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Pawlikowski 392
d. i. Von dem sich jetzt versammelnden
ständischen Landtage (Lemberg 1848); —
^o" , d. i. Ursprung und
Zwecke des Ziemanski schen Vereins (ebd.
1848); —
Nachricht von der Ziemanskischen Ver«
brüderung (ebd. 1848); ferner in dem
von dem Ofsolinski'schen Institute in
Lemberg herausgegebenen
u Q25 oLiäät^oti", d. i. Von
polnischen und jenen ausländischen
Kupferstechern, so sich in Polen ansässig
gemacht haben. Unter den mancherlei
auf Kunst und Kunstgeschichte bezüg«
lichen Collectaneen,. die er in Hand»
schrift hinterlassen, sind vor Allem be.
merkcnswerth seine Notizen und Glossen
zu Felix BentkowSki'S Medaillenwerk
(8^18 lusäalow poiLkioli) mit den bei«
gegebenen Abbildungen von 590 der
seltensten polnischen Münzen und Me«
daillen, ferner Bemerkungen zu eben
desselben Literaturgeschichte PolenS und
Einzelnheiten auS dem Leben polnischer
Maler in alphabetischer Ordnung. Fer>
ner hat er über einen Theil seiner
Sammlungen einen raisonnirenden Ka»
talog verfaßt, in welchen sich seine reiche
und umfassende archäologische Kenntniß
in ganz unzweifelhafter Weise kundgibt.
Als Kunstsammler, Kunstkenner
und als Alterthumsfoschec überhaupt
— mit Uebergehung der unbestreit«
baren Verdienste, die er sich, wie
oben schon erwähnt ist. in mancher Hin-
sicht um die Ossolii-Iski'sche Samm-
lung erworben — steht wohl P. unter
seinen Landsleuten einzig in seiner Art
da. Seine Sammlung ^in den Quellen
S. 393 folgt eine kurze Uebersicht dersel« ben^, ein Schatz ohne Gleichen für Polens
Geschichte und Culturgeschichte, mag
in einzelnen Abtheilungen selbst die
Ossoliiiski'sche übertreffen. Eine aus»
führliche Beschreibung derselben, von
einem Sachkenner verfaßt, der sie
genau und gründlich studirt hat, ist in
der Krakauer politischen Zeitung 0223
(die Zeit) 1836. Nr. 141. 178, 180,
226, 228. 230. 234, 233, 238. 244.
233, 236. 239, 263, 263, 267, 269,
270, 273, 276. 277, 279. 230, 282.
286. 290, 292—294, 300. im Feuille-
ton, enthalten, und verlohnte sich im
Interesse von Porträt«. Handschriften»,
Kartensammlern und Kunstfreunden eine
Uebersetzung dieses mit so viel Sach»
kenntniß und in anregender Weise ver-
faßten Aufsatzes. Welche Bedeutung P. als
Pomolog und Hortolog besaß, ist bereits
oben angedeutet, und die ^Nno^Io^käiM
p0-w-L26okiia." (Warschau, 3er. 8".) gibt
darüber in ihrem XVII I . Bande. S. 306,
im Artikel „Medyka" ausführlichere Auf-
schlüfse. Minder günstig beurtheilten ihn
seine Landsleute nach seiner politischen
Richtung. Bei seinem zurückgezogenem
Leben, seinen Studien und feine Zeit
ganz in Anspruch nehmenden agronomi»
fchen, literar-, cultur« und kunsthistorischen
Arbeiten stand ihm nichts weniger als
Politik im Sinne, zudem in einem Lande,
wo sich der Adel unter Parteiungen ab«
hetzt und nur seiner eigenen Interessen
eingedenk, jene der großen Allgemeinheit
vergißt. Unter solchen Umständen fand
er sich zur Parteinahme ganz und gar
nicht veranlaßt und hatte daher mit
jedem, der ihn für sich gewinnen wollte,
einen schweren Strauß zu bestehen; dabei
hielt er mit seinen Ansichten über die
Verkehrtheiten seiner Landöleute nicht
zurück, sprach sich über dieß und jenes
unumwunden auS, und machte sich so,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon