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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 212 -
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Seite - 212 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

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Nähmel 242 Nafael . — WienerZei tung <8«ss. Nr. «2, S. 327. Rllhmcl. Acha; Gottlieb (Ma le r , g.b. zu Ber l in im Jahre 1732. Todes- jähr unbekannt, lebte aber noch im Jahre 1813). Sein Vater Achaz Ot to R. war Kommissär bei dem kön. preußischen Verpflegsamte im siebenjährigen Kriege. Der Sohn widmete sich nach beendeten Schulen der Mcilerkunst und arbeitete fünf Jahre unter der Leitung deö be» rühmten Porträtmalers Dcwid Mcitt ieu in Berlin, worauf er dann fein eigenes Atelier eröffnete; nach Nagler wäre auchR. Lisieuwsky sein Lehrer gewe- fen. Nach einiger Zeit machte R. Kunst, ausfiüge und zuerst nach Küstrin, wo ei aber während der Belagerung dieser Stadt durch eine Feuersbrunst sein gan» zes Hab und Gut verlor. Nun kehrte er nach Berlin zurück und arbeitete dort bis zum Abschlüsse deS Friedens, worauf er auf den Rath und mit Empfehlung eines einflußreichen Freundes sich nach Mecklenburg.Strelitz zu der kunstsinnigen Prinzessin Christine begab, für welche er mehrere Monate beschäftigt war. Dann verweilte er die nächsten zwei Jahre auf mehreren Mecklenburgischen Edelhöfen, für deren Besitzer er zahlreiche Bildnisse aufführte und ging von dort nach Sach> sen, wo er auch längere Zeit bei einem äavalier arbeitete. Nun begab er sich nach Anhalt Köthen, malte dort den Herzog und seine Gemalin und ging nun nach Oesterreich, welches seine zweite Heimat wurde. Im Jahre 1770 kam er nach Prag. wo er uiele Personen deS hohen AdelS, darunter den Fürsterzb!» schof Przich owsky, den Fürsten Lob» kowitz, Grafen Stern berg u. A. malte. Von Prag, wo er geheirathet, ging er, mit vielen Empfehlungen deS höheren Adels ausgestattet, im Septem» ber 1775 nach Wien. wo ee wieder viel» fache Beschäftigung fand, zugleich aber in den hiesigen Gallerien fleißige Stu» dien, vornehmlich der Werke von Van Dyk und Rubens machte, und über» dieß unter Schmuher die kais. Akade- mie der bildenden Künste besuchte. I n Wien arbeitete R. über zwei Decennim, und sind von seinen hier angefühlten Arbeiten zu nennen: „RmZerVlnsiiild II.", lebensgroßes Bild im Ornate des golde» nen Vließes für die Ober-Rechnungskam» mer; — „NaiZer Franz II.", im Auftrage des Grafen Cobenzl. damaligen Ge> sandten am kais. russischen Hofe; — „Fürst Nietiichltein" , in spanischer Tracht, und noch viele andere Bildnisse des Wiener hohen Adels. Im Jahre 1798 übersiedelte R. nach Preßburg, wo er noch im Jahre 1813 lebte. Auch dort vollendete er eine stattliche Reihe vor» trefflicher Bildnisse, von denen anzufüh' ren sind: „ ZlllMN Nep. Grat <ö 5; terh»zn,"; — „ii55en Oemaliii"', — „Gmf Uy i l i n / ; — „Grnt Ä inad«" ' .— „W crchiil lnrz, ViZchok uun Ägiüin" ; — „Serd ah ein,, Vi- schut «an 3Il!!2u!iI", „Duron Gl i i lnnq" und „seine «Zemnlin" u. s. w. Man-rühmt R.'s Bildnissen sprechende Aehnlichkeit und natürliches Colorit nach. Nach seinen Bildnissen sind auch mehrere Stiche vor» Handen". Die „Vaterländischen Blätter" belichten im Jahre 1313 über ihn als einen damals noch lebenden Künstler, und damals zählte er bereits 81 Jahre', nach Nagler aber, der ihn mit drei Zei- len abthut, wäre er bereits im Jahre 1811 gestorben. Vaterländische B lä t ter füc Len östcnei' chischen Kniserstnnt (Wien, 4«.) l8<3, Nr, 88, S, 822,. „Biographische Notizen über die Künstler Schweige! und Nähmel". Rllfliel, Franz (Componist. geb. zu Vrünn im Jahre 1816, gest. zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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