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Peer 427 Peharnik-Hotkowich
dent nach Innsbruck. Seit 1816 bereits
kränkelnd, trat er im August 1821 in
den Ruhestand, bei welcher Gelegenheit
seine um den Staat erworbenen Ver<
dienste mit dem Ritterkreuze des Leopold,
Ordens gewürdigt wurden. Im nächsten
Jahre erfolgte seine Erhebung in den
Ritterstand mit dem Prädicate von
Egerthal. Im October 1823 starb
er zu Innsbruck im Alter von 72 Iah
ren, von vier Frauen, deren letzte wenige
Wochen vor ihm gestorben war, einen
einzigen Sohn hinterlassend. Der Nekro<
log in Hormayr'S „Archiv" entwirft
von diesem Ehrenmanne. von diesem
Tiroler von echtem Schrot und Korn,
ein anziehendes Bild. Es sei nur noch
bemerkt, daß der hier geschilderte Joseph
Johann Peer Ritter von Egerthal
mit dem k. k. Polizei-Hofrath von Peer,
deffen die Schrift: „Der Jakobiner in
Wien" (Zürich und Winterthur 1842.
8«.) S. 117 u. 119. gedenkt, nichts
gemein hat.
Adelstands.Diplom ääa. 24. Jänner l793.
— Ritterstands'Diplom ääo. 30. März
1822. — sHormay r's) Archiv für Geschichte,
Statistik. Literatur und Kunst (Wien, 4<>.)
Jahrg. l827, Nr. 127, S. «59: Nekrolog. —
Staffler (Johann Iuc.), Das deutsche Tirol
und Vorarlberg, topographisch mit geschicht«
lichen Bemerkungen (Innsbruck l847, Felician
Rauch. 8«.) Bd. I , S. 193. — Oester.
rcichischeNational-Encyklopädievon
Gräffer und Czikann (Wien 1833, 8«.)
Bd. IV, S. 171 l^ nach dieser geb. im Dorfe
Heid. was unrichtig. da sein Geburtsort
Monteplair ist). — Wappen. In Gold ein
grüner Dreihügrl, auf dessen mittlerem über«
höhten ein rechtsschreitender aufrechter Bär
von natürlicher Farbe mit offenem Racken
und rothausarschlagener Zunge steht. Auf
dem Bchilde ruhen zwei zueinander gekehrte
geklönte Turnierhelme. Aus der Krone deS
rechten wallen drei Straußenfedern, eine
goldene zwischen grünen; aus jener des
linken wächst der im Schilde beschriebene Bäi'.
Die Helm decken beider Helme sind grün
mit Gold belegt. Pehlttnik'Hottolvich, Daniel Freiherr
(k. k. General-Major und Ritter des
Maria Therefien.Ordens. geb. zu Spi«
pak in Croatien im Jahre 1743, gest.
zu Wien 4. September 1794). Ent-
stammt einer ukrainischen Familie, deren
Mitglieder seit mehr denn drei Iahrhun-
derteu stets Waffendienste geleistet. Da«
niel war im Jahre 1762, damals
17 Jahre alt. als Cadet in das Szluiner
Regiment getreten, in welchem er inner«
halb sieben Jahren, im Alter von
24 Jahren, zum Hauptmann vorrückte
und vier Jahre spater. 1773, Major bei
den Liccanern wurde. Im bayerischen
Erbfolgekriege war er bereits Oberstlieu»
tenant' bei Komeise überfiel er in der
Nacht vom 16./17. September 1778 ein
preußisches Bataillon, vertrieb den Feind
von den dominircnden Anhöhen bei
Mesnik nächst Iägerndorf und steckte
deffen Blockhäuser in Brand. Von
Neuem zeichnete er sich im Gefechte bei
Weißkirchen, am 26. November, aus.
Im Jahre 1783 wurde P. Oberst im
Regimente und im Jahre 1786 in gleicher
Eigenschaft zu den Ogulinern übersetzt.
Zwei Jahre später begann der Türken-
krieg. Bald nach Eröffnung der Feind«
seligkeiten. am 9. Februar 1788, schickte
P. seinen 22jährigen Sohn als Parla«
mentär mit einem Trompeter an den
türkischen Commandanten des Schlosses
Dresnik, um ihn zur Uebergabc aufzu«
fordern. Der Feind empfing beide mit
Schüssen und Peharnik's Sohn büßte
bei dieser Sendung das Leben ein. Nun
ließ P. durch zwei Tage das Schloß
bombardiren, erzwang die Uebergabe
und machte 178Gefangene. Bald darauf
begleitete er den auf dem Kriegsschau,
platze befindlichen Kaiser Joseph II.. der
an das tapfere Negimmt eine Geldbeloh«
lung vertheilen ließ, bis nach Dresnik.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon