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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 397 -
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Seite - 397 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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'Pllwlowsky 397 Pawlowsky der Schlacht bei Maxen in der Reihe der ob ihrer Tapferkeit Belobten. Für seine Waffenthaten wurdenun der tapfere Krieger in der fünften Promotion — vom 23. Jänner 1760 — mit dem Rit« terkreuze des Maria Theresien.OrdenS ausgezeichnet. P. rückte nun zum Oberst« lieutenant im Corps vor und zeichnete sich auch noch in den übrigen Feldzügen dieses Krieges aus. I n der Friedens« epoche arbeitete er mit Sorgfalt an der Vervollkommnung des Corps, erwarb sich durch Anlegung der Festung Königgrätz und spater durch sein Commando in Slavonien, zu Peterwardein und Effeg, nicht unwesentliche Verdienste, und wurde im Jahre 4768 zum Obersten im Corps befördert. Bei Ausbruch des bayerischen Erbfolgekrieges wählte ihn Loudon, unter gleichzeitiger Beförderung zum General.Major, zu seinem General- Quartiermeister, aber noch im Verlaufe deS ersten Kriegsjahres ereilte den Tapfern der Tod. Hirtenfeld ( I . Dr.), Der Militär«Maria The< resien-Orden und seine Mitglieder (Wien 4857, Staatsdruckerei, kl. 40.) S. 90 u. 1728. Die Pawlowsky von Rosenfeld, zu denen der obige Maria Theresien-Ritter ge» hört. zählen sich zu einer alten adeligen und freiherrlichen Familie, welche ihren Ursprung aus Polen, dem berühmten Stamme der 3 c« l iwa, zu denen die Grafen von Tarnow, Sienawski . ChrzanowSki und noch viele andere Familien gehören, ableitet. Die Pawlowsky hatten ihr Stammschloß Paw» lowitz in Lithauen, spater siedelten sie nach Mähren und Schlesien über. Zu dieser Fa. milie gehören Stanislaus Pawlowsky (gest 4437), Kanzler des Herzogs von Ma< sovien und seit 4425 Bischof von Ploczk. welche AZürde er bis an seinen Tod beklei- dete, und ein zweiter Stanislaus (gest. zu Kremsier am 2. Juni 1398). Sohn des gleich« namigen Vaters und der Anna gebornen Brandis. Dieser zweite S tan is laus P. war ein berühmter Kirchenfür'st, zuerst Propst zu Brünn, dann Scbolasticus zu Olmütz, Domherr zu Breslau und Kanzler von drei Olmüher Bischöfen, nämlich des Johann XIV. Grodetzky (1372—1574), Thomas Albinus (1574 und 1375) und Johann XV. Mezon de Telz; nach des Letzteren Tode wurde er am 11. Juni 1579 selbst Bischof und bekleidete durch 19 Jahre diese Würde, innerhalb welcher Zeit er sich als Kirchenfürst solche Verdienste um sein Bis» thum erwarb, daß die Kirchengeschichte von ihm den AuSspruch thut: „202 iminorito rsxki'Htor sxi200i>g.tli8 nomiiiHnäus". Aber auch als Staatsmann war P. zu seiner Zeit in hoher Geltung. Während über sein bischöf« licheS Wirken Franz Xav. Richter in seinem Werke: ^ugULtini, 01oinuo6ugi5 Nviscooo- ru.ni OlamuesnLiurli series . . . " (Oioniueii 1831, ^.1055 8karnit2Sl, 8".) p- 213—219, Aufschlüsse gibt, wird sein siaatsmännisches Wirken in einem neueren Werke von dem Olmützer erzbischöflichen Archivar Eduard von Mayer unter dem Titel: „Des Olmützer Bischofs Stanislaus Pawlowsky Gesandt, schaftsreisen nach Polen auS Anlaß der Kö» nigswahl nach dem Ableben K. Stephan's I. (1387-1598)" (Wien 1861. 50.) ausführlich behandelt. — Von einer durch den Bruder dieses Stan is laus . von Wenzel P.. Gencral-Procurator des heil. Grabes, gestif» teten und zu Wolin im vormaligen Prachimer Kreise Böhmens seßhaften Linie stammt der obige Maria Theresien.Ritter Wenzel Paw» lows ky. Dieser hatte in seiner»Khe nur zwei Tochter, deren eine an den Ingenieur-Major Guido de Bechad6 Baron de Rochepine, die andere an Vincenz Freiherrn von St rupp i , k. k, Ingenieur«General und Bau. hofrath in Wien. vermält war; der General hatte sich — wohl weil er keine männlichen Nach- kommen hatte — nicht um den ihm als Maria TheresieN'Ordensritter statutenmäßig gebühren, den Freiherrnstand beworben. Den Adel der Fa< milie machte dann später ein Neffe deS Gene« ralS, Anton Pawlowsky, Bürgermeister von Hohenmauth, geltend. Da aber die zum Nachweise deS Adels und der Abstammung erforderlichen Urkunden, die wahrscheinlich in den Kriegswirren des 18. Jahrhunderts zu Grunde gegangen, von ihm nicht beigestellt werden konnten, so wurde, so sehr alle Wahr« scheinlichkeitsgründe zu seinen Gunsten spra. chen, doch auf eine Anerkennung seines alten Adels amtlicherseits nicht eingegangen; wohl aber wurde ihm in Anerkennung seiner eige- nen Verdienste, die er sich in vieljähriger Ver- wendung als Syndicus und Bürgermeister zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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