Seite - 281 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
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281 Pappenheim
waren bereits nahe daran, vom Feinde
aufgerieben zu werden. Als Papp, der
mit seinen wegen Erschöpfung abgelösten
Truppen im Nucken der Reserve Stel»
lung gewonnen hatte, die fliehenden Ba-
taillone gewahrte, nahm er dieselben
sofort auf und führte sie in ihre Position
zurück, ließ dann noch hundert Freiwillige
vortreten, mit denen er auf den Feind
losging, der nunmehr jede weitere Beun«
ruhigung der Unseren einstellte. I n der
66. Promotion (vom 18. August 1801)
wurde P. für seine Waffenthat mit dem
Maria Theresien»Orden ausgezeichnet.
Noch focht er in der Schlacht bei Aspern,
1809. als Oberst mit. wurde bald darauf
zum General.Major befördert, trat aber
noch vor Ablauf genannten Jahres in
den Ruhestand über. Im Jahre 18!3
erfolgte den Statuten des Ordens gemäß
seine Erhebung in den Freiherrnstand.
Freiherrnstand s»Diplom vom 12. Ocwber
i813. — Hir tenfeld (I .) . Ter Militär,
Maria Theresien'Orden und seine Mitglieder
(Wien tä37, Staatsdruckerei, kl. 4«.) S, 678
u. 1744. — Wappen. In Blau cin blank ge.
harnischter Arm, der in seiner Hand einen
zum Streite gerichteten Säbel an goldenen:
Griffe hält. Auf dem Schilde ruht die Frei.
herrttkrone, auf welcher sich ein in's Visir
gestellter gekrönter Turnierhelm erhebt. Auf
der Helmkrone steht eine Taube natürlicher
Farbe, einen dreiblättrigen grünen Zweig im
Schnabel haltend. Die Helm o eclen zu bei.
den Seiten sind blau. mit Silber unterlegt.
Pltjipaur, Augustin (BenedicIiner
des Stiftes Melk. geb. zu Zwettet in
Oesterreich im Jahre 1794). Trat,
17 Jahre alt, nach zurückgelegten philoso«
Phischen Studien im Jahre 1813 in das
Noviziat des Benedictinerstiftes zu Melk,
in welchem er nach beendeten theologischen
Studien die Priesterweihe erhielt und
sich nun dem Lehramte widmete. Seit
1818 am Stiftsgymnasium angestellt,
trug er eine lange Neihe von Jahren die Humanitatswissenschaften vor. Seine
schriftstellerische Thätigkeit entfaltete er in
kleineren humanistischen Aufsätzen, welche
mehrere Jahre hindurch inEbersb erg's
„Feierstunden" abgedruckt standen, und
sich durch Geschmack und Auswahl, durch
Kürze und Anmuth des Styls und na»
mentlich durch ihre vorherrschend sittliche
Tendenz auszeichnen. Neberdieß war er
ein tüchtiger Philolog und unternahm
es, einzelne Classiker, welche am Gymna»
sium vorgetragen wurden, für die studi»
rende Jugend zu bearbeiten. Von solchen
Bearbeitungen ist im Drucke erschienen:
Volumina äuo (Visunae 1833)
8". ma^.); mehrere andere hatte er zur
Herausgabe fertig liegen, sie scheint aber
nicht erfolgt zu sein.
Feierstunden. Nedigirt von I, S. Ebers«
berg (Wien. 5°) Jahrg. 1333. in der Bei»
läge: „Blätter zur Nebung deS Scharfsinnes
u. s. w", Nr. N. S. 29?: „Pappaur. I n
Schrift, Lehre und Wirkm zu nützen sein
Ziel".
illl, Karl Theodor Friedrich
Graf (Ritter des Maria Thecesien-Ocdens,
geb. 17. März 1771, gest. auf seinem
Schlöffe Pappen heim 26., nach O et>
tinger's „Nonitour äeZ Oatez" IV,
x. 93, am 27. August 1833). Der Graf
trat im Jahre 1783. erst 12 Jahre alt.
in ein kaisecl. Cavallerie<Regiment und
rückte mit demselben 1784 in den Kampf
in die Niederlande. Im Jahre 1789
war er bereits Rittmeister bei Erzherzog
Iohann.Dragoner und stand bei dem
damals in Galizien aufgestellten Obser«
vationscorps. Im Jahre 1792 versah er
bei der Kaiserkrönung Franz I I . in
Frankfurt den in seiner Familie erb«
lichen Dienst eines Reichs-Erbmarschalls,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon