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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
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200 Mffy Seite derKritik sich auch keines zu großen Beifalls erfreute. Dann schrieb er sir die Zuschriften „Nistköpsk« und „I>6Lti DivaÜHp" mehrere Novellen, welche schon besser gefielen. Nun trat er mit noch neun anderen ungarischen Schrift, stellern zusammen, welche sich gemein» schaftlich verpflichteten, von den Iourna- len sich unabhängig zu machen und nicht mehr für dieselben zu schreiben, sondern ihre Arbeiten in einer selbstständigen, „kla^ar romantikuso^" betitelten Sammlung zu veröffentlichen. Jedoch Zwiespalt unter den Verbündeten ver- eitelte die Ausführung dieses Vorhabens, das, wenn die gediegensten schriftstelleri« schen Kräfte von den Journalen sich los- sagten, in einem Lande, wie in Ungarn, wo die geistige Entwickelung lange nock nicht abgeschlossen, sondern vielmehr im Werden begriffen ist, der Journalistik immerhin Eintrag zu machen im Stande war. Nun trat er mit einem neuen Romane: »Lsksts öön^v", d. i. Das schwarze Buch (Pesth 4846, 8".), auf. worin sich bereits größerer Fortschritt sei- nen bisherigen Arbeiten gegenüber kund» gibt. Im 1.1847 redigirte er das Journal „I'sLiii llirlg.p" und beurkundete bereits ein tüchtiges publicistisches Talent, wel. ches aber erst zu seinem Durchbruche kommen sollte, als das 1843ger Jahr alle Dinge von Oberst zu Unterst kehrte. Denn bald nach Ausbruch der Wirren be> gründete er das berüchtigte Blatt: „Uar- <32ius ti-enötöäiktz", d. i. Der fünfzehnte März, mit dem Motto: „Wir brauchen keine Tafelrichter-Politik" („Asm ksN tädlabiro politilca"). Dieses Blatt wurde anfänglich nur in der Hauptstadt gelesen; mit dem wachsenden Zynismus seineS Inhalts wuchs aber auch seine Leserzahl nach außen. Das Ministerium, alle Welt wurden darin beschimpft und zuerst darin die Ideen der Republik proclamirt. In den Lesevereinen, auf dem Lande wurde in der ersteren Zeit das Blatt sogar ver« brannt; aber mit den sich überstürzen« den Ereignissen gewann es einen festeren Boden, größeren Anhang und schwang sich zuletzt zu einer solchen Macht auf, daß von verschiedenen Seiten Versuche gemacht wurden, es zu gewinnen. Cser« natoni , Palf fy 's geistvoller Altar» beiter, wurde sogar zum Ministerial» secretär ernannt. Dieser Erfolg machte P. noch kühner, noch rücksichtsloser. Als die Revolutionsregierung nach Debreczin übersiedelte, folgte ihr Pal f fy mit dem Blatte nach; später, als die Regierung nach Pesth zurückkehrte und nun Päl kfy sogar den Gouverneur (Ko ssuth) angriff, wurde das Journal verboten, Päl f fy selbst verhaftet und nach Szegedin ge< bracht. Für den moralischen Gehalt des Blattes liefert aber der Umstand, daß es für Lad. Madaraß > M XVI, S. 2,38^ j heftig Partei nahm, einen so ziemlich richtigen Maßstab. Noch vor der Waffen« streckung von Vilagos aus der Haft ent» lassen, flüchtete P. sich in's Ausland, wo er so lange verweilte, bis ihm eine Amnestie die Rückkehr in's Vaterland ermöglichte. Bald nach der Revolution erschienen von ihm: „F^/ö^ön/n^ /ick^ll/ia^l/c>^ noV6?iin") d. i. Hinterlassene Novellen eines Flüchtlings, 2 Bände (Pesth 4880). Später gab er noch, und zwar mit seinem Namen heraus: „^. /s /s^sm ks?-65^ ?sä?zz/<2«) d. i. Die Pathe des Fürsten (Pesth 1836. 8".); — „^2 a^ai 5a2", d. i. Das Vaterhaus, 2 Bände (ebd. 1833), und „^tt?7<2 l'sösn os?o?-a. HsFsw?/«, d. i. Attila. die Geißel Gottes. Roman (Pesth 1839), auch im dritten Jahrgange der von Karl Hajnik redi» girten „Sonntags.Bibliothek" (Vas^l- kön^vtär), welche bei Gustav
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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