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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 166 -
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Nacki 166 das frei ich nur det liternrische Dieb und der Lacher »erstanden. R, war kaiserlicher Rath und Mitglied des Institutes der Wissenschaf, ften zu Venedig. s,6o?«?a l"6.^! > ^IiuLuacco Milaiio, lioucdetti, 8°.) p. 140. — Porträl. Unterschrift: H,leLLkn<?i-a vott. lilloeliLtU. ttl««to /ia«<2 äi«. (?ullov!l, xrem. Ut. 1'^,«,- Raöti, Franz (gelehrter Theolog, geb. zu Fusino im Fiumaner Gebiete 23. November 1829). Der Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns; die unteren Schulen besuchte er in seinem Geburts» orte, daö Gymnasium 1839—1842 in Fiume, später, bis 1847, in Warasdin. dann hatte er die Absicht, in Pesth die philosophischen Studien zu machen, die Wirren der Revolution vereitelten aber diesen Plan und er begab sich nach Zengg in das dortige bischöfliche Semi> ncn. Dort machte er sich bald durch seine hervorragende geistige Begabung bemerk» bar; wurde in Folge dessen auch im Jahre 1849 in das Pazmaneum nach Wien geschickt, wo er mit großem Eifer dem Studium der theologischen und phi» losophischen Wissenschaften und jenem der verschiedenen Dialecte der slavischen Sprachen oblag. Nachdem er in Wien die Studien beendet und die theologische Doctorwürde erlangt hatte, wurde er in Wien am 25. August 1832 zum Prie» ster geweiht und sodann an dem dorti» gen Seminar zum Professor der Kirchen» geschichte und deS Kirchenrechts ernannt. Durch Vermittelung seines Bischofs O2e» govi6 sBd. XXI, S. 140) wurde R. im Jahre 1887 zum CanonicuS an der illyrischen Kirche des h. Hieronymus in Rom erwählt, worauf er noch im näm» lichen Jahre nach Rom übersiedelte. Da- selbst verweilte er bis zum Mai 1860, worauf er nach Oesterreich, und zwar nach Cro<?tien, anfänglich in der Absicht, > nur für kurze Zeit, zurückkehrte! aber das Domcapitel von Zengg erwählte ihn im Jahre 1861 zu seinem Vertreter auf dem croatischen Landtage und in den Landtag 1863/1866 wurde er von dem Diakovarer Capitel als Abgeordneter gewählt. Anfangs 1863 wurde er Statt- haltereirath und Inspector der Volks» und Mittelschulen in Kroatien und Sla- vonien und hat in Folge dessen seinen bleibenden Aufenthalt in Agram. Bereits als Zögling des Zengger Seminars be> schäftigte sich N. mit schriftstellerischen Arbeiten und seit l849 schon war er ein fleißiger Mitarbeiter der kirchlichen Zeit» schrift „Xn,t,olioki list", in welcher er theologische Aufsätze veröffentlichte, wäh» rend er im „A^vLn", einem belletristi» schen croatischen Blatte, schöngeistige Ar> Veiten erscheinen ließ. Als er später am Zengger Seminar als Professor thätig war, trieb er fleißig Sludien über die ältere slavische Literatur u»d croatische Geschichte, sammelte auch nach dieser Ricdtung glagolitische Urkunden und In» schriften. von denen Kukul jevi « manche in seinem Werke „klonumLntH" benühte und abdruckte, und veröffentlichte seine eigenen Forschungen in dem von der Agramer gelehrten Gesellschaft heraus» gegebenem „^.rkiv" und im „össven". Davon sind besonders hervorzuheben seine „Uebersicht de: glagolitischen Ki» chenliteratur mit besonderem Hinblicke auf die heil. Schrift und liturgische Bü» cher". im „katoliolci list« 18-.6. Nr. 34 u. 33; — „Dalmatinisch»croatische Erz- bischöse", ebenda 1887. Nr. 1—3 u. 20'. — „Umriß südslavischer Geschichten bis zum 9. Jahrhunderte", im 4. Bande deS ,i-Kiv", und „Leben des h. Thomas, Trzpriesters von Spalato", im „^ssvon" 1837. AIS er in der Folge nach Rom übersiedelte, trieb er dort fleißig archno»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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