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Gleichungen, die Integralen u. dgl. m.
zum Gegenstande eindringlicher Studien
gemacht und zahlreiche Abhandlungen
darüber in Baumgartner 'S und Nr»
tingshausen'S „Zeitschrist für Mathe-
matik und Physik", in Crelle's „Iour>
nal" , in den Mi t the i lungen und
später inderViei te l jahrschr i f t der
naturforschenden Gesellschaft zu Zürch
veröffentlicht, welche sämmtlich inPog-
gendorff 'S „Biographisch-liteiarischem
Handwörtecbuche zur Geschichte der ex>
acten Wissenschaften" angeführt werden.
Selbstständig find von ihm erschienen:
„Nie Differential- nnl> Integralrechnung mit
Functianen cüicr Variablen", 3 Bde. (Zürch
1839—1847, 8».)'. — „NrIara l i Ner-
nllnIIi'Zchc Fnnctiun" (ebd. 1348. 4°.)',
— „Mathematische Mittlieilannen". 2 Hefte
(ebd. 1837 u. 4888. 8°.)'. — „Ueber die
farischreiteiide Nemrgnnn, der Zchnmpnnrte !>er
Planeten nnLeres ZonncnIijstems n. 3. m."
(ebd. 1838. 4«.). R. starb im Alter von
88 Jahren.
Neue Zürcher Zeitung l8!>g, i4, Jänner,
— Poggendorff ( I . C,), Biographisch'!,,
terarisches Handwörterbuch zur Geschichte der
ciattcn Wissenschaften (Leipzig l862, I . A.
Barth, gr, «".) Vd. I I , Sp. 3äl.
Rä,b, Wenzel (öechischer Poet. geb.
zu Nenatek an der Iser um 18l)7, gest,
ebenda 19. December 1838). Nr war
Wirchschaftsbeamter in Diensten des
Grafen Leopold Thun und beschäftigte
sich in seinen Mußestunden mit poetischen
Arbeiten, von denen mehrere im ö a s o
pi8 des böhmischen Museums und in
der Zeitschrift „Voola«, d. !. die Biene,
erschienen sind. Eine selbstst.ändige Samm>
lung gab er unter dem Titel: „H,n/«sn^
iazne", d. i. Vermischte Dichtungen
(Prag 1836, I . Pospisil, 42°.) heraus.
Die öechische Fachkritik bemerkt über seine
Poesien, daß R„ obgleich er noch der
v.Wurzbach, biogr, Leriton XXIV. alten Schule angehört, doch poetische
Anlage und eine nicht gewöhnliche Vers»
gewandtheit beurkundet.
d. i. Geschichte der böhmischen Literatur (Prag
l8t9. 5. Rwiiäö, 4») Zweite, von W. W.
Tomek besorgte Auflage, S, 6l6. — 8ic>v>
üleßs?, d. i. Conuersatillne>3eiitllN. Redi»
girt von Dr. Franz Lad, Nieger (Prag i 860,
I. L. Kober, Lei. 8°.) Bd. VII, S. 4.
Rablinser. Aloig Blasius (Canoni.
cus zu Brixen, geb. zu La Yen in Tirol
4. Februar 1787. gest. zu Nr ixen
28. November 1884). Den theologischen
Studien sich zuwendend, erhielt er am
13. December 1842 zu Brixen die h.
Weihen. Er trat nun in die Seelsorge,
wurde Hilfspriester zu St. Peter in
Layen, 1843 zu Villanders, 1814 zu
WelSberg und 1818—1817 zu Doblach.
Im September 1817 kam er als Consi-
storial-Secretär nach Brixen, wo leine
Tüchtigkeit im schriftlichen Geschäftsleben
sich bald bemerkbar machte, so daß er
dem damaligen Weihbischof und D'iöce-
san.Schulen.Oberaufseher Georg P rün»
st er in Angelegenheiten der Schulen bei»
gegeben wurde. Im Mai 1826 zum
fürstbischöflichen Hofcaplan ernannt, ar»
beitete er unter zwei Fürstbischöfen: Kar l
Franz und Bernard, wurde von letz»
terem im Jahre 1833 in die Zahl seiner
Räthe aufgenommen, und im Jahre
4836 zum Consistorialkanzler ernannt.
Durch Nllerh. Entschließung vom 28. März
1837 erhielt er ein Canonicat an der
Brixener Kathedrale. Rabanser genoß
wegen seiner Mildthätigkeit gegen Arme
allgemeine Verehrung; die Einführung
der Bruderschaft zum h. Herzen Maria
in der Brixener Diöcese ist sein Werk, er
vollbrachte dasselbe mit bedeutenden
Auslagen. Nachdem sie am 2. Juli 4834
in Brixen eröffnet worden, hatte sie sich
. U, April l8?2,) 1!
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Band 24
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Prokop-Raschdorf
- Band
- 24
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1872
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 450
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon