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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 361 -
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Seite - 361 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Pauer 361 Hauer dorf und Schatzlar in den böhmischen Landtag und von diesem am 43. April d. I . in daS Abgeordnetenhaus des öster« reichischen Reichstages gewählt. I n An« erkennung seines mannhaften, aufopfern« den Verhaltens haben ihm zu Anbeginn des Jahres 1867 auch mehrere Gemein» den seines Wahlbezirkes die Ekrenmit« gliedschaft verliehen. Presse (Wiener polit. Blatt) l862, Nr. 243: „Erklärung des Dr. Pauec ääo. Trautmau 30. August l862"; — dieselbe. Nr. 246. in der klrinen Chronik: „ In Sachen I)r. Pauer's". — Bohemia (Prager polit. und Unterhat« tungsblatt. 4«.) i863, Nr. 36. S. 369: „Pro- ceß Pauer". Pnuer, Ernst (Tonsetzer und Pia» nist, geb. zu Wien 21. December 1826). Pauer erscheint zwar immer mit einem e, Pauer, geschrieben, doch möchte die Schreibung des Namens ohne e. Paur. die richtige sein. Ernst ist der Sohn des am 13. Februar 1861 zu Wien verstorbenen evangelischen Super- intendenten und Consiftorialrathes Ernst Pauer auS dessen Ehe mit. Sophie Streicher, einer Tochter der berühm. ten Nanette Steifn. Der gleichnamige Sohn Ernst, der frühzeitig sehr bedeu. tende musikalische Anlagen zeigte, wurde nach vorangegangenem Elementarunter» richte auf dem Clavier von des unsterb- lichen Mozar t Sohne Wol fgang Amadeus sBd. XIX, S. 291) auf dem genannten Instrumente weiter auSgebil« det. Spater noch begleitete Pauer den bereits schwer kränkelnden Meister, im Winter 1843/1844. nach Karlsbad, wo Mozar t nach mehrmonatlichcm schwe- rm Leiden auch starb. Die Theorie der Tonsetzkunst studirte P. unter des tüchti» gen Simon S echter Leitung. Nach vollendeter künstlerischer Ausbildung, on der auch Franz Lachner in München seinen Antheil hat, begab sich P. auf Kunstreisen, besuchte zunächst Deutsch- land und ließ sich in den größeren Städ- ten, überall mit großem Erfolge, hören. Nun ließ er in Mainz sich nieder und wirkte dort einige Jahre als Director der Liedertafel. Im Jahre 183l begab er sich nach London, wo er nunmehr seinen bleibenden Aufenthalt nahm, von Zeit zu Zeit seine Vaterstadt Wien besu« chend. In London ist P. als Clavier« virtuos und Lehrer auf seinem Instru- mente sehr geschätzt und bekleidet an der dortigen königlichen Akademie der Musik die Stelle eines Professors, auch ist er Directoc des deutschen M5nner»Gesang« vereinS daselbst. Er hat sich durch sein Wirken um die Förderung der Musik in England reelle Verdienste erworben. So veranstaltete er im Februar 1862 einen Cyklus von Concerten, in welchem er die verschiedenen Klavierschulen von 1620 bis auf unsere Zeit durch ihre am meisten charakteristischen Vertreter zur, Anschauung brachte. Er bediente sich dabei in einzel» nen Fallen derselben alten Instrumente, für welche die betreffenden Compositio» nen berechnet waren. Das gründliche Verständniß seiner Aufgabe und die voll« endete künstlerische Lösung fanden in der Kunstwelt verdiente Anerkennung. Nicht minder verdienstlich in anderer Richtung war fein Wirken als Juror der musika« tischen Abtheilung bei der Welt-Ausftel. lung in London. Seine kräftige und ein- sichtsvolle Intervention hat wesentlich dazu beigetragen, daß der Fabrikation der Musikinstrumente in Oesterreich und im Zollverein die verdiente Anerkennung wurde. Bei seiner letzten Anwesenheit in Wien, im Winter 1866. wurde der Künstler, der sich nickt, um Concerte zu geben, sondern aus Kollegialität im phil- harmonischen Concerte und in H.ell« mesberger's Quartett>Sok6e öffent»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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