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Paris 303 Varis
mit bitterer Noth kämpfend, starb er zu
Klausenburg im Alter von 60 Jahren.
Im Drucke' sind von ihm erschienen:
1744, 40.); —
5. aä Viaäoius 1732, 4".). auch
gab er seines Vaters oberwähnte Schrift
„?ax corpore" im Jahre ^l7o6 in er>
neuerter und verbesserter Auflage heraus.
P. hatte mit großer Mühe und Ausdauer
ein HsrdHrium vivum, der in Sieben«
bürgen vorkommenden Pflanzen gesam»
melt', dieses wie die ungemein reichhaltige
Bibliothek seiner Familie hat er der
Bibliothek des Collegiums zu Nagy-
Enyed legirt, wo sich dasselbe noch im
Jahre 4848 befand.
1774, Zouimsi-, später
-1787, i'ra.ttQsr», 8".) Osnturia tsrtia, tomus
^U2rtu5, x. 230 ^über den Vater Franz
siehe: ebenda, Osuwria.prima,?. 124, ^lr. 63^>.
yt ploviueialiuN seriptis säiti'^ notoi'tim
(VisuuüO 177S, ^.. I^oe^vs, 8".) ?om. I I I ,
x. 32. — ^laz^Hr iroli. Ni6tr^2-F)'ü^>
Danislli? «762s«/^ d. i. Ungarische Schrift
steller. Sammlung von Lebensbeschreibungen.
Von Jacob Feren czy und Joseph Daniel ik
(Pesth 1836, Gust. Emich. 8«.) Bd. I, S. 453.
iää^töl ^
HolbnkoriK rövjä, 6i5a<1ä3l)2.u, d. i. Geschichte
der ungarischen National'Literatur von der
ältesten Zeit bis auf die Gegenwart (Pesth
1864—1865, Gust. Emich. gr. 8".) S. 87. 90
u. 97. — Ungarischer Plutarch oder
Biographien merkwürdiger Personen des Kö-
nigreichs Ungarn. Aus authentischen Quellen
geschöpft und . . . dargestellt von Carl Vinc.
Kölesy und Jacob Melzer (Pesth 1816.
Ios. Egaenbcrger, 8°) Bd. I I , S. 13 l. —
Oesterreichische National < Encyklo»
pädie von Gräffer und Czikann (Wien
1535, 8<>.) Bd. IV, S. t-7.
Noch sind anzuführen: 1, Anton Paris
(geb. zu Salzburg um 1730. gest. um 1800). Domorganist in Salzburg und ein geschickter
Musicus, der für die Orgel mehrere Messen,
Litaneien, Offertorien und andere Kiichenstücke
componirt hat. Er war zugleich Musiklehrer,
unterrichtete im Pianoforte. für lvelches In»
strument er gleichfalls Mehreres, insbesondere
für den Unterricht, geschrieben hat. ^Pi l lwein
(Bl'neoict). Biographische Schilderungen oder
Lexikon Salzburgischer, theils verstorbener,
theils lebender Künstler u. s. w. (Salzburg
1321, Mayr, kl. 8«.) S. 18t.) - 2. Johann
Par is (geb. in Böhmen 1829. gest. zu Prag
20. Mai 136l). war nach beendeten philoso-
vhischen Studien einige Zeit Cleriker des rit«
terlichen Malteserordens, trat aber dann aus
demselben und begann daS Studium der
Rechte an der Prager Hochschule. Später
ging er nach Wien und wurde dort Collabo»
rator an der kaiserlichen Hofbibliothek. Mit
großer Vorliebe betrieb er seit längerer Zeit
die Hilfswissenschaften der Geschichte, war
besonders ein tüchtiger Numismatiker und
sammelte mit Glück Münzen und Autographe.
Außer einigen kleineren Arbeiten für die belle-
tristische Zeitschrift ^I^umir" hat er in den
n?HW2tk^ ai-ekaooloFicks" ^^^ Monogra»
phie der Burg Rohosec und eine genealogische
Skizze über die Grafen von Desfours»
Walderode veröffentlicht. Ueber einer grö<
ßeren Arbeit, einem „Handbuch für Autogr«"
phensammler", überraschte ihn im Alter von
erst 32 Jahren der Tod. — 2, Sein älterer
Bruder war Bildhauer und berechtigte als
der beste Schüler des Meisters Joseph Max
sBo. XVII , S. 166) zu großen Hoffnungen.
Leider fand er vor einigen Jahren beim Baden
den Tod in den Wellen der Moldau, eben
als ihm sein längst ersehntes Ziel, die Mög»
lichkeit einer baldigen Neise nach Rom, winkte.
Wiener Zeitung (gr.4°.) 1861. Nr. l21.
S. 1915.) — 4. Par is von Giu l ian i (geb.
im Jahre 1?41. gest. zu Klagenfurt 8. April
1810), war Professor der Mathematik, Di»
rector des philosophischen Studiums am 3y»
ceum zu Klagenfurt und Bibliothekar daselbst.
Er war in seiner früheren Zeit Mitglied des
Ordens der Gesellschaft Jesu, Astronom zu
Landshut und kam an das Lyceum zu Klagen»
fürt, wo er über vier Iahrzehnde im Lehramte
wirkte. I n früherer Zeit war er vielfach als
Fachschriftsteller thätig, hat außer zahlreichen
astronomischen Beobachtungen, welche in
Hell 's „Ephemeriden" abgedruckt stehen, ein
selbstständigee Werk: „Verbesserte Markschei«
dekunst" (Wien «799 sBarth in Prag), mit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon