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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 395 -
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Seite - 395 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Pamlikoroski 398 Pawlis dadurch besitzt diese Sammlung einen für jeden wahren Kunstfreund unschätzbaren Werth und mitunter einen Reiz ohne Gleichen. Die Sammlung der Münzen und alten Urkunden sind auch beide sehr reich und enthalten auch manchen kleinen Schatz, jedoch stehen sie in Bedeutung den vorbeschriebenen Collectionen nach. Noch ist ein Constantin CHolewa von Pawl ikowsk i , gewöhnlich nur Parol i , kowski genannt (geb. in Galizien um das Jahr 4802). bcmerkensroerth. Dieser ist. wenn nicht ein Bruder des obenerwähnten Samm» lers Johann Gua lbe r tP . , so doch ein naher Verwandter desselben und seit mehr als zwei Iahrzehnden in Wien ansässig, wo er viele Jahre hindurch in der Vorderbrühl bei Mödling, in der sogenannten Klause, lebte, in der letzten Zeit aber in die Residenz zurück, kehrte, wo er sich zur Zeit. aber sehr leidend, aufhält. P. ist von großer Begeisterung für Musik beseelt und legte eine werthvolle und sehr reichhaltige Sammlung alter und seltener Mufikalien an. die bei Kennern in großem Rufe stand. Zu Anfang der Vier« zigerIahre bewarb sich P. um di-e Pachtung des k. k. Hof-Opcrntheaters, auch war die Sache dem Abschlüsse schon ziemlich nahe, kam aber schließlich doch nicht zu Stande. Spater wurde sein Name in anderer, dieser operistischen Richtung ziemlich entgegengesetz. ten, viel genannt. P. hatte sich nämlich an den katholischen Bestrebungen, welche seit den Fünfziger-Jahren sich in Wien kundgaben und gegen die rationalistische Richtung der Zeit Front machten, in ganz entschiedener und einerseits eigenthümlicher Weise, nämlich durch die sogenannte „Iudenfresserei" hervorgethan und bekannt gemacht. Einige Zeit aber, l831 bis 1837, glänzte sein Name auch unter den Vorständen des Severinus-Vereins, später legte er dieses Amt nieder. Wie bemerkt, ganz besonders hatte P. es auf die Juden, die ge» rade in den Fünfziger«Iahren an ihrer Eman» cipation mit rastloser Energie arbeiteten, ab- gesehen und war gegen dieselben in einer Neihe von geharnischten Schriften aufgetreten, in welchen er mit dem erstaunlichsten, einer besseren Sache würdigen Eifer und Fleiße die Materialien zu ihrer Verurthcilung (?) zu- sammenbrachte. Diese Werke ließ er theils in Wien, theils im Auslande drucken. Da dieselben in den Bücherkatalogen von Kay' ser, HeinsiuS und Kirchhof vergeblich gesucht werden, so mögen sie als bibliogra- phische Curiosa ihrer Art mit ihren vollstän, digen Titeln hier angeführt stehen. Es sind folgende: „Eine Christenantwort auf die Iu< denfrage". 3 Hefte (Wien l859/60, Mayer u. Comp., 8o.); — „Hundert Bogen aus mehr als fünfhundert altm und neuen Büchern über die Juden neben den Christen. Ein lite» rar«historischer Beitrag zur Geschichte der Juden feit Christus. Zusammengestellt und mit den nöthigen Negistern versehen", j . Aothlg. (Freiburg im Breisgau <859, Herder. 8«.); — „Die unschuldig verfolgten wehrlosen Juden und Rebb Mayer Mintz. der Kämpfer für Recht und Wahrheit" (Wien 1860. Mayer. 8".); — „Der Talmud in der Theorie und in der Praxis. Eine literar-historische Zusam» menstrllung" (Regensburg l866 Manz, 8°). Seit dieser Zeit (1866) hat P. nichts mehr erscheinen lassen. Wohl aber dürfte er auch der Verfasser der viele Jahre früher erschiene« nen Schrift.- „Ivrötka uauka o ckovie onieo xoprann^ok, d. i. Kurze Anleitung zur Zucht veredelter Schafe (Lemberg l840. Milikowski, l2v, mit 5 Taf. Abbildungen), sein. Pllwlis, Johann (Ton setz er und Tonkünstler, geb. zuZditz in Böh« men 43. Mai 1849). I n öechischen Werken mit V, Pavl is . Im Alter von 12 Jahren erhielt cr Unterricht im Vio» linspiele, ein Jahr sväter auf der Trom« pete und machte die entschiedensten Fort» schritte. Im Jahre 1834 kam er in's Konservatorium nach Prag, wo er sechs Jahre blieb und einer der besten Schüler auf der Trompete war. Im Jahre 1840 wurde er Kapellmeister des 3. Huszaren» Regiments. Aus Gesundheitsrücksichten legte er schon zwei Jahre spater seine Stelle nieder und kam im Jahre 1843 als erster Posaunist in's Orchester des National-Theaters in Prag. Zu gleicher Zeit machte er es sich zur Aufgabe, junge talentvolle Musiker zu Kapellmeistern her« anzubilden und zugleich schrieb er fleißig Tonstücke für Militärcapellen. Im Jahre 1849 unternahm er eine Kunstreise durch Süddeutschland und ließ sich in mehreren Städten als Virtuos auf der Posaune
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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