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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 224 -
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Seite - 224 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Palks 224 Palko :v.-.iöü. Seina Gemälde fanden allgemei nen Beifall und noch sind hie und da deren zu finden. WieHeinecke berichtet, hätte er Palke geheißen und erst seine beiden Söhne Franz und Kar l hatten den Namen Palko angenommen, der aucd mit einem weichen B, Balko. schrieben erscheint. — Der ältere Sohn 3-ranz, auch Franz Anton (geb. zu Breslau. gest. zu Wien im Jahre 1760). war ein berühmter Bildniß« und Historienmaler seiner Zeit. Er kam nach Mähren und der damalige Bischof von Olmütz, Graf von Troyer (l743 bis 4738). berief ihn nach seiner Residenz in Kremsier und ließ von ihm sein Bildniß makn. Als der Bischof spater nach Biünn zurückkehrte, wo er den Winter zuzubringen pflegte, folgte ihm auch P.. dahin und blieb so lange da, bis er eine Brünnerin als Gattin erwählte, mit der er alsdann seinen bleibenden Auftnthalt in Brünn nahm. Nach dem Tode seiner Gattin verließ er aber Brünn und ging zuerst nach Dresdcn, von da nach Wien, wo er als Hofmaler des Fürsten Primas Eßterhäzy bis an seinen Tod verblieb. In Brünn malte Palko viele Bild. niffe, ferner in der Stadtpfarrkirche zu St. Jacob das Hochaltarbild: „Nrr H. Illillk 5llmmi Engeln", ein Bild voll fri< schen Colorits. Für Klosterbruck im so- genannten Sommersaale den „Kaiser In- 5tph ll." und die „Kaiserin Nlarill Gln- r?5ill", mit vielen Figuren; ebenso meh- rere Altarbilder für Kirchen der Olmützer Diöcese. I n Wien malte er wieder die Bildnisse der Kaiserin Mar ia There« sia und ihres Gemals Franz l . Ste> pH an; in Preßburg im Auftrage des Hoskammerrathes von Török außer mehreren auserlesenen Stücken für dessen Privatbesitz das Altarblatt für die St. Salvatorkirche. vorstellend „Nie HH. z nnk Ignazinii" , in anderem Auftrage das Hochaltarblatt „Ner H. Stephan" . für die St. Stepbanskirche. Man rühmt an Palko's Arbeiten vor« nehmlich das herrliche Colorit; sein Pin« sel war ausnehmend weich, saftig und nicht Farbe, sondern wirkliches Fleisch. Sein hypochondrisches Temperament ließ ihn jedoch die Gesellschaft meiden,'so daß er, ungeachtet er ein großer Künstler war. dennoch fast unbekannt blieb, denn seine Collegen thaten nichts, um seinen Ruhm zu verbreiten, sondern benutzten vielmehr seine Sonderlingsnatur, um sich selbst vorzudrängen. Von seinen Schü» lern ist besonders der tüchtige Franz Korompay (Äd. X I I , S. 469) be> merkenswerte). — Sein jüngerer Bruder Karl, auch Iranz Karl (geb. 1724, gest. zu Prag im Jahre 1766. nach Anderen 1767. auch erst 1770), folgte, da er große Liebe zur Kunst zeigte und das Studium in Bresiau, wo er an der Iesuitenschule für die wissenschaftliche Laufbahn sich ausbilden sollte, aufgege. ben hatte, seinem Bruder Franz nach Preßburg, der eben zu jener Zeit sich daselbst aufhielt. Franz ertheilte ihm den ersten Unterricht in der Kunst, und da Kar l schöne Fortschritte machte, be° zog er die Wiener Kunstakademie, wo sich Bib iena des talentvollen Jung» lings in wohlwollendster Weise annahm. Im Alter von 20 Jahren malte Kar l ein größeres Gemälde: „Znditli und HM- ternes", womit er den großen Preis ge« wann. Nun machte er eine Neise nach Italien, studirte in Venedig die großen Meister der nach dieser Stadt benannten Schule, vornehmlich Crespi und Spa> gnoletto. und kehrte dann nach Preß' bürg zurück. Bald begründete Kar l durch treffliche Arbeiten seinen Künstler« ruf, die Bestellungen häuften sich von
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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