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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 365 -
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Seite - 365 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Pauer 363 Pauer Noch sind folgende Personen dieses Namens anzuführen: 1. Andreas Pauer (geb. zu Herzogcndurg in Niederösterreich 28. Novem« bcr 16^9. gest. in Spanien 6. October 1704), Priester der Gesellschaft Jesu. trug in Gratz die Poetik, in Wien die Rhetorik vor, war dann Novizenmeister in Trencsin, Linz und Wien. Ncctor des Colleaiums iu Neustadt und zuletzt Erzieher des Erzherzogs Kar l , nachmaligen Kaisers Kar l VI., dem er, als er die Regirrung Spaniens übernahm, dahin folgte und dort im Lager starb. Von P. ist im Drucke erschienen: ^OomuL 821>i6ntig.6 oo!uinni5 seu. totiäsin vii-tutidu.5 ((Äi-aeoii, 1076, ^Viämau, 8«.). Die kais. Hof> bibliothek in Wien aber bewahrt die Lehr» Übungen und Studiencrcurse Pauer's für seinen Zögling, den Erzherzog, von deS Prin» zen eigener Hand geschriebell. I . N. Stöger in seinem Werke: „Lori^toi-es )?rovinoiao ^.usu'iacas soeietatiä ^y2u", x- 263, führt sie der Neihe nach an. Auch sind zwei Cen< turien Briefe Pauer's an den Erzherzog aus dem Jahre 169« (damals zählte der Prinz 11 Jahre) bis <703 vorhanden, die wohl auch in der Hofbibliothek, oder aber im Wiener Iesuiten-Eollegium aufbewahrt werden. — 2. Franz Pauer ist ein jetztlebender öster. reichischer Künstler, der sich im Jahre 1862 zu Obereggendorf bei Wiener.Nrustadt auf» hielt und im Monat Juni g. I . im österrei« chischen Kunstverein eine Aquarellskizze: „Die letzten Ta^e von Eleonora d'Estr" (200 ft.) ausgestellt hat. — 3. Johann H)aul Pau er (geb. zu Gratz 9. Jänner I8l3), Entstammt einer seit Anfang des 17. Jahrhunderts zu Voitsberg in Steiermark ansässigen Familie. P. beendete die Rechtsstudien, machte die judiciellen und politischen Prüfungen und übernahm nach dem mittlenveile erfolgten Tode seines Vaters im Jahre 1840 die land» täflichen Güter Mcttau, Ober- und Unter» Gutenhaag und widmete sich hauptsächlich der Landwirthschaft. Auch betheiligte er sich an vielen gemeinnützigen und wohlthatigen Anstalten, so z. V. wurde er Mitglied des Ausschusses der steiermärkischen Sparcasse, dann Oberuorsteher'Stellvertreter derselben, Ausschußmitglied der Brandschaden.Versiche- rungs'Anstalt, Verwaltungsrath derEscompte- bank und Ausschuß der Landwirthschafts-Ge- sellschaft. Im Jahre 1848 war er Mitglied des provisorischen Landtages in Steiermark, wurde im Jahre 186l in den auf Grund des Februar-Patentes einberufenen Landtag von dem Großgrundbesitze und vom Landtag zum Landesausschuß-Stellvertreter gewählt. Im Jahre 1867 kam er wieder in den Landtag, der ihn am 23, Februar d. I in den Reicks. rath entsendete. P. ist seit 27. Juli 1840 mit Hed wig geb. Freiin von Bub na vermalt. sHahn (Sigmund), Neichsraths-Almanach für die Session 1867 (Prag 1867, Satow, 8«.) S. 131.) — 4. Joseph Pauer Edler von Friedau. wohl aus derselben Familie stam- mend, wie der Vorige, hat am 27. August 18l4 eine Stiftung im Betrage von 8000 fl. W. W. mit der Bestimmung errichtet, daß mit den Interessen dieses Capitals jährlich am Ge> burtStage Weiland Sr. Majestät des Kaisers Franz I. neun Invaliden im Invaliden hause in Wien zu betheilen sind. Das Verleihungs« recht hat sich der Stifter für sich und seine Nachkommen vorbehalten, dann aver übergeht es an dcn jeweiligen Inhaber der Herrschaft Gutenhaag im Marburger Kreise der Steter« mark, — 3 Joseph Valentin Pauer, Weltgeistlickcr, der zu Ende des achtzehnten und im ersten Viertheile des neunzchnten Jahr» Hunderts in Oberöstrrreich lebte. Cr war semer Zeit, mn 1304, Caplan zu Goisern, einem ansehnlichen, zwischrn Ischl und Hallein gele^encn Dorfe. Er war in seinem Fache als Priester und Pädagog ein ungeinein fruäit» barer Schriftsteller, und mehr al6 zwanzig geistliche und Jugendschriften sind innerhalb der Jahre 1802 und 1827 in Linz. Salzburg. Prag und Wicn von seiner Feder erschienen, darunter sind anzuführen: „Die Zeiten und Feste der katholischen Kirche geschichtlich und im Zusammenhange dargestellt" (Prag, Calue, mit 1 K.); — „Das Büchlein Nuth. Zu einer weiteren häusl. Erbauung bearbeitet" (Linz 13l5. Haslinger, 5".),- — „Das Buch To< biaS u. s. w." (ebd. 1617); — „Christkatho. tische Hauspostille u. s. w. Mit nöthigen Erläuterungen über den Ursprung der Feste und die Bedeutung verschiedener Kirchen-Cere» monien" (Linz 1825, akad, Buchhandlg., 4° ). Seine übrigen Andachtö« und Iugendschriften sind in Kayser's Bücher'Lcrikon. Bd. IV, S. 312. 2. Spalte, aufgezählt. — 6. Kar l Gottfried Pauer, aus Preßburg in Ungarn gebürtig, lebte um die Mitte des 18. Jahr. Hunderts; cr war mathematischer Schriftstcl« ler und hat das Nerk: «Ds oriencations eou Nxxo8iti0QS siwL rs^ioNis, in i>l^n,o rSLpeotu ^QLai-uui inunäi" (1731) heraus« gegeben. Da er in Po ggend orff's «Bill»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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