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Palko 223
mehreren Seiten, er malte Altarblätter
und Cabinetsstücke. und von ersteren fin-
den sich deren in denOrtskirchen zu Dotis,
Gotschak. Igmcmd, Tallosch, Eperies und
in andern in der Nähe Preßburgs gelege-
nen Dörfern und Märkten. I n Preßburg
selbst findet man von ihm in der St.
Salvatorkirche ein Altarbild: „Gtmstns
am Gelberge", in der Trinitarier» oder
Kreuzherrnkirche das Hockaltarbild: „Nie
Erlösung der gefangenen Christen ans türkischer
Sklaverei". Von Preßburg folgte er einem
Rufe nach Kremfiec und von dort nach
Brunn in Mahren. Nun begab er sich
nach Dresden und malte dort für die
katholische Hofkirche die Iohannescapelle
und das Hochaltarblatt: „Ner h. Iahan-
neZ, der ans den Flnthen der Moldau gezugen
und von Priestern getragln unrd". Seine
Arbeiten fanden an maßgebender Stelle
solchen Beifall, daß ihm im Jahre 1732
das Decret eines k. sächslsch.polnischen
Hofmalers ertheilt wurde. Noch arbeitete
er für den Grafen Brüh l mehrere Cabi»
netsftücke und für die polnische National-
capelle in Rom ein Altarblatt: „Ner H.
Kasimir". Von Dresden begab sich
Palko nach München, wo er im Jahre
1764 churfürstlich bayerischer Hofmaler
wurde. Nach kurzem Aufenthalte in
München begab er sich nach Prag, wo
er die Fresken der Iesuitenkirche malte.
Von anderen Arbeiten Palko's sind noch
bekannt, in der Wiener Belvedere>Galle.
rie: „Eine heilige Familie", Joseph nimmt
das Christuskind, dessen Handchen er küsset,
in seine Arme; das Bild, auf Leinwand
gemalt, ist 4 Fuß hoch und 3 Fuß 3 Zoll
breit, und in der Kirche zu St. Veit am
Vo^au im Gratzer Kreise der Steiermark
ist das Hochaltarblatt ein Werk seines
Pinsels. Nach Palko's Arbeiten haben
I . Arno ld , Balzer. Bar to lozz i ,
Ga i l la rd , I . G. Ha id , Jung-
v.Wurzdach, diogr. Lerikon, XXI. ^Ged wir th , Oesterreich. P i t t e r i , Sal»
ner, Söckler, Schmutzer. Schnitt«
ner gestochen. Palko selbst hat auch
mehrere Blätter geistreich radirt, auf
denen er sich bald nur Carolus Palcko,
dann wieder Fr. Carolus Palcko und
Xau. Palcko oder nur Palcko zeichnet;
bekannt sind: „(5hri5in5 mit der Samaritane-
rin am Brunnen". O^oöns ^?a^<?^o /so.
(gr. 8".); — „Madonna mit dem Kinde".
— „Adam empfängt ulln ißott dus K'eben".
^ a ^ O /sc. (gr. 8".), Abdrücke mit den
durch's Aetzen verdorbenen Stellen wer«
den als selten bezeichnet; — „Adam nnb
Onll tärchten Zich uur Gatt".^ "«Av. ^a/s^o /sa.
(gr. 8^.). Ueber seine letzten Lebensjahre
sind die Nacbricbten sehr schwankend,
nach Einigen (Bal lus) starb er in
München, nach Anderen in Prag. Auch
die Angaben des Todesdatums lauten
sehr verschieden.
(Quellen M Kaspar palko. N a 5 ler (G, K. Dr.),
Neues allgemeines Künstler'Lerikon (München
1839. E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. X, S. 473,
wo er mit dem Taufnamen Anton aufge,
führt erscheint. — Bal lus (Paul von), Preß,
bürg und seine Umgebungen lPrcßdurg 1823,
A. Schwaiger u. I . Landes, 8«,) S. 188. wo>
selbst er mit dem Taufnamen Kaspar er-
scheint. — Zu «Franz, auch Franz Anton.
Nagler. wie oben. S. 473 sal6 Franz
Anton) — Annalen der Literatur und
Kunst des In» und Auslandes (Wien, Doll,
8°.) Jahrg. 1810, I I I . Band, S. «39 swo
er bloß den Taufnamen Anton fichrt^. —
(Hormayr's) Archiv für Geschichte., Sta»
tistik, Literatur und Kunst (Wien. 4°.) Iahr<
gang 1817, S. 371 ^gleichfalls nur mit dein
Taufnamen Anton); Jahrg. i«2ä, S. 563.
— Meyer ( I . ) , Das große Conuersations»
Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburg«
hausen. Bibliographisches Institut, gr> l>o.)
Zweite Abtheilq. Bd. I I , S. 270, Nr. 2 fta»
selbst mit dem Taufnamen Franz Antons.
— Ba l lus . wie oben. S. 188 smit dem
Taufnamen Franz^, — Schmidl (Ao.),
Oesterreichische Blätter für Literatur und Kunst
(Wien. 4<>.) I. Jahrg. (!s44), IV. Quartal,
23. Oct. 1869.) 13
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon