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der heutigen Loudon-, jetzt Herrengaffe,
im ehemaligen S chönb orn'schen Pa»
!ais in der Alservochadt, mit kurzen
Unterbrechungen bis zum Jahre 4862
geleitet und dabei ihrerseits mannig«
faltige Opfer gebracht, andererseits
aber manchem Talente Gelegenheit ge-
boten, sich für die dramatische Lauf«
bahn auszubilden; so gingen aus dieser
Schule der junge Fichtner, die spater«
hin in Petersburg verstorbene Jel la ,
Frau Kierschner, jetzt Mitglied des
königlichen Theaters in Berlin. Iau»
ner, jetzt beliebtes Mitglied der Dresde«
ner Hofbühne, neben manchen Anderen
hervor. Als im Jahre 4862 das Schön-
born'sche Palais anläßlich der in Wien
stattfindenden baulichen Umgestaltungen
demolirt wurde, löste sich dieses Dilet»
tanten.Theater auf. Später führte die
Baronin ein paar Jahre die Direction
in dem neuerbauten Harmonie-Theater,
jetzt Orpheum. legte aber dieselbe, nach«
dem sie auch da vergebliche Opfer ge»
bracht, nieder.—Johann Baptist's (I.)
Bruder Joseph Andreas (geb. 7. Juni
4784. gest. 29. März 1864) hat sich als
Pomolog einen Namen gemacht ^siehe
die Quellens. Joseph Andreas hat
aus seiner Ehe mit Rosalia gebornen 5ö>
lentvanger (geb. 4787, gest. 26. Mai
4863) zwei Söhne, die noch leben, hin«
terlassen, Moriz (geb. 7. Jänner 1840),
k. k. Zandesgerichts.Affessor außer Dienst,
und Joseph (geb. 42. Juni 4843 oder
4843, denn beide Jahre sind in verschie«
denen Jahrgängen des „Genealogischen
Almanachs der freiherr l i chenHäuser"
angegeben), k. k. Major in der Armee.
Adelstands<Diplom für Joseph Vene.
dict Vasqualat i vom 10. März l?77. —
Ritterstanos'D iplom für denselben vom
9. Februar 1784. — Freiherrnstands-
Diplom für denselben vom 12. Februar
1798. — Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser
(Gotha. Iustus Perthes, 32«.) Jahrg. 1833.
S. 3l8. — Me Pasqualati'sche Pflanzen-
Cnitur-An statt. Dieselbe bestand seit den
Dreißiger<Iahren und wohl auch schon früher
in den freiherrlich Pasqu alati'schen Häu«
sern, vormals Nr. 123, 126 und 169 in der
Wiener Vorstadt Rossau. Sie war ausge»
zeichnet durch die reiche Auswahl der schön»
sten Blumen und Früchte, welche durch das
ganze Jahr bei ihr zu beziehen waren. Eine
ausführlichere Beschreibung dieser einst be,
rühmten Anstalt, deren Besitzer es sich ernst,
lich angelegen sein ließ und kein Opfer scheute,
sie nach allen Seiten hin zu erweitern und
mit den verschiedenartigsten Specialitäten aus
fremden Ländern auszustatten, enthält die
„Oesterreich National-Encyklopädie", Bd. IV,
S. 159. Besitzer derselben war der schon er-
wähnte Joseph Andreas Freiherr von
Pasqualat i , der als Blumist und Pomo-
log anerkannt war. Mit seinem im Jahre
1864 erfolgten Tode scheint auch dieser Rest
des alten Wien eingegangen zu sein. —
Wappen. Ein goldener, mit einem doppelten
schwarzen goldgekrönten Adler belegter Schild.
Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone,
auf welchem drei goldgekrönte Turnierhelme
sich erheben. Auf der Krone des mittleren in's
Visir gestellten HelmS steht der Adler deS
Wappenschildes; aus jeder Krone der beiden
nach innen gestellten Helme wallen drei Sirau-
ßenfedern, und zwar je eine schwarze zwischen
goldenen. Die Helmdecken sind durchwegs
schwarz mit Gulo belegt. Unter dem Schilde
schlingt sich ein weißes Band, auf welchem
in schwarzer Schrift die Devise-. 8u5tino
st Hh5twL, zu lesen ist. Schild Halter sind
zwei gold. und schwarz quergetheilte zurück»
sehende Greife.
Pllsquali, Calixt (Ingenieur,
geb. zu Luzzara im Gebiete von Man«
tua im Jahre 1779, gest. ebenda 19.Sep.
tember 1837). Sein Vater Friedrich
war selbst ein tüchtiger Geometer. Im
Jahre 1800 beendete der Sohn Calixt
den mathematischen Curs an der Hoch«
schule zu Parma und bildete fich unter
dem berühmten AbateMari vornehm»
lich in der Hydraulik aus. Im Jahre
1802 wurde P. bereits von der damals
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon