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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 245 -
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Palme 343 Palme der Gesammtvorrath der Auflage dieses Werkes von G. E. Fröhlich's Buch. Handlung in Warnsdorf angekauft. Die zwei Reisenden Ignaz und Joseph P. ^siehe diese Seite, zweite Spalte) dürsten wohl mit Alo is P. ver» wandt, vielleicht seine Neffen sein. — Obiger A lo isP. ist nicht zu verwechseln mit dem zu Kronstadt als Controlor der Nationalbank «Filiale daselbst am 30. August 1866 verstorbenen Alois Palme, der seit den Vierziger-Iahren mehrere Journale in Wien und der Pro« vinz mit seinen mittelmäßigen Versen unsicher gemacht hat. Nordböhmischer Gebirgsbote (Rum bürg. kl. Fol.) 1864. Nr. 27: „Alois Palme" Nekrolog; Nr. 33. 35. 36, 37, 4l, 44. 48. 53 5863, Nr. 9, 10. N: „Episoden aus dem Leben des Wamsdorfer Chronisten Alois Palme' — Wiener Zeitung 1364. Nr. 166, S. 61. — Portrat. Lithographie von Gabriel Decker W Wien (1845). Palme, Augustin (Historien ma ler, geb. zu Rochlitz in Böhmen im Jahre 4809). Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt er an der Akademie in Prag. von dort ging er — nach Mül ler .Klunzinger WIahre1822. also im Alter von 43 Jahren, nach Meyer im Alter von 22'Jahren, also im Jahre 4831 — nach München, wo er unter der besonderen Leitung des Professors Schnorr arbeitete. Nach mehrjährigem Studium in München be« gab er sich nach Italien, wo er längere Zeit verweilte und in Rom das größere Gemälde: „Ner kleine NtoZes, mn der Wut- ter drn Wellen preisgegeben, während die Schwerter dir herannahende Künigstuchter be> llbachter" vollendete. Von Rom kehrte er nach München zurück, wo sich ihm bei den damaligen Monumentalbauten, die auf König Ludwig's I. Befehl auSge« führt wurden, reichliche Beschäftigung darbot. So arbeitete er zunächst im nördlichen Residenzstügel, dem sogenann- ten Saalbau, das große Wandbild im Barbaroffasaale: „NerGiMg des siegreichen Naisers in daZ bezwungene Mailand", welches Werk er im Jahre 4840 vollendete. Spater malte er im Saale K a r l's des Großen, diese Wandgemälde find meist m enkaustischer Manier ausgeführt. Von seinen Oelgemälden sind bekannt: „Nie Verklarung Ohristi zwischen NIu3r5 nnd Gliaz"', — „Nie Nekehrnng MrbertL" und „Nie Ve- stittignng seines Grbens", beide für das Prä« monsiratenserstift Schlägel in Oberöfter' reich' — „Her heilige Olllllinan" und „Nie der Schlange den Napf zertretende Jungfrau Maria", zwei Altarbilder für Böhmenkirch im württembergischen Donaukreise; — „Me Vnmülnng der heiligen Katharina"; in Fresco malte er für die Kirche von Vierzehn- heiligen in Franken: „Nie Uegende nun den vierzehn Heiligen". Palme's Werke zeich» nen sich nach dem Ausspruche der Kritik durch milden Künftlergeift. Schönheit des Ausdruckes und besonderer Anmuth der Farbe aus; er ist ein gemüthvoller Künstler, der seinen Gegenstand mit Liebe erfaßt und mit Treue und Ernst zu Ende führt. Kunst.Blatt (Stuttgart, Cotta, 4o.) t848, S. 140. — Deutiches Kunstblatt 1330, S. 35 u 115, — Förster. Geschichte der deutschen Kunst. S.^ 5. W4. — Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt von Dr. Karl Klun» zinger (Stuttgart 1860, Ebner u'. Seubert, gr. 8«.) Bd. I I I , S. 223. — Meyer (I.), Das große Conversations-Lerikon für die ge» bildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8°.) Zweite Abtheilg, Bd. I I , S. 325. Palme, auch Pallme, Ignaz und Joseph, Brüder Meisende, beide auS Rumburg in Böhmen). Ignaz sgeb. um das Jahr 1810) erlernte die Hand- lung in Trieft, dann ging er mit einer
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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