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„Freundliche Erinnerung an den deutschen
Tondichter Ernst Pauer aus London", von
I. Mancher. — Fremd en, Blat t . Her«
ausgegeben von Gustav Heine (Wien, 4".)
l862, Nr. 37. unter den Kuustnotizen. —
Wiener Abendpost (Abendblatt der Wie<
ner amtlichen Zeitung) 1864. Nr. 13. —
Presse (Wiener polit. Blatt) 1864, Nr. !2,
im Feuilleton, von Hans tick; — dieselbe
1866. Nr. l6. — Neues Univ ersal<Leri>
kon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Iu»
lius Schladebach, fortgesetzt von Eduard
Bernsdorf (Dresden 185?, Nob. Schäfer.
gr. 60.) Bd. I I I , S. 14l. — Parträt. Litho«
araphirt von H ähnisch (Mainz 1852. Schott
u. Söhne. Fol.).
Pauer, Johann (ungarischer B i sch o f
und Geschichtsforscher, geb. zu
Räczkev e im PestherComitate l. August
1814). Stammt von bürgerlichen Eltern;
nach seines Vaters frühzeitigem Tode kam
er nach Stuhlweissenburg, wo er in den
Jahren 1823—1831 die Elementarclas.
sen und das Gymnasium besuchte. Schon
damals lernte er die Koryphäen der
vaterlandischen Dichtung, Kisfaludy
sVd. XI, S. 318 j^. D u g o n i c s ^Bd. III,
S. 387). Guadänyi Md. VI, S. 2)
und Vörösmarty, in ihren Werken
kennen. Aus dieser Zeit rühren zwei
größere Abhandlungen seiner Feder:
Flucht Bela des IV., und „HloHäase
?,'SH26??,?-OV" - d. i. Von der Niederlage
bei MohacS. welcl'e von Seite seiner
Professoren Anerkennung fanden, auch
gelang es ihm durch Vermittelung des
Erzpropsies Paul S imonyi , der dem
strebsamen Jüngling wohlwollte, kleinere
Arbeiten, wie Gedichte n. dgl. m., im
„larskikoclo" zu veröffentlichen. Nun
begab sich P. naä) Pesth, wo er die philo-
sophischen Studien, 1833 und 1834.
beendete und auch mehrere Dichtungen
in den von GalvHcsy rcdigirten
„HaxHi 65 külloläi tu.äo3itä.2olc" und
in „Na,L2N03 mulatLaFok" erscheinen ließ. Im Jahre 1834 nahm ihn der
Stuhlweifsenburger Bischof Johann H 0 r«
vat in sein Seminar auf. in welchem er
die theologischen Studien zurücklegte,
worauf er am 19. August 1838 die
Priesterweihe empfing und sich nun der
Seelsorge widmete. Er ging vorerst als
HilfsPriester nach Csakvar. wo er drei
Jahre blieb, sich mit den Verhältnis,
sen des dortigen Schulwesens vertraut
machte und alsbald dessen bedeutende
Mangel kennen lernte. Sein Aufsatz:
.", d. i. Von den
Dorfschulen, den er im
veröffentlichte, gibt Nachricht über den
verwahrlosten Zustand der ungarischen
Elementarschulen. Als ihn im I . 1841
der Titularbischof Franz Szaniszlo
zur Mitredaction der Zeitschrift: „Kell-
Fio 68 >?6vei65") d. i. Religion und
Erziehung, und der „^28oioriU eoclssia-
Ltioo Utsrarii" nach Pesth berief, folgte
P. mit Genehmigung seines Bischofs
diesem Rufe und war einige Jahre in
diesem Redactionsgeschüfte thätig. Im
Jahre 1844 kehrte P. über Verlangen
seines Bischofs in seine Diöcese zurück,
wurde nunmehr Nector des bischöflichen
Seminars und versah provisorisch das
Lehramt der Theologie. Im Jahre 1838
erfolgte seine Ernennung zum Domherrn
von Stuhlweiffenburg und Abte von
Szegszärd, und im Jahre 1866 zum
Weihbischof. P. hat wahrend seiner
priesterlichen Laufbahn in verschiedenen
Aemtern und Würden ununterbrochen
und vorherrschend im theologischen Ge-
biete schriftstellerisch gewirkt. Während
feiner Studien im Seminar übersehte er
aus Stein's i
maturn latinoruin
(V16HQ2.6 1816) eine nicht unbedeutende
Auswahl dieser Anthologie in's Unga-
rische. Im Jahre 1841 beantwortete cr
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon