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Naffalt 217 Naffalt
und Mariabrunn, welche so reizende
Landschaftsmotive bietet, daĂź sie steiĂźig
von Künstlern besucht wird, tödtete ihn
ein Schlaganfall, und an der Friedhofs,
mauer der Kirche zu Maricibrunn, an
einer Stelle, die kaum reizender fĂĽr
ein Malergrab gedacht werden kann,
wurde der KĂĽnstler begraben. Die Zahl
der Bilder Raffal t 's ist sehr groĂź und
eS gibt wohl schwerlich eine nur einigei'
maĂźen bedeutende Sammlung, in welcher
sein Name nicht durch ein oder mehrere
Werke vertreten wäre, vereinzelt aber
finden sich dieselben bei vielen Kunstfreun«
den. Viele semer wunderlieblichen Stim»
mungSbilder wanderten nach Deutsch,
land und auch nack England, wo man
eben bei dem gereiften Sinne fĂĽr Land-
schaft uud ihre Reize seine Bilder zu
schätzen verstand. Viele, ja die meisten
von Raff alt 's Bildern haben keine
andere Bezeichnung als eben „Land»
schaft oder „Landschaft mit Staffage",
obwohl nicht eine Landschaft der anderen
und nicht eine Staffage der anderen
gleicht, und dieĂź gilt selbst bei jenen BW
dern. die er öfter, weil sie so gefielen,
daĂź der und jenerKunstfreund das gleiche
besitzen wollte, wiederholen muĂźte. Kam
es doch bei einem Bilde, bei einer im
Jahre 1844 ausgestellten und durch ihre
Beleuchtungseffecte allgemein bewunder»
ten Abendlandschaft vor, daĂź sie der
KĂĽnstler nicht weniger denn vierzehn
Male copiren muĂźte. Obwohl nun, wie
es eben bemerkt worden, Raf fa l t 's
Bilder eben nur Landschaften sind, so
scheint es doch bei einem KĂĽnstler von
seiner Bedeutenheit angezeigt, jene Ge>
malde, die er selt etwa drei Iahrzehenden
öffentlich ausgestellt, auch mit jenen Na»
men anzufĂĽhren, unter denen sie in den
Kunstkatalogen angefĂĽhlt stehen. Diese
folgen dahier in der chronologischer Reihe, wie sie in den Katalogen angege»
ben erscheinen i bei einzelnen derselben
wurden auch ihre Preise, eine Angabe,
welche fĂĽr Kunstfreunde und Sammler
gewiĂź ihren Werth hat, beigefĂĽgt. In
den Iahres-Uusstellungen der k. k. Aka-
demie der bildmden KĂĽnste bei St. Anna
in Wien waren zu sehen im Jahre 1339:
„Urgselklicker"; — „(Line
— „Zer Nancr und die Nellnerin
t't" i — „3>ir Dartzchrnkr" ;
— 1841: „Zei Nrllntmrbn" ; — „Nanun-
Hochzeit"; — 1842: „Tllnbschlltl mit Ztllf-
tage"; — 1843: „Pnithie an der Nunan";
— 1844: „Grwitternbend"; — „Abendland-
schalt«; — „Nunangegend" ; — 1845:
„MMe in Gbersteier"; — „Neblige Uand-
ZüM"; — 1846: „Nrr NlllSierrMy nun
Nlnrnn" (200 st.); — „Nü5 Vllchaus eines
NanerlihairS im oberzteierischen
„Her graue Ellg" (170 st.); —
zchlltt"; — 1847: „Mendllln^chüit"', —
„Zas WiithzlMZ im Giuirge" (230 fi.)l —
„Nach dem Nlgen heimkehrende Pustilliinz"
(273 fl.), jetzt in der Belvedere-Gallerie;
— 1848 : „3indschlllt mit Nllhllnllägen" I —
„Menülandschalt mit einer Fi2iheilinttr"i —
„Vllndzchakt an der Nannn mit einem Zchiffznge",
jetzt in der Sammlung Fellner; —
„UllndZchlltt mitNbel"; —1850: „«
Illndschllit" (240st.)'. — 1852: „Dü
mit ZtrahliĂĽtten" (200 st.). I n den Mo-
nats - Ausstellungen des österreichischen
Kunstvereins, im Jahre 1850: „Wirths-
Hans an bei Ztiüzze", vom Brünner Kunst»
uerein zur Verlosung angekauft um
390 st.', — „ZblMämmtinng im spät-
heiuStc", vom österreichischen Kunstvereine
zur Verlosung angetauft um 220 st.', —
„Aupllrthie" (lidst.); — „Zbendlllndschlllt"
(400 fi.), Eigenthum des Grafen Rud.
Hoyyg; — 1851: „KirchmeihieIt ant dem
Müde" (400fi.)! — „Nnüllnlllndschuit. N°st
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Band 24
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Prokop-Raschdorf
- Band
- 24
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1872
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 450
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon