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Pasquich 322 Pasquich
lischen Aufführungen mitzuwirken. Dort
componirte er auch im kurzen Zeitraume
von zwei Wochen seine Messe: „6an6a
I/an'a", welche in Innsbruck mit großem
Beifalle aufgeführt wurde. Der berühmte
Adolph Hasse, genannt 51 Kassone,
welcher sich damals auch im erzherzog«
lichen Gefolge zu Innsbruck befand,
spielte den Orgelpart. Außerdem compo»
nirte Pasqui noch über fünfzig Messen,
deren jede er nach dem Namen eines
Heiligen bezeichnete, ein Mssrers^
sechs Festvespern, viele Psalmen, Hym<
nen, Nesponsorien und mehrere Lita«
mien der h. Mutter Gottes in verschiede'
nen Tonarten. Noch lange nach seinem
Tode wurden Messen PaSqui'S zur
Aufführung gebracht, so deren vier von
Paisiel lo in Neapel, und mehrere von
Jacob Gottfried Fer rar i , einem gebor«
nen Roveredaner und spater Musiklehrer
in London, der in seinen Iugendjahren
Pasqui 's Schüler gewesen. Der größte
Theil von Pasqui 's Werken dürfte
wohl im Musikarchive der San Marcus»
kirche zu Roveredo aufbewahrt sein.
rio äol ^irolo it2,UaQo (?2.äua 1836, xr. so.)
p. 588: ^VloFio 8tori<:o äi voniLnico ^cr«^««.'
ser!tt,o äu,
Pllsqmch, Johann (Mathemati-
ker und Astronom, geb. zu Wien im
Jahre 1739, gest. ebenda 13. December
1829). Nach Fejör, der jedoch keine
Quelle seiner Angabo bezeichnet, <ware P.
aus Kcain gebürtig und nachdem er die
Theologie studirt. Priester der Agramer
Diöcese gewesen. Er wurde dann Magi-
ster der Philosophie, im Jahre 1786
Adjunct der Physik an der Sternwarte
zu Pesth, im Jahre 1789 Professor der
höheren Mathematik auf der Universität
zu Pesth, von welcher Stelle er über sein
eigenes Ansuchen im Jahre 1797 entho« ben wurde. Im Jahre 1809 wurde er
zweiter Astronom der Sternwarte zu
Pesth und später Director der Sternwarte
zu Ofen. in welcher Stellung er bis zum
Jahre 1824 verblieb. I n der Folge zog
er sich nach Wien zurück, wo er im Alter
von 70 Jahren starb. P. war als mathe-
matischer und astronomischer Schriftsteller
in verdienstlichster Weise thatig und
hat ebensowohl selbstständige Werke wie
auch Mehreres in Fachzeitschriften ver-
öffentlicht. Erstere sind:
1782)80.); — „Versuch eines Beitrags pr
allgemeinen Glorie unn der Nemegnng nnd
ollrthrilhlltteZteil Einrichtung der Maschinen"
(Leipzig 1789, 8".. mit 2 Tafeln); —
io?-2s", auch unter dem Titel:
äuo (Leipzig 1799, 4«.); —
„KrchenZchatt uun meinen VarZchlagen zur Ve-
kärdernng ticr Zlstronamie nut der K. VnioerZi-
MZ-sternuiarte in GW" (Ofen 1808)- —
1810)
4^.); — „Zlntllngsgrünöe der gesummten
theuretischen Machematik", 2 Bände (ebd.
1812.4«.); — „Kleine lllgarithmiZch.trigll.
nmnrtri5che Gakeln" (Leipzig 1817, 8".).
I n Fachzeitschriften sind erschienen, und
zwar in Bernoui l l i ' s „Leipziger Ma»
gazin": „Versuch über die Lehre vom
Gleichgewichte der Kräfte am Hebel"
(1786, Stück 4); — „Ueber das größte
gemeinschaftliche Maß zweier ganzen
Zahlen und noch Etwas über die Theorie
des Hebels" (1787, Stück 1); — in von
Zach's „Monatlicher Correspondenz":
„Ueber den Gebrauch der neuesten fran»
zöslschen Gradmeffung bei geographischen
Untersuchungen" (Bd. I , 1800); —
„Ueber die Dimensionen des Erdsphä«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon