der Ausstellungen bei St. Anna in
Wirn. 183«, S. »8. Nr. N6; S. 17. Nr. iaa.
175; I8^U, S. IN. Nr. 52—53; I84l. S. 14.
Nr. 122. 123.
Pllilltuer, Miä'ael (gelehrter Theo.
log, geb. in Ungarn um das Jahr
4734, Todesjahr unbekannt). Im Jahre
4769 trat er nach in Oedenburg beende«
ter zweiter Humanitatsclafse zu Trencsin
in den Orden der Gesellschaft Jesu und
wurde nacb Aufhebung des Ordens
Weltgeistlicl>er. Nun kam er als Präfect
des jungen Fürsten Grassalkovics
in die Theresianische Ritterakademie, wo
er mehrere Jahre zubrachte. Später be»
kleidete er mehrere Kircbenwürden; so
war er infulirter Pro.pst zu Maria Ver«
kündigung von Bathot. Domherr, nach-
mals Großpropst zu Erlau. königl. Rath
und 5Dber-Studiendirector des Erlauer
Bezirkes, endlich Weihbischof imd seit
1822 Referent in Kirchen- und Cultus-
fachen be! der obersten ungarischen Hof-
kanzlei in Wien. Er schrieb Mehreres in
deutscher und lateinischer Sprache; so
gab er heraus: ,,(7a^o^' Z'anlaFnn
,8. ^. ^/tt?,'/s asT-sa" (Vienna 1784,
8".). leitete das Werk mit einer Vorrede
ein und fügte im Anhange ein Verzeich»
niß jener Jesuiten bei, welche didaktische
Gedichte geschrieben; ferner: 1803) 4".).
In Schediu's „Zeitschrift von und für
Ungarn" veröffentlichte er im 4. Hefte
des 1. Bandes eine „Uebersicht der in
Ungarn und dessen Nebenlandern beste-
henden kirchlichen Würdenträger, deren
Benefizien und Titel die Könige von
Ungarn ^u verleihen pslegen", und im
4. Bande: „Kritiscbe Bemerkungen zur
Literaturgescbichte Ungarns". Einige sei-
ner bei festlichen Anlassen gehaltenen
Kirchenreden, welche besonders gedruckt
erschienen sind, führt die „Vid l io-
tiieea ässoliOniÄiiÄ" auf. In
Handschrift hinterließ er ausführliche
Collectaneen zu einem Lexikon der
Schriftsteller aus dem Orden der Gesell-
schaft Jesu in der österreichischen Pro»
vinz. welche von Ioh. Nep. Stöger zu
seinem Werke: „Zoi-iptor^s I^rovinaias
^N3ti'iliokl6 F. .1." fleißig benützt worden
sind. Wann P. gestorben, ist mcht be«
kannt. Als er im Jahre 1822 Referent
in Cultussacken bei der Wiener ungari«
schen Hofkanzlei geworden, stand er
sck on im hohen Alter von etwa 68 Jahren.
5U (Vi'enuas 1853^
. 8".) p. 249.
Plljer, Anton (ungarischer Poet,
geb. zu Maklär im Heveser Comitate
Ungarns 20. Mai 1817). Sein Vater,
ein unbemittelter Steinmetz, schickte den
talentvollen Jungen in die Schule, zuerst
in Erlau, später in GyöngyöS. Im Jahre
1833, damals 18 Jahre alt, trat er in
das Erlauer Seminar, wo er die philo-
sophischen und theologischen Studien
beendete, aber schon damals seine Vor-
liebe für die Literatur seines Vaterlandes
beurkundete, die ihm bei der getroffenen
theologischen Standeswahl mancherlei
Unannehmlichkeiten von Seite seiner
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon