Seite - 280 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Bild der Seite - 280 -
Text der Seite - 280 -
Püf 280
8«.) Bd.I, T. 333. — k>i>ot62taii5
QQxtäi-, d. i. Protestantischer Bilder<Kalen'
der (Pesth. gr, 8«.) Jahrg. 1837, S. 4^. —
Pester Lloyd 183ö, Nr. 195. im Feuille»
ton: „Den Manen eines Hochverdienten" ftie»
seui Aufsatze zufolge wäre er bereits 1857
gestorben; dem ist nicht so. Stephan Pap
starb erst 1864). — Porträte, 1) Mit Facsimile
des NllmenszugeS. Lithographie (Pestb 183^.
Engel u. Mandcllo); — 2) Unterschrift.- 820-
do22lai ?a^ Ilztvän I)edreo2oui lislorm.
I'reälkäto'r (Facsimile). Baron Ferdinand
Lütgendorf se. 1827 (4».). Im Holzschnitt
0. A. d. Xylographen im 3?lot65ta.u5 1:6^62
naxtär für 1857 und in verschiedenen unga«
rischen illustr. Blättern.
Pap, siehe auch: Papp.
Papai-Pariz, siehe: Pariz-Papai.
Papilla, Paul, siehe: Dimich von
Papillll, Paul Freiherr sBd.III,S.306^.
Papp, Ludwig Freiherr (General-
Major und Ritter des Maria There-
sien.Ordens, geb. zu Prag im Jahre
1731. gest. zu Arad in Ungarn 4. Fe<
bruar 1814). Sein Vater war Officier.
auch der Sohn trat in die kaiserliche
Armee, und zwar im Jahre 1766 als
Cadet in das 34. Infanterie-Regiment
Haller, in welchem er bis zu seiner Be-
förderung zum Obersten, im Jahre 1806,
also durch volle vierzig Jahre, gedient
hatte. Den bayerischen Erbfolgekrieg
hatte P. als Lieutenant, den Türkenkrieg
1788—1790 als Hauptmann rnitge.
macht; im April 1799 wurde er zum
Major, bald darauf zum Oberstlieutenant
befördert. Zu verschiedenen Malen hatte
sich P. durch seine Tapferkeit ausgezeich-
net, so in dem Gefechte, welches am
1. Mai 1788 in der Walachei bei Titesti
im Thale der Pripora Gaura stattgefuw
den hatte; dann im Gefechte bei Boza
am 3. August 1789 und noch bei mehre-
ren anderen Gelegenheiten. Im Feldzuge
des Jahres 1800 gegen Frankreich er-
kämpfte er sich bei Engen, am 3. Mai, das Ritterkreuz des Maria Theresien-
Ordens. Der Feind hatte unseren Trup.
pen, welche dcn Galgenberg besetzt hiel»
ten, denselben entrissen und sie zersprengt.
P., die Wichtigkeit dieses Postens erken-
nend, ging nun aus freien Stücken, ob«
wohl er bereits den ganzen Tag über im
Gefechte gestanden und seine Truppe
schon erschöpft war, an die Wiederge»
winnung der von den Unseren verlorenen
so wichtigen Position. Er sammelte so»
fort die zersprengte Truppe, ordnete sie,
erklärte ihr die Wichtigkeit der Stel-
lung auf dem Galgenberge und for»
derte sie nun auf, den Berg mit dem
Bajonette im Sturm zu nehmen. Da
jedoch die Uebermacht des Feindes gegen
seine zum Sturm zu führende Abtheilung
zu groß war, forderte er noch den
Oberst von Schönthal , der mit zwei
Bataillons vom Regimente Stein etwa
1000 Schritte entfernt von ihm aufgestellt
war. auf, ihn in seinem Sturmangriffe
zu unterstützen, und zwar den Feind in
der rechten Flanke anzugreifen, was auch
geschah. Der Galgenberg wurde von den
von Papp angeführten Truppen auch
wirklich im Sturm genommen und fortan
diese Stellung behauptet. Dieß war aber
wichtig: weil, wenn der Feind im Besitze
des Galgenberges geblieben wäre, so
wären nicht nur mehrere Tausend Mann
der Unseren bei der schmalen Passage
durch Engen in seine Hände gefallen, ja
es würden sogar das Hauptquartier und
die Artillerie-Reserve in die größte Gefahr
gerathen sein. Aucb noch am Abend des«
selben Tages, welchen über der Kampf
auf beiden Seiten blutig geführt worden,
wurde durch Papp's rechtzeitiges und
wieder freiwilliges Eingreifen in das
Gefecht empfindlicher Nachtheil abgewen«
det. Drei Bataillone der Regimenter
Beaulieu, Murray und Württemberg
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon