Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 390 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 390 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

Bild der Seite - 390 -

Bild der Seite - 390 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

Text der Seite - 390 -

Pllvlovic 390 Pauilik 1^64, Nr. 33, meldeten. 2000 fl. — vermacht. Wiener Zeitung 1864. Nr. 57. S. 758. — Pesther Lloyd 1864, Nr. 51.) — 2. OoutL Paulooich. ein in Pension le< bender k. k. Hauptmann, der um die Mitte der Fünfziger-Jahre durch seine „neue Methode zur Erlernung der Geographie" im Lehr« imd lernenden Publicum viel Aufsehen erregte. Von allem Anbeginn das complicirte Wesen, die gezackten Ränder der Iänderabbildungen weglassend, hält seine Methode meistentheils an den Hauptumrissen derselben und läßt diese dann ohne Beeinträchtigung ihrer Formen dem Lernrnden in der Gestalt von Gesichtern, thierischen Körpern. Geräth» schaften u. dgl. m. erscheinen, z. B. Europa stellt einen Helm mit zweiköpfigem Adler, Asien das Gesicht eines Menschen, Afrika einen Pferdekopf uor u. s. w. Auf dieselbe Weise, wie man durch die Gestalt allgemein bekannter Gegenstände Zu dem eigentlichen Bilde des zu erlernenden Landes gelangt, wird das Gedächtniß durch gleich und ähnlich klingende uns bekannte Worte (Assonanzen) zu der eigentlichen Benennung geführt, z. B. Constantin mahnt an Constan» tinopel, Mohren an Morra. Martha an Malta, Kandiszucker an Candia u. s. w. Aus mehre> ren Namen werden dann Erzählungen zu» sammengesetzt, mittelst welcher nicht allein die geographischen Benennungen, sondern die Reihe. Lage und oft die Gestalt der Länder, Inseln. Städte sehr sinnreich erlernt werden. Bei dieser Unterrichtsmethode soll mehr der Geist (?) als das Gedächtniß in Anspruch genommen werden, und sollen mittelst dieser Vereinfachung der Ideen (?) und zweckmäßig ersonnenen Hilfsmittel, die ganz für den kindlichen Sinn passen und selbst für den so beschränkten Verstand zugänglich sind. über» raschendü Resultate erzielt werden. In der That wurde auch einigen Zöglingen der Wie- ner Gremial-Handelsschule der geographische Unterricht nach der von ihm erfundenen neuen Methode ertheilt und nach vollendeten 24 Lek- tionen in Gegenwart einer zahlreichen Ver« sammlung von Schulmännern im Gebäude zu St, Anna eine öffentliche Prüfung gehal« tcn, deren Resultate die Erwartungen nicht nur uollendS befriedigten, sondern weit über- trafen. Ob und wo diese damals in den Journalen vielbesprochene Methode noch fer. ner angewendet wird, ist nicht bekannt. lH irt e nfe ld(I,), Oesterreichischer Soldaten, freund (Wien, 4".) 1834, S. 378.) Pawjöek, Franz (Architekt, geb. in Böhmen im Jahre 4776, gest. zu Prag 20. Mai 1861). ES ist nicht bekannt, wo und unter wem P. seine Studien gemacht, er war zuletzt fürsterzbischöflicher und gräflich Kolowrat'scher Baudirector in Prag, lebte aber seit längerer Zeit schon im Ruhestand, in welchem er auch im Alter von 85 Jahren starb. P. ist der Erbauer von vielen stattlichen Kir> chen und Civilbauten in Böhmen, sein bedeutendstes Werk aber, das die unbe« dingte Anerkennung von Fachmännern erhielt, ist die große Kirche und graflich Kolowrat'sche Gruft zu Reichenau im Königgrätzer Kreise Böhmens, welche in den Jahren 1837—1843 aus den Trum« mern der im Jahre 1798 abgebrannten, durch die Munificenz des Patrons, deS damaligen Ministers Grafen Kolo« wrat.LiebsteinSky. von Pawjöek aufgebaut worden. F. C. Waidmann's Monographie über das Einweihungsfeft der Reichenauer Kirche gibt ausführlichere Nachrichten über die Schwierigkeiten deS Baues und deren geschickte und aus» dauernde Ueberwindung durch den Archi« tekten Pawjäek. Bohemia (Prager polit. und belletr. Blatt, 4°.) 1861,-Nr. 122. S. 1lä2. — Wiener Zeitung 1561, Nr. 121. S. 1913, in der Prager Correspondenz. Pllwlik, Johann (Priester der Gesellschaft Jesu und philosophischer Schriftsteller, geb. zu Olmütz 24. December 1728, Todesjahr unbe- kannt). Trat. 1745, im Alter von 18 Jahren in den Orden der Gesellschaft Jesu, erlangte in demselben die Doctor« würde der Philosophie und Theologie, und versah durch mehrere Jahre daS Lehramt, zuerst aus der lateinischen Phi» lologie und dann aus der Moraltheo« logie. Nach Aufhebung des Ordens
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich