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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 401 -
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Paycr 401 Payer 1s kläuo 6t 0ro)i68tr6; I>ariL; Potpourri xour i' r 162 Airs lavorits äs äu xröraisr orärs; 3 Duo O) Violon et <Üor ou Oeiio; tuor xou.r 1s^ iano, I"1ü.t6) 6t Oor; Variations ^ii^Lbaruionioa 6t Oslio; Variationen über das beliebte Buch« staben.Thema O^-^-^-V-V zur Feier des 20ftjährigen Jubiläums der Ein» führung des Kaffee's in Europa (1644). dieses, wie eS scheint, letzte im Drucke erschienene 0xus Payer's tragt die Zahl 189; Festouverture für's Orchester; Arrangements der Opern: „Zauberflöte" ftzr Piano auf 12 Hände, „Fidelio" für 8 Hände, „^uns Henri" für 16 Hände, der Ouvertüre zu „Egmont" für 8Hände; Introduction für 3 Flöten; 4händige Fugen für Piano oder Orgel. Mehrttes, darunter ein Offertorium aus dem Jahre 1834, eine Messe aus dem Jahre 1833. einige Variationen und Sonaten, und eine vollkommen ausgearbeitete Compo- sitionSlehre fanden sich in seinem Nach- laffe. Noch ist zu bemerken, daß Payer die von Harket in Wien im Jahre 1821 erfundene Physharmonika der Erste öffentlich — im October g. I . — spielte und für dieses Instrument, damals noch im Umfange von nur 3 Octaven, die ersten Compositionen schrieb. Im April des folgenden Jahres wurde die Phys» Harmonika schon in seiner Operette: ,sDie musikalische Akademie" auf die Bühne gebracht und damals von Fräulein Froh. lich gespielt. Or. August Schmidt, der mit P. befreundet war und von ihm mehrere Original«Compositionen und Räthsel'Canons in Handschrift aufbe« wahrt, entwirft von P. folgende Sil» v. Wurzback,. bioqr. Lenken. XXI. sGed huette: P. war von kleiner, sehr gedrun« gener Gestalt. Sein dicker, von weißen Haaren dicht beschatteter Kopf saß tief in den breiten Schultern. Sein Gesicht war rund und voll, und die Gesundheit blühte auf seinen Wangen, die beinahe immer ein freundliches Lächeln umspielte. Die Züge waren ausdrucksvoll und gewan» nen im lebhafteren Gespräche einen Ab« glänz von geistiger Belebung. Sein Gang war selbst im gesunden Zustande etwas vorhängig und gebeugt. Seine ganze persönliche Erscheinung imponirte wenig, doch hatte sie auch durchaus nichts Abstoßendes. Seine Ausdrucksweise im gewöhnlichen Gespräche war leicht und ungezwungen; er sprach im eigentlichen Wiener Jargon, beim Unterrichte jedoch oder wenn er über Kunst perorirte, er» hob sich seine Sprache oft bis zur rheto« rischen Höhe. Ueber Payer den Musi. cus aber fällt ein Fachmann folgendes Urtheil: „Ms Fortepiano-Virtuose ge« hört er zu den eminentesten Spielern seiner Zeit, und wurde Moscheles Kalkbrenner, Ries und Hummel würdig an die Seite gesetzt; sein Vor» trag war gediegen und sein Spiel, ob« wohl ernst und würdig, entbehrte nie der ' Folie einer gewissen genialen Leichtig« keit; als Orgelspieler aber hatte er in Wien keinen seines Gleichen. Als Com« positeur gehört er der Mode, der Salon« welt an, und daher kam es, daß er. obgleich äußerst fruchtbar und seiner Zeit sehr beliebt, doch so bald vergessen ward. Als Lehrer aber war er ein Meister, denn seine Basis war die Empirik, die er als Autodidact an sich selbst erprobt hat. Als Mensch war er eine echte Künstler» natur: gefällig, guten Herzens, voll der erregbarsten Phantasie und Freund der ganzen Welt, Feind aller Gedanken an die Zukunft." Auch muß schließlich — zur '. 7. Jänner 1570 1 26
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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