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Palme 244 Palme
Folge nach Palma's Tode erschiene
ist; aber sowohl diesem Umstände un
noch mehr dem Gegenstande nach, de
das Werk behandelt, möchte diese An
gäbe ein Irrthum sein.
. 8«.) x. 230. — ^s/e?»
ri»,
LuäQs 1835, 4°.) x. 83. —
et I>rovw«:i2.Uiiiu soriptis eältis notornm
(Viennäo 1776, H.. I^osve, 8<>.) I'oiun? II I
p. 3. _^ Meusel (Ioh. Georg), Lexikon der
oomIahre 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen
Schriftsteller (Leipzig, G. Fleischer. 8°.) Bd. X,
S. 273. — (De Luca) Das gelehrte Oester«
reich. Ein Versuch (Wien 1776, Ghelen'sche
Schriften, 8".) I I . Bds. 1. Stück, S. 1. —
Oesterreichische National - Encyklo,
pädie von Gräffer und Czikann (Wien
1835, 80) Bd. IV, S. 146 n^ach dieser geb.
am 28. August 1735, die übrigen Quellen
geben übereinstimmend den 18. August an).
es nsiU26krsuäi tadläickNi, d. i.
Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth 1860. Moriz Näth. 5«.)
Bd. IX, S. 88.
Palme, Alois (der Warnsdorfer
Chronist, geb. zu N a r n s d o r f
3. März 1793, gest. ebenda 25. April
1864). Sein Vater Joseph war Fabri
kant und erzog seinen Sohn Alo is
gleichfalls für das Fabriksgeschäft. Dieser
fand nur wenig Zeit, seinen Lieblings»
Neigungen, wozu vornehmlich geschichtliche
Forschungen gehörten, nachzukommen.
Nichtsdestoweniger verwendete er seine
ganze Muße dazu, ältere Urkunden seines
Geburtsortes zu sammeln und brachte
durch Fleiß und Beharrlichkeit eine reiche
Sammlung zu Stande. I n gleicher Zeit
arbeitete er das werthvolle Materiale für
eine Geschichte seines Geburtsortes durch
und veröffentlichte das Werk: „Warns-
dorf", mit historischen Forschungen über dieses „erste Dorf" , wie es Kaiser
Franz H. im Jahre 1804 genannt
hatte. Der Bildungs- und Wiffenstrieb,
von dem P. beseelt war. ließ ihn auch
Umschau halten in anderen Wissenschaft»
lichen Gebieten, als Mechanik, Physik,
Chemie, selbst Astronomie. Eine ange»
borne Liebe zur Kunst, der cr von früher
Jugend huldigte, drängte ihn auch auf
diesem Gebiete zu schöpferischer Thätig»
keit und als Autodidact übte er nicbt
ohne glücklichen Erfolg die Aquarell»
malerei. Landschaftliche und historische
Aquarelle waren' das Ergebniß seines
eißes. und zwar Ansichten verschie«
denfter Puncte Warnsdorfs. Schlack»
tenbilder und historische Scenen, wie:
„DllndllMine's Oltllnglnneliintlng bei Nulm" ',
— „Nllplllenn's Ginzng in Nerlin"', —
„Nllplllelln auk St. Helena"; — „Mehrere
Szenen aus der Gell-Sage"; aus dem „Leben
Jesu" , wie: „Christus heilt Blinde und
lme"', — „Ohristi Einzug in Jerusalem"
u. s. w. Im Jahre 1836 vollendete P.
einen Situationsplan der Warnsdorfer
Gegend, den er auch auf eigene Kosten
herausgab, den Ertrag zum Baue des
Neuwarnsdorfer Schule widmend. P. hat
seine Erlebnisse von den Tagm seiner
Jugend an bis zu seinen letzten Lebens»
jahrm in chronologischer Folge mit be»
sonderer Rücksichtnahme auf die geschicht»
wichen Begebenheiten seines Geburtsortes
und dessen industrielle Entwickelung nie»
ergeschrieben und diese Schrift unter
em Titel: „MrnZtwrk untl seine historischen
lenkmürdigkeiterls nun dessen Gründung an bis
zum Jahre 385,0" (in Commission bei I .
homan in Böhm. Leipa und M. Adam
in Rumburg 1852. 8".). mit zwei An-
'lchten, zwei Situationsplänen und vi»r
Zeichnungen von Plänen und Wappen,
lerausgegeben; nach seinem im Alter
on 71 Jahren erfolgten Tode wurde
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon