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Palkomc 227 Paikovic
Ienenser Hochschule. Nach Nngarn zu»
lückgekehrt, widmete er sich dem Erzie«
hungsgeschaste und war einige Zeit als
Lehrer an der reformirten Schule zu
Losoncz und dann im-Hause des Barons
Gabriel Pronay, später in jenem des
Fürsten Porcia bei dessen Sohne Ot to
als Erzieher thätig. Da erhielt er im Jahre
4804 von der böhmisch«slavisch«llterari»
schen Gesellschaft, an deren Spitze da«
mals der Superintendent Martin Ha-
mal iar ^Bd. VI I , S. 239) stand, eine
Berufung auf den Lehrstuhl der slavischen
Sprache und Literatur in Preßburg,
welche P. auch annahm und seitdem am
evangelischen Gymnasium daselbst diese
Gegenstände vortrug. Auf diesem Posten
wirkte P. bis zum Jahre 1837. in wel«
chem Jahre Ljudevit S tu r sein Nach«
folger auf demselben wurde. Während
dieser Zeit wirkte er unablässig für die
Förderung und Entfaltung der slavischen
Sprache und Literatur unter seinen Lands«
leuten in Ungarn. Bei der Richtung,
welche die slavische Sprachforschung in
Böhmen nahm, wo man bezüglich der
Sprachreinigung auf die Zeiten Vele-
slavin's zurückkehrte, dessen Periode für
die goldene Aera der öechischen Sprache
gilt, gerieth P., der die Ansichten der
öechischen Sprachforscher nicht immer
theilte, in literarische Handel, welche er
vornehmlich mit HnevkovSkyMd.IX^
S. 67) und Ioh. Nejedly ^Bd. XX,
S. 163) und in ziemlich erbitterter Weise
führte. Ueberdieß war P. als Schrift«
steller nach verschiedenen Richtungen, in
Schriften sür das Volk, als Sprach- und
Geschichtsforscher und Nebersetzer unge»
mein thatig. Seine im Drucke erschiene«
nen Werke sind in chronologischer Folge:
« (Preßburg 1800; zweite verb. Aufl. 1810, 80.); —
s H ^ 5o?«") d. i. Muße der slovenifchen
Berge (Wa'chen 1801. 8<>.), eine Samm-
lung Dichtungen, darin auch eine Ueber-
setzmig des ersten Gesanges der I l ias;
— „^on<5sn2 <? oHovan/ H?. ci.", d. i.
Belehrung über das Impfen u. s. w.
(Preßburg 1802, 8".); — „FnämoHi
v^s<ts «Hs^H^s") d. i. Kunde des unga«
rischen Staates (Preßburg 1804, 8".),
wovon jedoch nur der erste die Geogra-
phie enthaltende Theil erschienen ift; —
H ansö
^ H.") d. i. Die heil. Schrift,
oder alle heiligen Bücher deS alten und
neuen Testamentes (1308, 8<>.); —
a. t. ci.") d. i. Auszug aus
den Landtagsartikeln, d. i. der Rechte
und Landesverfassung des Königreichs
Ungarn seit Anbeginn des 19. Jahr«
Hunderts (Preßburg 1808); — „M/ta/^
B QT'ii/b?^« H?2<3M02>?z2<?/i ^. ^lsos") d. i.
Auszug aus den Landtagsartikeln des
Jahres 1808 (ebd. 1808, 8".); — „Xa-
V?/2?!«)2/" ^ d. i. Evangelisch»
christlicher Katechismus des Augsburgi«
schen Bekenntnisses (Preßburg 1813); —
^. Hs. eis.
ac?tiHs l^/M v ^a^/^"^ d. i. Friedens» und
Freundschaftstractar zwischen Sr. Ma-
jestät dem Kaiser von Oesterreich und
dem Könige von Frankreich (1814. 8".);
" , d. i. Abwehr des Heraus«
gebers des Wochenblattes gegen die
Lasterungen seineS Angreifers u. s. w.
(1818,8".) ^nach dem «äiovnik na^iöQ^"
heißt es: NoiNvgköko, nach Doucha's
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon