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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 223 -
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Vaffeiner 223 Vaffeimr Geschichte der südslauischen Literatur. Aus dessen handschriftlichen! Nachlasse herausgege» ben non Ios. I i reee! (Prag 15L5, Friedr. Tempsky, 8«.) I I . IllyrischeS und croatisches Schnftthum, S, 94 (nach dieser Mittheilung ist et am 16. Jänner <83N gestorben), S. 23l, 29« (nach üiesec Mittheilung starb er am l«. Jänner 1830), 2 , 281.) — 2. Stephan Rafsai) (gest, zu Äglnm 2. Nouember 1?3<1), wc>r Präbendist d«s Agraiüec Doui' capitels ^prasbüu,ä,ili-iu« Odori Noelesiüy 22FrHdis«5i5l-), demeikenöwerth als Fort« seher d« auch in der kaiserlichen Hofbiblio. ihek zu Wien befindlichen sogenannten R it< ter'schen croatische» Chronik, so genannt, weil sie Paul Rit ter, syues »m'ktuL und kaiserlicher Rath, 1744 zu Agram (in 4»,) herausgegeben hat. Stephan Raffay hat dieselbe, die anfänglich nm bis 1636 reichte, bis zum Jahre 1?4t fortgesetzt. Vergleiche das Nähere über diese Chronil, ihren Ur> Heber und ihre Zoitscher in Paul Ios. 3 6> fai-i'k's, von I i reöek hcrausgegcbenen Geschichte der südslauischen Literatur. I I . Illy- rischeg und «.-roatifches Scknftthum, S. 293, 23U u, 337. Raffeiner, Stephan (Missionär und Humanist, geb. zu Mnis im Vintschgau 26. December 1788, gesi. zu W i l l i a m s b u r g in Nordamerika 16. Juli 1861). Seine Kindheit und Knabenjahre. verlebt« er in seinem Ge- burtSotte', in Meran und Innsbruck be> suchte er die Schulen, und in letzterem Orte begann er die theologischen Studien, in einer Periode, als dort von den Pro» fefforenFeilmo fer, Albert i ni, Ber> t o l d i u. A< noch der Iosefthinische Standpunkt festgehalten wurde, mit wel> chem sich R., der streng katholischen Richtung anhängend, nicht befreunden mochte, daher er sich auch immer mit dem Gedanken trug, seine theologischen Studien in Rom zu beenden. Mit Feil« moser, der die Wunder leugnete, hatte R. bei einer Iahresprüfung, indem er den Glauben an die Wunder hartnäckig uer> theidigte, eine ernste Controverse, welche ihn sogar um die ausgezeichnete Fort» ganggnote brachte. Nun schle er sein Vorhaben, nach Rom zu gehen, in's Werk und vollendete dort die theologi- schen Studien. NlS aber im Jahre l809 Papst PiusVII . von Napoleon in französische Gefangenschaft abgeführt wurde, konnte R. nicht dii h. Weihen erlangen und entschloß sich demnach die Medicin zu studirm. Zugleich übernahm er eine Hofmeistersielle im Hause eines italienischen Herzogs, beschäftigte sich in den Mußestunden mit literarisckenArbeiten und schrieb in Mer Zeit eine praktische Grammatik für Italiener, welche die deutsche Sprache erlernen wollen, wofür er ein ansehnliches Honorar erhielt. Im Mai 1813 erlangte er von der Uni« uersität zu Rom die mcdicinische Doctor» würde. In Rom wurde R. auch mit dem berühmten Maler Koch sNd. XII , S. 184 j^ bekannt, der ihm mit Rath und That zur Seite stand. Zwei Jahre that R. Dienste in einem römischen Spital, dann trat er als Oberarzt in die östeirei» chische Armee, derließ aber spater diesen Dienst und ging nach Bormio in Veltlin, wo er drei Jahre seine ärztliche Praxis ausübte. Von da begab er sich, zur weiterett Ausbildung in seinem Verufe, nach Beilin und übte dann mehrere Inhre in Grau» bündten, besonders in Suz, seinen ärzt» lichen Beruf. Als er endlich von dort Abschied nahm, nm zu seinem ur» sprünglichen Verufe, dem priesterlichen, dem er sich einst auf stürmischer See im Angesichte von Seeräubern, welche das Schiff, worauf er sich befand, verfolgten, angelobt hatte, zurückzukeh« ren, erhielt er rührende Beweise der Theilnahme von Seite der protestantischer Gemeindevorsteher und dei Bewohner die ihm sogar eine Capelle bauen wollten damit er nicht acht volle Stunden weit ii die katholische Kirche reiten dürfe. I r
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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