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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 343 -
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Seite - 343 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Patachich 343 Patachich nannten Geschäften verband aber P noch diejenigen eines Witrichters der Septemviraltafel, und dieß hinderte ihn längere Zeit. am Sitze seines Erzbis- thums zu verweilen, er führle sonach die Geschäfte desselben von Pesth aus. nur von Zeit zu Zeit seine Diöcese besuchend. I n derselben ließ er mehrere Kirchen, wie zu (Zsäszartöltss, Tsavol neu erbauen andere, wie jene zu Bä.ts, Foktu vollen» den und rief manche andere wohlthätige Anstalt in's Leben. Die kirchlichen Refor- men. welche nach dem Tode der Kaiserin von Joseph I I . vorgenommen wurden. hatten bekanntlich die Reise deg Papstes Pius nach Wien zur Folge Pata chich, obgleich sehr leidend, begab sich dennoch nach Wien, wohnte den daselbst stattfindenden Berathungen über die Kir< chenangelegenheiten persönlich bei und wirkte durch seinen Einfluß, seine Klug< heit und Sachkenntniß in so ersprießlicher Weise, daß Kaiser Joseph I I . seine Thätigkeit nicht nur in einem eigcnhäw digen Schreiben an dcn Fürst Primas Bat thyany anerkannte, jondern den greisen Kirchenfürsten durch daS mit Edelsteinen besehte Großkreuz des St. Stephan-Ordens auszeichnete, welches der Kaiser bisher selbst an seiner Brust getragen. — Noch sei hier der musika« lischen Neigungen P.'s gedacht. Von Jugend an liebte und betrieb P. mit Eifer die Mustk. Zu seinem bischöflichen Hofstaat zu Großwardein gehörte eine musterhafte Capelle, deren Leitung Io< scph H a yd n's Bruder Mickael anver- traut war. Als Haydn im Jahre 1762 einem Nufe nach Salzburg folgte, trat ein auch nachmals berühmt gewordener Musi« cus, Kar lDi t ters von Di t tersdorf Md. I I I , B^ 3l6^. an dessen Stelle. D i t te rsdor f entwickelte auf diesem Posten, von dem Bischöfe gefördert und ermuntert, eine große Thätigkeit, er bil« dete eine tüchtige Capelle, besetzte die fehlenden Stellen mit ausgezeichneten Individuen und brachte verschiedene grö« ßere symphonische Meisterwerke zur Auf« führung. Er selbst componirte Opern und Concertstücke, unter anderen Meta> stafio's Oratorium: „Isacoo ÜFiirg. äsi Keäentoi-s«, welches Bischof Patachich in's Lateinische übersetzte. Dieses musika» lische Leben und Treiben am bischöflichen Hofe zu Großwardein war in steter Ent> faltung begriffen nnd gelangten Nach« richten darüber wohl in entstellter und übertriebener Form zu den Ohren der frommen Kaiserin, die sich dann darüber in wenig beifälliger Weise äußerte, wor» auf Di t tersdorf . der fünf Jahre daselbst gewirkt, nach Wien zurückkehrte und die Capelle aufgelöst und entlassen wurde. — Erzbischof Patachich hat bei mehreren festlichen Gelegenheiten Vor. träge gehalten, welche auch gedruckt worden sind. und zwar: „D/m an ine aDelige Ingruti, dll dieöe unn u. Z. m. GrzbiZchai P ata chich n. L. m. in dic nrn- errichtete Grziellnng55tiftnng eingeführet morden ürn ^ . Muemdrr N77" (Ofen, 8".); — 1780, 4".); von dieser letzten Rede ist auch eine
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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