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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 289 -
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Seite - 289 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Paradis 289 Beim Eintcitte in ein fremdes, worin sie vorher nie gewesen, wußte sie gleich, ob es groß oder klein wäre; war sie bis in die Mitte desselben gekommen, so konnte sie auch seine Form angeben. Auf der Straße merkte sie es gleich, auch bei der größten Luftstille, wo eine Seitenstraße kam. gab die Fensterzahl der Hauser an. im Freien unterschied sie Gebäude, Bäume, Gärten, und ob letztere mit Planken oder mit Staketen umgeben waren. Die Stoffe und Farben zu ihrer Kleidung wählte sie immer selbst, besuchte mit großer Vorliebe das Antikencabinet, bildete sich durch Befühlen der Statuen eine vollkommene richtige Vorstellung und urtheilte darüber mit Geschmack und Verstand. Und Alles bei völliger Blindheit, denn der sckwarze Staar hatte ihre Sehkraft gänzlich vernichtet. Journal von und für Deutschland, heraus» gegeben von v. Bibra, I I I . Jahrg. (1786), S. i u f.: „Biographische Nachrichten über Fräulein von Paradis", uon Göckingk. — Fu h cmann (W. D.), Edelsinn und Tugend» höhe der schönen Weiblichkeit (Halberstadt 1820. 8«.) S. 31 u, f. — Meusel (Johann Georg), Deutsches Künstler-Lenkon, Bd. I I , S. ll6. — Hanslick (Eduard), Geschichte des Concertwesens in Wien (Wien 1809, Braumüller, gr. 8°.) S. 123. — Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar, Bernh. Friedr. Voigt, 8".) I I . Jahrg. (1324). 2. Theil. S. l062. — Piehnigg (Franz), Mitthei, lungen aus Wien (Wien. kl.80.) Zal^-g. l333. Heft 3. S. 25, im Artikel.- „Die jungen Blin» den in Frankreich" ^daselbst heißt es, daß sie 1684 in Paris sich auf der Orgel hören ließ; das ist ein Irrthum um ein volles Jahrhun- dert, da es 1784 geschah). — Feierstun» den. Redigirt von Ebers berg (Wien, 8») Jahrg. 183l, Nr. 102: „Merkwürdige Blinde". — Graffer (Franz), Neue Wiener Local. fresken (Linz 1847). S. 40 u. f.: „Das blinde Fräulein Paradis als Buchdrucker". — Der» selbe. Wiener Dosenstücke (zweite Ausgabe, Wien 1832. 8°.) S. 231: „Fräulein Paradis". — Realis. Curiositäten« und Memorabilien« Lrxikon von Wien (8°.) Bd. I I , S. 233. — Schindel (Carl Wilh. Otto Aug. v.), Die v. Wurzbach, biogr. Lerikon. XXI. ^Gcd deutschen Schriftstellerinen des neunzehnten Jahrhunderts (Leipzig 1825, BrockhauS. 80.) Bd. I I , S. 73; Bd. I I I , S. 223. — Neues Universal<3erikon der Tonkunst. Ange< fangen von Dr. Julius Schlad ebach , fort» gesetzt von Eduard Bernsdorf (Dresden 18Z7, Rob. Schäfer, gr. 8°.) Bd. I I I , S. 132. — Gerber (Ernst Ludwig), Historisch-biogra. phisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1790, 1. C. I . Breitkopf, gr. 8«.) Bd. I I , Sp. 76. — Derselbe. Neues historisch'biografthi» sches Lerikon der Tonkünstler (Leipzig 1813. A. Kühnel. gr. 8°.) Bd. I I I , Sp. 633. — Gaßner (F. S. Dr.), Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande . (Stuttgart 1849, Frz. Köhler. Ler.8<>.) S. 673. — (De Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1778. v. Trattnern. 8<>.) i . Bds. 2. Stück. S. 236. — Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1833. 8".) Bd. IV, S. lös. — Sammler (Wiener Journal, 4«) 1810, S. 39. — Meyer (I.). Das große Conversations-Lerikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8<>.) Zweite Abtheilg. Bd. I I , S. 336. — No u- Vkilo Ilio zraxkis F6n6ra,Is . . . PU" bliss xar ÄÄ. ^ii-mw Diäat krörss, Zous 1a äirsction äs 21. !s Dr. 2osliii7 (?g,i-i5 1330 et2S<i., 8«.) loms XXXIX, 9. 182. - Hermannstädter Zeitung 1863, Nr. 119: „Aus dem Stammbuche des Fräulein Para» dis" ^enthält Statnnibuchblätter von Hufe« land, Pfeffel. G. A. Bürger. Oottlieb Meißner. Geßner. Zollikofer, Spal« ding u. A.^. — Porträt. Ihre Silhouette vor ihren zwölf Liedern, auf ihrer Reise in Musik gesetzt (Leipzig 1786). PllrllVia, Pier Alessandro (Schrift- steller, geb. zu Zara in Dalmatien 13. Juli 1797, gest. zu Tur in 18. Mär; 4837). Paravia's Vater stand als Oberst in venetianischen Diensten, jedoch gehört die Familie zu den Eingebornen Dalmatiens. I n Corft vermalte sich der Vater mit Anna Zech.Missevich und aus dieser Ehe stammt Peter Alexander. Mit den Eltern verlebte P. seine Kinderjahre, zuerst in Spa- lato, spater in Zara, wo sich der Vater bleibend niederließ. Nach den politischen 24. Nov. 1369.) 19
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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