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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 216 -
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Seite - 216 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Mffy darnach, am 19. September, der Prinz bei Guastalla den Heldentod starb, erhielt Paul Karl P. dessen erledigtes Regiment und Gencral-Majorsrang Im März 1739 wurde cr Feldmalschlill Lieutenant und Hofkriegs' rath. im September 1741 wirklicher geheimer Rath, den 15. October 1743 General der Cavallerie. 29. Juni 1754 General<Feldmar< schall und im Jahre 1763 commandirender General in Ungarn und Siebenbürgen. Er war Hlasistei- ^anltoi-uiu und ftit des Paters Tode erblicher Obergespan des Preßbnrqer Comitates und Hauptmann des dasiaen Schlosses. Der Graf war dreimal vermalt, zuerst, seit 22. November 1718 mit Varia Gräsin ^nbcnlm'g (gest. 1724); zum zweiten Male, seit 1. März 1734. mit Iostpha Grasin j)ergeü, verwitweten Gräsin ftroäkcm (gest. 1748); zum dritten Male. seit 12. Octobcr 1749, mit Nana Gräsin ^larhelnöcrg (gest. 1778). Die zweite Ehe war kinderlos, die Kinder der dritten starben in wenigen Wochen; von jenen dcr erstcn Ehe starben ein Sohn und eine Tochter in der Kindheit, zwei Töchter, Mar ia Theresia und M a< ria Anton ia. Heiratheten. erstere den Gra< fen Karl Philipp Cobenzl. letztere den Gra. fen Joseph Eßt erh äz y. — 34. Pau l (IV.) (geb. im Jahre 1389. gest. 1633) ein Sohn des Helden Nikolaus (II.) M . 27) und der Maria Magdalena Fugger. Paul wurde im Jahre 1625 Präsident dcr k. unaa> nschen Hcfkammer, welches Amt er durch 21 Jahre, bis 1646. bekleidete; zu gleicher Zeit versah er die Würde des Oberst>Landes< Mundschenken. Am 6. Februar ernannte ihn der König zum «luclex cui-iae. (Oberstland' richtet), und als im Jahre 1646 der Palatin Johann Graf Draskowich starb, zum Nachfolger in der PalatinSwürde. Als solcher entfaltete er auf dem am 21. April 1649 in Preßbura eröffneten Landtage große Umsicht und Klugheit. Die gegenseitige Unduldsam« keit der verschiedenen Religionsparteien hatte die Erbitterung der Gemüther zu gefahrdro. hender Höhe gesteigert, nur dem Tacte des Palatin Päl f fy war es gelungen, der Ver< Handlung der dringendsten Landesangelegen, heitcn den erwünschten Fortgang zu verschaffen. Schon im Jahre 1630 übernahm er die ihm von den Landesständen übertragene Oderauf' ficht und Leitung des Baues der gänzlich in Ruinen versunkenen königlichen Burg zu Preßburg, der im Jahre 1649 vollendet wurde; ferner baute er von Grund aus das Pälffy große, auch unter dem Namcn der Palffyhof 'bekannte Curialgebaude in Preßburg, das Castell zu Stampfen, stellte das Paillenstaincr Schloß — jetzt Ruine — her. errichtete das große Franziskanerkloster sammt Kirche zu Malakka, wo er auch eine mit ansehnlicher Stiftung ausgestattete Familiengruft grün» dete. Den Glanz des Hauses vermehrte er um ein Beträchtliches. Für seine Verdienste erhielt er. nachdcm er im Iabre l646 seinen Vrüdern Stephan (II.) und Johann (II.) in der Würde eines Oberaesvans des Preß. burger Comilates und des kön. Schloßhaupt« manns von Preßburg aefolgt war. am 12. März 1651 eine königliche Schenkung, mittclst wcl« cher die vorgenannten, mit reichen' Ertrag- niffen ausgestatteten Wmdcn seiner sammt» lichen männlichen Nachkommenschaft auf ewige Zeiten nach der Ordnung des Alters in Form eines Familien«Srniorates verliehen wurden. Durch Kauf brachte er an sicb die Herrschaften Plassenstein (oder Malaczka)-, Baymoth und Theben in Ungarn. MarchegZ in Oesterreich, und erhob diese — mit Äus> nähme von Bciymoib — in seinem mit königl. Cons'.'nsc versehenen Testamente zu einem Majorate, in wclckcs auch dcr in dcr biographischen Skizze seines Baters Niko- laus (II.) erwähnte goldene Becher aufgenom- men wurde. Dieser war nämlich in Beth» len's Gabor Vesitz gekommen ssü'he Ste< phan (II.). folg. Srite, Nr. 37), Bcthlen hatte den Becher dann dein Sultan zum Gc» schenke gemacht. AIs Kaiser Ferdinand I I I . mii dcn Türken Frieden schloß, wu>,de der Bacher unter jene Grscbenke aufgenommen, welche die Pforte dein kaiserl, Hofc übersandte, und kam so in die kaiserliche Schatzkammer. Kaiser Ferdinand I I I . gab abcr dann diesen Becher dem Palatin Paul zurück und rr wurde nebst dem Säbel, den Nikolaus bei der Einnahme von Raab geführt, dem Familiensideicommisse einverleibt. Am 26. Juli 1629 hatte sich Paul mit Nm'tn Fmiiztslw Gräfin Lhuci! von Vellis^j, einer Tochter des Sohnes seinerTante. Magdalena vermälten Grafin Khuen von Beläsy, vermalt, welche als Witwe im Jahre 1666 im Städtchen Pri» uicza im Neutraer Lomicate den Vätern der frommen Schulen (Picnistcn) ein Kloster sammt Kirche errichtete und diesen Orden in Ungarn einführte, wo sich derselbe große Verdienste um Schule und Unterricht erwor» ben hat. König Ph i l i pp IV. von Spanien hatte dem Grafvn Pau l den Orden des
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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