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Pajor 177
1862 kam er als Advocat nach Canale, im
Jahre 1863 in gleicher Eigenschaft nach Görz.
Im Jahre l867 in den Landtag und in den
Iandesausschuß wiedergewählt, wurde er im
Februar g. I . auch in den Reichsrath abge<
ordnet, wo er als Vertreter der italienischen
Nationalität, der nationalen liberalen Partei
angehörend, zu den Mitgliedern der Oppo.
sition zählt. Seine Rednergabe wird als be«
deutend gerühmt. ^Hahn (Siamund), Reichs»
raths-Almanach für die Session 1867. Erster
Jahrgang sPraa 1867, H. Carl I . Satow.
8«.) S. 129.^
ajor, Stephan (ungarischer S
ck ri ft.
fteller. geb. zu Nyök im Honter Co-
mitate Ungarns 20. Mai 1821). Sein
Vater Joseph, ein ungarischer Edel«
mann und Gutsbesitzer war zugleich
Comitatsbeamter. seine Mutter Ianka,
eine geborne Kalmar. Nachdem er
an kleineren Ortsschulen den ersten
Unterricht erhielt, ging er nach Preß«
bürg und Losoncz, wo er die philosophi-
schen und juridischen Studien beendete.
Für die Advocatenlaufbahn sich vorbe«
reitend, nahm er zuerst Dienste als Se»
cretar des Grafen Georg Apponyi,
wurde dann Comitatsbeamter und in
einiger Zeit Advocat. Er lebt meist
auf seinem Gute Kicsolom im Honter
Comitate. Schon in seiner Studienzeit
beschäftigte er sich viel mit literarischen
Studien und versuchte sich mitunter
selbst in dergleichen Arbeiten, die er
theils anonym, theils unter dem Pseu»
donym Käldor in den Journalen
ti Divatlay" u. a. veröffentlichte.
Besonders war er ein witziger und hu»
morvoller Epigrammatiker. Er wendete
ferner eindringliche Studien der unga«
rischen Volksepik zu, und Erdälyi
>M IV, S. 64) und Ipolyi Md. X,
S. 286^, ersterer in seiner ungarischen
Volksliedersammlung, letzterer in seiner
ungarischen Mythologie, berufen sich
o. Wurzbach. biogr. «erikon XXI. öfter auf seine Ansichten und Erläuterun-
gen. Meist schreibt er kleinere belletristische
Artikel für Journale und ohne sich zu
nennen. Auch hat er I. H. W. Wit«
schel's Gesangbuch in ungarischer Ueber-
setzung unter dem Titel:
költöi 0321 iinaina.^
dsui loräitäsa" herausgegeben. — Der«
selben Familie angehörend, ein entfernter
Vetter des obigen S tep h an, ist Kaspar
Pajor, der zu Ende des vorigen und
zu Anbeginn des laufenden Iahrhun»
derts gelebt, mit Ios. Kärmä.n Md.X,
S. 489^ gemeinschaftlich das magyarische
Taschenbuch „Urania", das im letzten
Iahrzehende des vorigen Jahrhunderts
epochemachend in der ungarischen 3'itera«
tur auftrat, aber schon mit dem 3. Bande
einging, herausgegeben, und eine unga«
rischeUebersetzung von Mende ls sohn's
„Phaedon, oder über die Unsterblichkeit
der Seele" unter dem Titel:
1793) veröffentlicht hat.
irok.
t, d. i. Ungarische Schriftsteller. Samm»
lung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den
ersten ergänzender Theil (Pesth 1858, Gyurian,
80 ) S. 244. — .Va^, ^vc/7i^, HIaFyaroT-s-äF
läkkai, d. i. Die Familien Ungarns mit Wap<
pen und Stammtafeln (Pesth l8L0. MorizRäth.
30.) Bd. IX, S. 9—12 ^genealogische Nach»
richten über die Familie Pajo i ) .
Pakeny, siehe: Packen!) von Kiel«
ftädtell, Friedrich Freiherr j)'. d. S. 170
dies. Bds.).
, Albert (ungarischer Publi«
cist, geb. zu Roznau im Gömörer
Comitate N.März 1823. gest. zu Pesth
10. Februar 1867). In seinem Geburts-
orte Noznau, dann zu Miskolcz, Iglau,
Leutschau, Oedenburg und Debreczin be«
endete er seine Studien. an letzterem
3. Oct. 1369.) 42
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon