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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 327 -
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Seite - 327 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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327 passn und b5irgl. Handelsmann I gebo ren den 24. Ju l i 1732 > gestorben den 48. Ma i 1829." — Johann Georg hatte in seiner Ehe sieben Kinder, von denen zwei in der Kindheit starben; die Namen der fünf am Leben gebliebenen sind: Franz, Georg, Joseph. Io< hann Nepomuk und Anton. Franz war Factor in der kais. Porzellanfabrik und starb im Alter von erst 32 Jahren. Ueber die drei folgenden, Georg, Io« feph und Johann Nepomuk ver> gleiche das Nähere in den Quellen S. 332; über Anton, den weitaus bedeutendsten und interessantesten dieser Poetenfamilie, geben die folgenden Zeilen nähere Nach« richt. Anton Passy war ein kränkliches, aber ein geistvolles Kind. I n seinem Knabenalter waren Meß- und Hochamt« lesen und Predigthalten seine liebsten Spiele, und nie mischte er sich in die kriegerischen seiner Brüder, zu denen er sich jedoch immer in gleicher Liebe wie sie zu ihm hingezogen fühlte. Die Studien beendete er. obgleich in Folge seiner Kränklichkeit mit Unterbrechungen, an den Lehranstalten und zuletzt an der Hochschule WienS. Im Jahre 1809 be< gann er das Studium der Theologie und trat in das Alumnat zu St. Polten ein. Neben seinem Berufsftudium trieb er mit großer Vorliebe Poesie, Geschichte und Erziehungskunde, aber schon nach einem Jahre mußte er seiner schwäch, lichen Gesundheit wegen das geistliche Erziehungshaus verlassen. Er widmete sich nun ausschließlich der Pädagogik und trat als Lehrer in das seiner Zeit in großem Ansehen stehende Krause'sche Erziehungs'Institut, in welches angese- hene Familien ihre Kinder zu geben pflegten, auch hielt er in hohen Herr« schastshäusern Vorlesungen über Ge- schichte. Im Jahre 1817 nahm ihn Franz ! de Paula Graf Szächsnyi als Biblio« thekar und Lector in seinem Hause auf, und in dieser Stellung, die ihm viele Muße gewährte, setzte er wieder seine theologischen Studien fort. Im Haufe deS Grafen lernte P. auch den I'a.ter Clemens Hoffbauer M . IX, S. 134) kennen. Als der Graf Szöchänyi im I . 1820 starb, trat P. sofort in die Versammlung des h. Erlösers sRedemptoristen. Ligouria» ner, inntato noru,in6: Jesuiten^ ein, welche sich eben damals constituirte. Es geschah dieß offenbar unter dem Einflüsse H off« bauer's, zu dem sich P. von allem Anbeginn sehr hingezogen fühlte. Am 18. März 1821 erhielt P. die Priester- weihe und feierte am 23. März d. I . seine erste Messe in der damals neueröff« ncten Kirche Maria am Gestade (Maria Stiegen). Zacharias Werner. Passy'S Freund aus der ersten Jugendzeit her, hielt die Primizpredigt über den Text des Festevangeliums Lucas I. 34.: „Wie soll das geschehen". Werner richtete nun in seiner originellen Weise an den, ihm auf einer Tribune gegenübersitzen» den Primizianlen u. a. folgende Worte: „Als ich im Jahre 1806 daS erste Mal in Wien war, ging ich noch auf der breiten Straße, die zur Hölle führt, Sie noch nicht auf der schmalen' wenn uns damals Jemand gesagt hätte, daß im Jahre 1821 Sio ihre erste heilige Messe in diesem neueröffneten Gotteshause le« sen und ich unwürdigster der Knechte Ihre Primizpredigt halten sollte, hatten wir damals nicht beide ausgerufen: „Wie soll denn das geschehen?" Passy blieb mit Werner bis zu dessen Tode in inni- ger Freundschaft verbunden und noch auf seinem Sterbebette nannte Werner P. seinen ältesten Freund in Wien. Unge« achtet seiner immer schwankenden Ge> sundheit verrichtete P. seine priesterlichen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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