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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 243 -
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Seite - 243 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

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Nah! 243 Vahl sammt Fries, Eigenthum des Herrn Vaion S ina , fei rin Rest von 9000 fl. rückständig, sowie daß der Verstorbene als Entschädigung für die zum Opernhaus? gemachten und theil» weise genehmigten Entwürfe die erste Zat> wng uon 4«u« st, zu fordern habe. Diese Beträge fallen den Universal-Erben zu, Dr. August Bach ist als Verlassenschaftspfleger »nd Trstaments-Hollstrecker genannt. Das Testament ist vom 28, Juni 186« datirt und wurde am <!, Juli publicut, sNeue freie Presse i8«5. Nr. 3»i. 316, 323. — Local- Anzeiger der Presse il>63, Nr, 20t, — Fremden-Blat t , Von Gustav Heine (Wien, 4»., 18N3, Nr. 18l u. 19». berichten über seinen Tod, sein LeichenbegängniH und sein Testament, 1 V. Porträte, 1) Photographie, kl. Fol,, Mün- chen, bei Löcherer. — 2) Nach seinem- Selbstbildnisse, Christian Mayer gest., Tckwarzkunst (gr, 4«), — 3) Lithographie oon Marastoni im Pesther Blatte: „Fata Morgana" 18L3, Nr. »«. — 4, Holzschnitt in Wald Heim's „Illustrirten Blättern" 1863, Nr, 29, L. Gcisbe 3«. — Ferner Holzschnitt? in „Ueber Land und Meer", 14. Bd. (1863). Nr. 4^; in oer „Illustrirten Zeitung", Nr, 63l (<8L3) u. Nr. l»«8 (1863). — 3> ein sehr gut ausgeführtes Vildniß in der „Zeitschrift für bildende Kunst", I, S. 114: vor einem kritischen Artikel iidec seine Gmundner Freske „Das Mädchen aus der Fremde", von C. von Lühow, wo sich auch eine Nachbildung der erwähnten Freske befindet. VI, Urtheile über Nchl als Künstler, Corne- lius über Rah l. M, Lodde theilt in sei. nen Gesprächen mit Cornel ius, welche er in der „Zeitschrift für bildende Kunst" ver« öffentlichte. folgende charakteristische Aeuße> rungen über K. Rah! mit: Einmal be> melkte Cornel ius, - „Man macht aus Karl Rahl eigentlich doch zu uiel jetzt. Der kam erst später, als er sich an uns Aeltere anschloß, auf den rechten Weg. Da strebte er das Geistige an, doch nicht den bluilosen Spiritualismus, der uns Allen fern liegt, sondern die Freiheit Uom materiell, war ein geistuoller Eklektiker, das Kunstwerk kam bei ihm nicht wie, die Athene gleich bewaffnet lnit Speer und Schild aus seinem Haupte, sondern suchte erst nachher die Wehr zusammen; aber ein tüchtiger Mensch trotz alledem und viel mehr werth als ein Anderer, aus dem man neuerdings so uiel macht". (Mit diesem „Anderen" meinte Corne l i us wahrscheinlich Kau!» bnch,), A,Z Lohde dem Meister die Photographien nach den zwölf allegorischen schwebenden Figuren vom Heinrichöhofe ge, zeigt und diese für zu üppig, fast schwülstig gegenüber den C o rnel ius'schen Gestalte« gehalten hatte, meinte er- „Eines schickt sich nicht für Alle, Ich bin ein anderer Mann als Rahl und Rnhl ein Anderer als ich? Jeder hat seine Individualität. Farbedamen Kind's allerdings, und es müssen ihm gesunde Frauenzimmer oazu gesessen haben; ader sie sind doch schön, trotz ciller fast zu starken Lebenslust. E« ist doch immer eine eigene Stimmung darin. Zehen Sie nur die Schön» beit der Kopfe, den Schwung oer Contourcn, die durchdachte und lebensvoll?, wenn auch oft nicht genug einfache Drapirung der Fal> ten. Nein, diese Sachen erfüllen nuH mit einer Art Wehmuth. Was hätt' aus diesem Talente noch werden können!" Vieles Treffende schreibt Fr, Pecht in seinem Aufsätze, den er unter dem Titel: „Nen-Wien" seiner Zeit im Wiener Journale „Der Botschafter" 1864, Nr. «3. veröffentlichte, über Rahl. Pecht ist kein Funstenchusiast, aber cm glündlicher Kunstkenner, der sich durch nichts zur Bewunderung hinreißen, aber auch durch nichts in seinem auf grüne» Üches Studiuni der Kunst unll uirles Sehen gegründetes Urtheil beirren läßt. Daher sind seine Ansichten über Rahl so wichtig, daß zur Ergänzung oer obigen Skizze das We> sentlichste derselben hier eine» Platz finden möge, „Die Leute möchten wohl gern einen Niesen, nur dürfte er nickt größer sein als sie", »leinte einst der witzige Schwind, — „kurz, fast alle Auswüchse der modernen deut« schen Kunst haben in dieser Neigung zum VUderlesen statt Sehen ihre letzte Quelle, diesen schreienden Abweg unserer Kunst mir großer Klarheit eingeseben, u»d eine ihm ent» gegengesetzte, sich der Grenzen »es malerisch Darstellbare» in hohem Grude bewußte Rich- tung eingeschlagen zu haben, ist Rahl's spe» cielle Eigenthümlichkeit, Es dürfte wenige Künstler geben, welche die aus ihrer innersten Natur hervorgehenden Gesetze der Malerei, speciell die des Colorits, so früh, als er er> kannt, sofort eingesehen hätlen, raß sie kei> neswegs Photographiren, sondern daß das Kunstweck eine freie Schöpfung sein müsse. Tr wurde also Colorist, aber nicht in jenem 16*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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