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Naditschnigg 200 Nadivojenie
Botanik. Seine mannigfaltigen Dienst»
reisen führten ihn nach und nack in alle
Theile Siebenbürgens und er benutzte
diese Ausflüge zur Sammlung der man
nigfaliigsten Kunstschähe. So brachte er
ein Herbarium, in Hinsicht auf sieben
bürgische Pflanzen, eines der vollstän
digsten, zusammen, und eineFrucbt zwan
zigjähriger, unermüdeter Forschungen im
Gebiete der Pflanzenkunde war seine im
Nachlasse vorgefundene „?!oi» Iransil-
vauiae." Sie bestand aus einem Manu»
scriple. das die Beschreibung von etwa
400 Phanerogamen mit 38 Abbildungen
derselben enthält, aus 200 Beschreibungen
von Pilzen vorzüglich der Gattungen
Agaricus und Boletua mit 444 Abbil»
düngen derselben und aus einer Pflan«
zensammlung von 1613 Phanerogamen,
nach Linnö geordnet, und in den Jahren
1783—1790 gesammelt. Doctor Schur
hat Einiges aus Raditschnigg'S Nach»
lciffe veröffentlicht. Aus den in seinem
Nachlasse vorgefundenen Aufzeichnungen
und Papieren erhellet, daß R. unter
Anderen mit Iacqu in , Wi l ldenow
und Ki ta ibe l in literarischem Verkehre
gestanden. R. war auch Mitglied der
herzoglich mineralogischen Gesellschaft zu
Jena.
Vaterländische B lä t er für den öster<
reichischen Kaiserstaat (Wien, A, Strauß, 4°.)
Jahrg. 1812, Vd. I , S. 1U4. — Kanih
(August), Versuch einer Geschichte der unaa>
rischen Botanik. Aus dem 32. Bande der
I^luullLl» besonders abgedruckt (Halle 1883,
Gebauer>Schwetschke, 8°.) S. 136 sin dieser
Ausgabe, wie in der früheren derselben Schrift
(Hannover 1863, 12°.) S. 66, ist er unter
dem unrichtigen Namen Radnihty —statt
Raditschnigg — von Lerchenfeld auf»
geführt). — (De Luca) Das gelehrte Oester»
reich. Ein Versuch (Wien 1??8, o. Tratt-
nern, 8°.) I. Bds. 2. Stück, S. 36 lnach
diesem geb. zu Herzendorf in Kärnthen 2l. Fe>
bruar l753, heißt auch daselbst irrig Ra<
ditsching, unter welch« unrichtigen Schrei« bung seines NannnS cr in mehreren Wer.
len erscheint). — Raßmann (Friedr,). Pan>
theon deutscher fttztlebendl'r Dichter und in
die Belletristik eingreifender Schriftsteller, be-
gleitet mit biographischen Notizen und d«
wichtigsten Literawc (Helmstädt 1823, Fleck,
eisen. 8°,) S. 237, — O ° rdele (Karl), Gruno.
risz zur Geschichte der deutschen Dichtung,
Au« den Quellen (Hannover !839, L. Cller.
mc»m, 8«,) 2. Vano, S. «071 fieser wie
Raßmann stimmt im unrichtigen Namen
und im Geburtsdatum und Orte mit de
Luca überein). — Mit thei lungen des
sievenbürgischen Vereins für Naturwissenschaft
(Hermannstadt, «".) Bd. I I I , N. 88: vr .
Schur ülier Joseph von Lerchenfeld uno
desse» botanischen Nachlaß
RlldiVllMc, Julie (serbische Schrift-
stellerin. geb. zu Verse« im Vanatt
2. tzebruar 1794, n.A. 1799). Ihr Vater
Johann Viatoc ic war Rath und Ver»
weser der serbischen Schulen. AIS sie
22Jahre alt war, verlor sie beide Eltern
durch den Tod, sie ging nun nach Wien.
wo sich ihr Oheim von Mutterseite ihrer
annahm und sie nach siebenjährigem Auf»
enthalte die Muttersprache fast ganz ver-
gessen hatte. Im Jahre 1820 begab sie
sich nach Pesth, wo sie mit dem ungari»
schen Kleidermacher Max Radivoje-
vich bekannt wurde und ihn im Jahre
1821 heirathete. Nun erst lernte sie die >
serbische Literatur kennen, übte sich fteißig
durch Lectüre und fühlte sich insbeson.
dere durch die Dichtungen von Obra-
dovic angezogen. Zuletzt versuchte sie
sich selbst in literarischen Arbeiten und
trat im Jahre 1829 als Schriftstellerin
in serbischer Sprache auf, und zwar:
zuerst mit einem kleinen serbischen Alma>
nache, betitelt: „Ikalia«, der mehrere Ab-
handlungen in Prosa, dann einige Oden
und Gedichte enthielt; dann schrieb sie
Abhandlungen über die Erziehung vor-
nehmlich deS weiblichen Geschlechts; dann
nach Ebersberg'S „Freundlichen Rath
für die reifere weibliche Jugend" einen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Band 24
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Prokop-Raschdorf
- Band
- 24
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1872
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 450
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon