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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 208 -
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Nadü 208 Nados Jahre 1811). Entstammt einer ungari schen, im Oedenburger Comitate ansäsfi gen Adelsfamilie. Seine Eltern waren Joseph R. und Anna Horväth. Gedeon erhielt seine Ausbildung in der Wiener Ingenieur>Akademie, tiat aus derselben. 19 Jahre alt. als Cabet in das Corps, wurde bald darauf, 1831, Lieutenant und, stufenweise vorrückend, 1839 Hauptmanil im Corps. Nun wurde er von 1840 bis 1846 als Director in der Franzensveste und dann bis zum AuSbruche des italienischen Krieges 1848 meist in den italienischen befestigten Plätzen verwendet. I n den Jahren 1848 und 1849 machte er die Feldzüge in Italien mit und erhielt für sein umsichti ges und tapferes Benehmen vor PeS chiera den Orden der eisernen Krone 3. Clafse und für gleiches Verdienst vor Malghera daS Ritterkreuz des Leopold Ordens. Bei der Blockade und Besaue ßung von PeSchi'era war er vom 28. Juli bis 28. August 1848 thätig und wurde daselbst verwundet; im Vereine mit dem Artillerie-Major Trösm leitete er den ganzen Ncm der BelagerungSbatterien und alle darauf Bezug habenden Arbeiten. Als dann am 10. August die Beschießung Peschiera's begann, gab er bei vielen Gelegenheiten große Beweise seiner Ent» schlossenheit. Umficht und Tapferkeit. Bei der Belagerung von Malgheca wirkte er vom 23. April bis 28. Mai 1849 mit und befehligte eine der sieben Brigaden, in welche die Belagerungsarbeiten ein» getheilt waren. Als nach Eröffnung des Feuers die Bcsahung am 26. Mai ein Fort zu verlassen gezwungen worden, wurde R. sofort zum FortisicationZdi- rector des von den Unseren besetzten Forts ernannt, welches er auch sogleich gegen Venedig hin in VertheidigungS» stand setzen ließ. Noch im Verlaufe des Jahres 1849 wurde R. Major im Corps, dann im Jahre 1883 in Rücksicht seiner verdienstvollen Leistungen überzähliger Oberstlieutenant im Infanterie.Regimente Fürst Liechtenstein, mit Belastung seiner Verwendung als Professor in der Inge» nieur.Akademie. In der Folge übernahm er das Commando des 11. Genie»Ba» taillons, dann den Posten eines Genie« Inspectors bei der dritten Armee in Ungarn, in welcher Stellung er im Jahre 1837 zum Obersten vorrückte und bei AuSbruch deS Krieges in Italien 1839 zum Feld'Genie'Director im Stäbe des Feldzeugmeisters Grafen Gyulan er> ernannt wurde. Der traurige Ausgang dieses Krieges ist bekannt. R. blieb nach dem Verluste der Lombardie Chef der Genie>Abtheilung der Armee im Vene» tianischen, wurde am 11. October 1864 mit Belafsung in seiner Dienstleistung zum General'Major befördert und im Jahre 1867 zum Geniestabe nach Wien übersetzt. Gegenwärtig lebt R. als unan' gestellter General'Major in seiner Heimat Repcse Lak im Stuhlweifsenburger Comi» !ate in Ungarn. Mi l i tä r .Ze i tunü, herauLciegedcn uon H i i« tenfeld (Wien, 4°.) 1869, Nc. 40, — Frankfu!,'terKonueisationS!)llltt(4<>.) 1839, Nr. 122, S. 499: „Der Stab des Feldzeugmeistere Vrafrn von Gyulay", Rlldos.Luigi (Kupferstecher, geb. zu Parma im Jahre 1780). Soll einer ungarischen Familie entstammen, welche um die Mitte des vorigen Jahrhunderts nach Parma kam. I n seiner Vaterstadt erlernte R. die Nnfangsgründe seiner Kunst, dann ging er zur weiteren Aus> bildung nach Mailand, wo er an der Brera seine Kunststudien fortsetzte und sich in kurzer Zeit-mit seinen Arbeiten neben Männer wie 3 onghi sBd. XVI, S. 7) und Morghen behaupten
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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