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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 422 -
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Seite - 422 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Pederzani 422 g. I- bezog er das königliche Lyceum z^ Trieni, das damals zum Königreich« Italien gehörte. Daselbst war P. eine, der ausgezeichnetesten Zöglinge, erhiel, für eine philosophische Ausarbeitung den eisten, in einer goldenen Medaille beste« henden Preis, auch wurde sein Name auf einer im Lyceum anzubringenden Mar< mortafel in Stein gemeißelt. Als im Jahre 1813 Tirol wieder österreichisch geworden, begann P. in Wien das Stu dium der Rechte, wo damals an der Hochschule Männer wie Dol l iner , Egger, Scheidlein. v.Warerroth u. A. lehrten. Im Jahre 1817 hatte er den vierjährigen Cursus beendet und zu gleich auch im letzten Jahre bei dem StistSgerichte Schotten in Wien die Ci vilgerichts.Praris begonnen. Im März 1818 wurde er Auscultant bei dem k. k. Stadt« und Landrechte in Triest und schon im August 1821 Rathsprotokollist bei dem k. k. Stadt« und Landrechte in Görz. im Jänner 1824 aber — nach einer Dienstleistung von kaum vier Jahren — Rath und wenige Wochen spater noch Kanzleidirector ebendaselbst. Eine so rasche Beförderung spricht für eine ebenso ausgezeichnete Verwendung im Dienste, wie für eine nicht gewöhnliche Geschick- lichkeit. In Görz begann er auch als Iandtafel-Referent die Ordnung der da» mals völlig ungeordneten Görzer Land- tafel, deren vollkommene Regelung P. spater als Hofrath zu Ende führte. Mit Allerh. Entschließung vom 18. April 1824 wurde P. als Rath, zum Civil- tribuiiale in Venedig übersetzt, wo es seinem Diensteifer und seinen gediegenen Kenntnissen bald gelang, bei einem AmtS« kölper, der den Grundsahen des römi- schen Rechts und den Traditionen der früheren französischen Gesetzgebung hul« digte, die österreichische Jurisprudenz zur Anerkennung und Geltung zu bringen. Auch führte er daselbst die vollständige Regelung des DepositenwcsenS durch, in welches vor seinem Eintritte in das Rathsgremium mehrfache Unordnungen eingeriffen waren. Mit Allerh. Entschlie» ßung vom 28. November 1831 wurde P., indem er schon einige Zeit als Aus- hilfsreferent b i^ dem venetianischen Ap» pellationsgerichte in Verwendung gestan- den, zum Rathe bei dem k. k. innerösterrei- chisch-küstenländischen Appellationsgerichte in Klagenfurt ernannt. Daselbst wurden ihm außer den gewöhnlichen Geschäften häusig wichtigere Vorträge im legislati. ven und Organisirungsfache übertragen, auch leitete er die vollständige Reorgani- sirung der Görzer Landtafel ein und suchte auf Trennung der Justiz von der Administration in den unteren Instan- zen, namentlich bei den Bezirksgerichten Istriens, hinzuwirken. Nach kaum acht- jähriger Wirksamkeit auf diesem Posten wurde P. mit Allerh. Entschließung vom 4. Mai 1839 zum Hofrathe dc: k. k. obersten Iustizstelle in Wien ernannt, welcher Stelle er durck 13 Jahre zur Zierde gereichte. Nach zwei Richtungen hin machte er daselbst seinen Einfluß her« vorragend geltend: in administrativer Beziehung und in der Theilnahme an legislativen Arbeiten. Mit dem ofsiciösen Referate über den Sprengel des inner- österreichisch « küstenlandischen Appälla« tionsgerichtes, welcher Steiermark. Kärn« then, Kram, das Küstenland, Görz und Istrien umfaßte, betraut, leistete er Außer» ordentliches zur Verbesserung der Admi« nistration der Justiz in den genannten Ländern, aber auch auf die Provinzen ob und unter der EnnS, Tirol, Dalmatien übte seine Stimme bei den Berathungen t geringen Einfluß auf die Ansichten der übrigen Mitglieder des obersten Ge-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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