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Paulovich 372 Paumgartten
hat P. herausgegeben: „ I"6
d. i. Die Zeit der Freiheit (Bystritz 1848)
und „</anoM" (Wien 1862), worin er
die Zustände des slovakischen LandmannS
vor 1848 mit lebhaften Farben schildert
und wofür er von der magyarischen Ne<
gierung mit viermonatlichem Kerker be<
straft wurde. Im Jahre 1867 begann
er in Heften die Herausgabe des Werkes:
„Fs6?saH?/",d. i. Unterhaltungen (Ungar.
Skalitz, 8".). Außerdem hat P. mehrere
dramatische Werke in's Slovakische über«
setzt, in Handschrift aber bewahrt er daS
Originaldrama: „Ng.tou.L T'rEN.ög.QL^^",
d. i. Matthäus von Trencfm. P. hat
sich im Jahre 1853 mit Wi lhelmine
gebornen Tot h vermalt, wurde von dem
Vater seiner Gemalin mit kaiserlicher
Bewilligung adoptirt und des Adels
seines Schwiegervaters theilhaftig. —
Wilhelm's Großvater Sigmund, im
Pesther Comitate geboren am 13. Fe>
bruar 1739, gest. als Dechant und Se>
nior der Trencsiner Gespanschaft im
Jahre 1831, hat außer einem slavischen
Lesebuche für Mädchen mehrere Lieder und
Gesänge geschrieben, welche Bohuslav
Tablic im 4. Bande seiner zu Waitzen,
1806—1812, erschienenen „^osxie" her-
ausgegeben hat. — Sigmund's Sohn
Kdislaus (geb. 1813) ist zur Zeit evan«
gelischer Pfarrer zu Prjetric in der Neu»
traer Gespanschaft und hat mehrere Er»
zahlungen in seiner Muttersprache ver«
öffentlicht.
LlovQik nanou^. lisä^^tor Ol. '^eant.
^«1. KisFsi- , d. i. Conuersations'Lexikon
Redigirt von Dr. Franz Ladislaus Rieger
(Prag ls59. I . I . Kober, Lex. 8<>.) Bd. VI,
S. ^69. Nr. 3.
Pauloviö, siehe: Pavlovich, Theodor,
S. 388 » den Quellen Nr. 1 u. 2^>.
PllUMgartten, Johann Baptist Frei-
Herr von (k. k. Feld marschall«3ieu« tenant und Ritter des Maria There«
sien-Ordens, geb. zu Grieshof in der
Steiecmark 26. Juli 1770. n. A. 1772.
gest. zu Prag 24. September 1849).
Ein Sohn des Gutsbesitzers Maximi«
lian Sigismund von Paumgart«
ten auf Siegersdorf und Wetze lg.
dorf aus deffen zweiter Ghe mit Bar-
bara Freiin von Metzburg. Johann
Baptist war Frequentant der Wiener«
Neustadter Militärakademie und irat
1787 bei Beginn deS TürkenkriegeS als
Fähnrich in das Infanterie-Regiment
Wenzel Colloredo. Im Jahre 1788
wurde P. zum Lieutenant, 1789 zum
Oberlieutenant. 1800 zum Capitan, 1801
zum wirklichen Hauptmann und 1803
zum Major befördert. Als solcher und
zugleich Generalcommando'Ad)'utanl ret>
tele P. im genannten Jahre bei dem
Abmärsche der verbündeten Armee von
Brunn 18 Kanonen und eine große
Menge. Artilleriegut auf Gebirgswegen
nach Olmütz. Im Kriege des Jahres
1309 kam P. als Corps-Adjutant zum
Feldmarschall'Lieutencmt Baron Hitler.
DaS Corps Hil ler's war in den ersten
Tagen des Mai durch die Hauptmacht
der Franzosen zum Nückzuge über die
Traun gedrangt worden. Unsere Ar»
riöregarde hatte am 3. Mai die Brücke
bei Ebersberg überschritten. Auf Befehl
des Armeecommandanten hätte die Brücke
verbrannt werden sollen, das war aber
nicht geschehen und so war ste
denn auch
von den feindlichen Truppen pasfirt
worden, die nun Ebersberg besetzten und
von da aus auf die Unseren vordrangen.
Die Zage unserer Truppen, die sich sol«
cher Nähe des Feindes nicht versahen,
war eine um so gefährlichere, weil nächst
EberSberg eben die oberösterreichischen
Landwehr «Bataillone gelagert waren,
die noch gar nicht im Feuer gestanden
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon