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Nedehky 198 Nadetzky
das von F. V. Mi towec herausgegebene
Werk- „Alterthümer und Denkwürdigkeiten
Böhmens" (Prag, Kober, Qu, 4»,) Bd. I I ,
Heft 5. Domherr Wenzel starb zwischen
dem 3. Februar und i8, April !4l6 ^Legis»
Glückselig (Ni-.), Der Prager Dom zu
St. Veit (Leitmeritz ^8!>5). S- 82.^ —
4. Wenzel Ignaz Graf R. (geb, N33.
gest. 3N. Jänner l803), ein Zohn des Gra>
fen Wenzel Leopold N- und Oheim des
Felümarschalls. Der damaligen Sitte gemäß
kaufte er eine Charge in der kaiserlichen
Armee und prinatisirte als k. k. Hauptmann
und wirklicher Kämmerer. Als sein Vcuder,
ter Graf Peter Tuseb (II.) starb, über>
nahm Wenzel Ignaz die Vormundschaft
über dessen Kinder, den Grafen Joseph,
nachmaligen Feldmarschall, und dessen Schwe>
ster Franziska Anna Iosepha, Graf
Wenzel Ignaz war in Böhmen mehrfach
begütert und vermehrte die großmütterllche
Erbschaft seiner beiden Vludorikinder mit
eigenen Opfern. Von seinen eigenen Kindein
starb der Sohn Johann Wenzel in jun-
gen Jahren, die Tochter F r anz i«ka uer>
malte sich aber an Johann Kar l Freiherrn
Henn > ger uon Eberg. ^Vohemia (Prag,
4°.), 22. Jahrg. (l849), Nr. 2 l l : „Vio-
graphische Tlizze» einiger Nadehky's.^ —
-», Wenzel Leopold Graf Radehky sgeb.
9. September <704, gest. I78l), ein Sobn
des Peter Tuseb (I.) ans,dessen erster Ehe
mit Mar ia Johanna Polyrenn Gräfin
Heussenftain. Graf Wenzel Leopold
»rat. in die Dienste oer kaiserlichen Armee,
uno zwar in das Regiment Oliuier Wallis,
mit welchem er durch sieben Jahre den sici»
lianiscken Krieg mitgemacht, Nack seinem
Aüötrittc aus der Armee vermalte « sich im
August i?3l mit Anna Ueronilln Arensk^ uon
proruß, welche inm mehrere Kinder, darunter
die zwei Söhne Peter Euseb (II.), den
nachmaligen Vater unseres heldenmarschalls,
und Wenzel I g n a z gebar, welche beide
im siebenjährigen Kriege lxi mehreren Ac!>o>
nen sich hervois/than. so daß Wenzel Leo»
pold in Würdigung der Verdienste seiner
Vorfahren, dann seiner eigenen und jener
seiner beiden Söhne im Jahre 17N4 in den
Grafenstand erhoben wurde. Von diesen
letzteren pflanzte Peter Cuseb (II.) da«
-Geschlecht fort, wäl,rend die uon Wenzel
I gnaz gestiftete Linie mit seinem Sohne
Johann We nzel im Mannüstamme erlosch.
Die Tochter Franz iska oermälte sich mit Johann Karl henn inge r von Vberg
IG rafenstand«. D i p l o m ääo. Wien
27. September <7S4. ^ Bohemi l l (Prag,
4°.) 1349, Nr. 22« l „Biographische Skizzen
einiger Nadetzkn's"; — dieselbe !860,
Nr <>3, S. 6<!9, über die Bestattung de«
Grafen Wenzel Leopold und die R a>
detzky'sche Gruft in der Kapuzinerkuche
St. Joseph in Prag.
X. Wappen der Vrafenftmilie Vadetzk,,. Das
Stammwappen der Radetzku war ursprüng»
lich eine Schaufel im schwarzen Felde, bis»
weilen in Verbindung mit einem Turnier»
chenmand von l393 — später ein Schild,
uon roth und blau senkrecht getheilt, oarin
ein mit oem Griffe nach unten schrägcechts
gestellter silberner Spaten. Mit der Veilei-
leihung des Herrenstandes an Johann
Georg Ritter Nadetzln von Nadetz
«jäo. 20 November 1684 erhielt die Familie
folgendes Warwen: Der Schild pervendiculär
in zwei gleiche Theile abgetheilt, die tnntere
goldene Hälfte hat einen mitten eingebogenen
geharnischten Mannesarm, der z»r Rechten
bloßes, zu», Hiebe gerichtetes Schwert halt,
im uorderen dunkelbraunen Fel?? ist eine falbe
Grabschaufel mir silbernen Eriremitäten nach
der Länge aufwärts gestellt zu sehen. Auf
dem Schilde zwei offene ritterliche Turnier»
Helme mit beiderseits guld und lasurblau her.
goldenen königlichen Krone geziert. Auf dem
vorderen Helme ob der Krone sind drei lange,
etwas einwärts fallende Straußfedern zu sehen,
deren vordere roth, hintere blau und mittlere
weiß. Auf dem hinteren Helme ist ob der Krone
der unten in dem Schilde der goldfarben Fel«
oung mil dem Sckwerte zumHiebe beschrie>
bene geharnischte Mannesarm zur Rechten
gekehrt. Mit der Erhebung in den Grafen»
stand, den mit Diplom ääo. 27. Teptem«
ber l7L4 Freiherr Wenzel Leopold R,
erhielt, wurde das Nnoehky'sche Wappen
abgeändert, und zwar wie folgt: ein längs
getheilter, mit einer gräflichen Krone gezielt
ter Schild, in dessen vorderer roth, oder
rubin>, dann hinterer blau« oder lasurfarben
Felouna ein zur Rechten schräg aufwärts
gestellte Gradschüufel, welche, weiß oder silber>
färb eingefaßt, zu sehen ist. Auf dem Schilde
ritterlicher, gekrönter Turnierhelm mit seinem
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Band 24
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Prokop-Raschdorf
- Band
- 24
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1872
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 450
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon