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Pccchio 440 Pechktschek
henden Franzosen zurückgeworfen hast".
Der Veteran — der bald nach seinem
Uebertritte in den Pensionsstand sich mit
einem Fräulein Therese Schuh vermalt
hatte, wohnte der am 31. Jahrestage
der Schlacht von Aspern im Jahre
1860 stattgehabten Enthüllung des Erz-
herzog Karl»Monumentes bei, welche
Feier der Greis noch 6 Jahre überlebte.
Zwei von seinen Söhnen, Adolph und
Wenzel, dienen als Officiere in der
kaiserlichen Armee, ersterer war im Jahre
1868 Major im 37., letzterer Haupt«
mann im 74. Infanterie-Regimente.
Rit terstands'Dip lom ääo. 7. September
1842. — Bohemia (Prager politisches
und Unterhaltlitlgsblatt. 4») Jahrg. i860,
Nr. 123. S. N36. — Mi l i tä r -Ze i tung,
herausg. von I . Hir tenfeld (Wien, 4<>.)
XII I . Jahrg. (1860). Nr. 42. im Texte des
Aufsatzes: „Enthüllung des Erzherzog Karl«
Monuments". — Hoff inger (Ios. Ritter
von), Oesterreichische Ehrenhalle. Separat»
Abdruck aus dem österreichischen Volks« und
Wirthschafts-Kalender für i868 (Wien, Ant.
Schweiger, gr. 3°) S. 3.
Die Pecchio von Weitenfeld schei«
nen eine ursprünglich italienische, später nach
Oesterreich, und zwar nach Böhmen überfie«
delte Familie zu sein. von der ein Zweig noch
im Mailandischen fortblüht, zu welcher der
bekannte Tourist und Reiseschriftsteller Giu-
seppe Pecchio (geb. zu Mailand 13. No>
vember 1?85. gest. 4. Juni 1833) gehölt,
dessen Biographie Emilio Tipaldo in seinem
Werke: „ViozrätiL äsßii ItaUäni iiwsti-i
soo. eeo.", tomc, IV, x. 244, mittheilt. Die
Mailänder Pecchio sind eine lombardische
Patrizierfamilie, in welcher Anton P e cch io
mit Allerh. Entschließung vom 20. November
18l6 die Bestätigung seines Adels erhielt.
Wappen des Karl Pecchio Ritters von
Weiten feld. In Silber ein blauer Stern.
Auf dem Schilde ruhen zwei gegeneinand/r ge<
kehrte gekrönte Turnierhelme. Aus der Krone
des rechten Helms wachsen zwei schwarze, mit
den Sachsen gegeneinander gekehrte Adler,
flügel, denen der blaue Stern des Wappen«
schildes eingestellt ist. Aus der Krone des
linken Hclms wallen fünf Adlelfedern. 1, 3,
3 silbern, 2 und 4 von blauer Farbe, empor. Die Helm decken zu beiden Seiten sind
blau mit Silber belegt.
Pechätschek, Franz sVater^j (Ton,,
künstler. geb. zu Wildenschwert
im Chrudimer Kreise Böhmens im Jahre
4763, gest. zu Wien 26. September
4816). Erscheint auch, wie sein Sohn,
Pechaäek und Pechaczek geschrieben.
In der Schule seines Geburtsortes er«
hielt er von dem Lehrer des Orts auch
den ersten Unterricht im Gesänge und
Violinspiele. Dann sehte er die Studien
fort, u. z. in Leitomischl, wo er daS Gym-
nasium, und zu Weihwasser in Schlesien,
wo er des Lyceum besuchte. Die weitere
Anleitung in der Musik ertheilten ihm der
Chorregens zu Weißwaffer. P. Lam»
bert, und der nachmals berühmt ge«
wordene Di t ters von D i t te rsdors
sBd. I I I , S. 316^. Im Jahre 1783
ging er nach Wien. wo er sich ausschließ,
lich in der Musik fortbildete und im
Jahre 179t) Kapellmeister an dem da»
mals auf der Landstraße errichteten Thea«
ter wurde. Nach der „Oesterreichischen
National-Encyklopädie" hätte er im
Jahre 1820 Wien verlassen uild wäre an
einem bedeutenden Theater in Deutsch«
land angestellt worden, wo er noch im
Jahre 1833 gelebt haben soll. DaS ist eine
Verwechslung mit seinem gleichnamigen
Sohne ^s. d. Folgenden^: denn Franz
Pechatschek der Vater ist nach Mit-
lheilung der „Neuen Wiener Musik>Zei>
tung" 1857. Nr. 39, schon am 26. Sep.
tember 1816 in Wien gestorben. P. war
ein ausgezeichneter Violinspieler und sein
Vortrag zeichnete sich durch reine schöne
Intonation, Feuer, Kühnheit und glän-
zende Biavour aus. Auch als Compo»
nist war P. sehr fleißig und als Theater«
Capellmeister schrieb er zwei große Opern,
10 Operetten, 12 Symphonien, gegen
30 Ballere, nebst vielen anderen für die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon