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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 205 -
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Nadnitzky 203 Nadnitzky Goethe, Ueber Kunst und Alterthum. M 1, 76. — Neuer Nekrolog der Deutsche», sWeimar. B. Fr. Voiat, kl. 8°.) XXX. Iahrg, (1852) S. l41. - Die Angabe de« Jahre l77'i llle seines Geburtsjahre«, die sich hi und dc> findet, ist unrichtig. Rlldmtzky. Karl (Professor an de k. k. Akademie der Künste in Wien fü kleinere Plastik, Ornamentik und Medail leurkunst, geb. zu Wien 16. November 1318). Entstammt einer Künstlerfamilie denn schon Großvater und Vater übten die Kunst auS, in welcher der Sohn eine so hervorragende Stufe erreichte. Der Vater Joseph R. lebt noch in Wien als k. k. Hof-Graveur. Der Sohn Kar! besuchte daS Gymnasium in Wien. tral aber. seinem Kunstdrange folgend, nach beendeten Gymnasialstudien bei dem be rühmten k. k. Kammer-Medailleur und Directorim Haupt-Münzamte Joseph Da niel Böhm »Nd. I I , S. 20^ als Schüler ein, eignete sich unter dessen Leitung gründliche Kennlnifse in der Kunst an und bildet sich insbesondere in der Stein pelschneidekunst auS. Im Jahre 1836 wurde R. als MünMaveur angestellt, wurde aber unter dem Schuhe Böhm'S nur zu rein künstlerischen Arbeiten ver- wendet und ihm überhaupt alle Gelegen» heit geboten, sich in seinem Fache fortzu. bilden. Im Jahre 1842 vollendete R. daS erste größere Werk, die Rubens-Me- daille, für welche er gegen seinen Mi tbewer- ber, den Medailleur Cesar. von der k. k. Akademie der bildenden Künste mit dem Reich el'schen Künstlerpreise ausgezeich. net wurde. Bei einem im Jahre 1847 unter den Münzgraveuren stattgehabten Concurse wurde R.'s Arbeit so vortreff. lich befunden, daß er von der k. k. Hof- kammer zu seiner höheren Ausbildung auf Staatskosten auf eine Reise nack Deutschland, Belgien und Frankreich ge- schickt wurde. Bald nach seiner Rückkehr wurde er im Jahre 1830 an die Aka'de. mie der bildenden Künste für den Unter« richt des oiüammtalen und figuralischen Modellirens berufen und im Jahre 1833 an derselben zum Professor der Schule für kleinere Plastik, Ornamentik und Medailleurknnst ernannt, welche Stelle er zur Stunde noch bekleidet. Neben sei- nem Lehramte übt R. praktisch seine Kunst auS, und eine große Anzahl von Denk« münzen und Medaillen, durch die verschie. densten Gelegenheiten veranlaßt, beweifcn seine Thätigkeit auf dem von ihm betrete« nen Kunstgebiete. Aus der großen Menge der von ihm ausgeführten Medaillen neu» nen wir die folgenden: Zur Todtenfeier Friedrich des Streitbaren, im Auf- trage deö Stiftes Heiligenkreuz (1846); — auf die 24. Naturforscher-Versamm- lung in Wien', — auf die Zurückkunft Tr. Majestät des Kaisers Fran^ Io< seph aus Ungarn im Jahre 1882,' ,— auf die hundertjährige Feier von Mo- zart'S Geburt; — auf den Wahlspruch deS Kaisers Franz Joseph: „Viiibns nnitiL"; — auf die Tnthüllungsfeste der Denkmäler des Erzherzogs Knr l und deS Printen Eugen von Savoyen; — auf die Inthronisation des Olmüher Erzbiscbofs Landgrafen von Fü r st e n» berg und auf sene des Agramei Erz» bischofs Haulik-, — auf die Vollen» düng deg Grauer Domes; — auf die Secundizfeier deS Primas von Ungarn, CardinalS Sci towüky; — die große Preismedaille für die Akademie der bil> denden Künste in Wien; — der Ge« chichtsthnler zur Eröffnungsfeier der Wien-Triester Bahn; — die Medaille auf den Bau der ungarischen Akademie der Wissenschaften in Pesth; — auf die Jubiläumsfeier der Schemniher Berg- Akademie; — auf die Bcethouenfeier in Wien (1870); — auf die Eröffnung deS
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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