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302 Pärh-Päpai
dazu beigetragen, das bereits sinkende
Interesse für die Harfe und ihre Vir>
tuosen wieder für einige Zeit zu beleben."
Seine gedruckten Compositionen sind
sehr zahlreich. Sein „Honzism?- cls
2^5?lon2'« trägt die Opus-Zahl 88. Auch
hat er die Herausgabe einer Sammlung
der vorerwähnten orientalischen Volks«
lieber begonnen, deren erstes Heft:
„äouvenir äu VoLpors^ V-äur", die
Oxus-Zahl 62 weist, sie führt den Titel:
6«. ^«^«26 6? sn ^H«'s ^Tl.z^e^T's" und
ist bei Mechetti in Wiön. der noch
mehrere andere Werke dieses Künstlers
verlegt hat. erschienen. Sein ungedruckter
Nachlaß, der aller Wahrscheinlichkeit nach
bei der in Wien ansässigen Familie seiner
Gattin aufbewahrt ist, dürfte in Anbe«
tracht seines Fleißes im Componiren.nicht
unbeträchtlich sein.
Neues Universal»3erikon der Tonkunst.
Angefangen von Dr. Julius Schladebach,
fortgesetzt von Eduard BernSdorf (Dresden
1836, R. Schäfer, gr. 8".) Bd. I I I , S. 185;
Nachtrag S. 282. — Porträt. Stahlstich von
Münz er (Leipzig, gr. 4-".).
Mriz-Mpai, Andreas (Arzt, geb.
zu Nagy«Tnyed im Jahre 1703. gest.
zu Klausen bürg im Jahre 4763).
Ein Sohn des berühmten Franz Pariz-
Päpai (geb. zu Dees in Siebenbürgen
im 1.1649. gest. zuNagy-Enyed 10. Sep-
tember 4716). Der Vater Franz. der
sich vornehmlich an ausländischen Hoch«
schulen gebildet, in Heidelberg das Docto-
rat der Philosophie, in Basel jenes der
Medicin erlangt hatte, war seit 1673 bis
1716 Professor der griechischen Sprache,
3er Physik und Logik am Collegium zu
Nagy-Enyed. Er war eine Zierde des
Lehrkörpers, ein trefflicher Theolog, ein
gründlicher Historiker, ein sehr geschickter
Arzt, mit einem Worte ein Polyhistor jener seltenen Art. wie deren das 17. und
18. Jahrhundert Etliche aufzuweisen hat.
Von seinen zählreichen Schriften sind
anzuführen:
.1684, 12"); — „^an Qo^T-is" Miau-
äioxoli 1690 u. noch öfter, 8".); —
^aa? ^?as« (Mä. 1696, 12o.); __
„^an ss^lt^)-z" (idiä. 1698 u. auch
1760,8".); — „^an <?^azs"
sidiä. 1710,,
12".); ___ ^ „ /,s)-a^isw" stdiä. 1693,
120.) ; —
1710, 80., u. noch öfter);
ein halbes Jahrhundert nach seinem Tobe-
gab Petrus Bod aus P3.riz.P2.pai's
hinterlassener Handschrift mit einigen
Zusätzen heraus: ^^?-c?6??/l' F'smHs",
d.i. Der Phönix Siebenbürgens (Oibinii
1767, 8o.), in welchem Werke die Anna-
len der Buchdruckerkunst Ungarns, die
Angaben der einzelnen Druckereien, der
Buchdrucker in Ungarn u. s. w. enthalten,
sind, eine für die Bibliographie und
Literargeschichte Ungarns sehr schätzens«
werthe Arbeit. — Sein Sohn Andrea s
besuchte auch daS Ausland, studirte in
Frankfurt a. d. O. Medicin und erlangte
im Jahre 1732 die medicinische Doctor<
würde. Er ging nun auch nach Leipzig,
Magdeburg, wo er aber weniger im
Eifer für die Wissenschaft die Collegien
berühmter Professoren besuchte, als viel«
mehr sich einer ausschweifenden Lebens«
weise hingab, in Schulden gerieth, für
deren Bezahlung das ganze, nicht unbe»
trächtliche Erbe, das ihm seine Eltern
hinterlassen hatten, verwendet werden
mußte. So groß seine Kenntnisse und
seine ärztliche Geschicklichkeit auch waren,
bei seiner Lebensweise halfen sie ihm
wenig, und verlassen von Allen, endlich
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon